Details
| Autor | Le Soldat, Judith |
|---|---|
| Herausgeber | Judith Le Soldat-Stiftung; Gsell, Monika (Hg.) |
| Verlag | frommann-holzboog |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 20.08.2025 |
| Format | 21 × 14,8 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 272 Seiten |
| Gewicht | 350 |
| Reihe | Judith Le Soldat-Werkausgabe, Band Band 5 |
| ISBN | 9783772826856 |
Kritisch ediert, kommentiert und eingeleitet von Monika Gsell
Zu diesem Band der Ausgabe
"In dem hier vorliegenden fünften Band der Judith Le Soldat-Werkausgabe werden die insgesamt zehn Artikel und Aufsätze, die zu Lebzeiten von Judith Le Soldat erschienen sind, ediert. Diese zehn Texte haben wir ergänzt durch einen Essay, den Le Soldat 1995 verfasst und zur Publikation freigegeben hatte, der dann aber nicht erschienen ist.
Wir haben uns entschieden, die Texte in chronologischer Reihenfolge zu edieren, weil auf diese Art und Weise die Entstehung resp. der gedankliche Entwicklungsprozess von Le Soldats Werk in seinem jeweiligen Kontext am besten nachvollziehbar wird. Der Sammelband wird abgerundet durch einen Abriss zu Le Soldats Leben und Werk. Zudem wurde das Werkverzeichnis für den vorliegenden, letzten Band der Werkausgabe sorgfältig überarbeitet. Genauer: Die Titel werden hier erstmals unter exakter Berücksichtigung der verschiedenen Schreibweisen des Namens der Autorin verzeichnet."
Inhalt des Bandes
Editorische Einleitung
Zum vorliegenden Band
Editionsprinzipien
Kennzeichnung der Materialien
Danksagung
Kissing & Killing in Kyoto
- 1 Freiwillige Knechte (1983) - Editorische Vorbemerkung
Freiwillige Knechte [Über Étienne de La Boétie: Von der freiwilligen Knechtschaft] - 2 Eine Parabel der Macht (1985) - Editorische Vorbemerkung
Eine Parabel der Macht. Ryszard Kapuścińskis Buch König der Könige - 3 Diskriminierende Toleranz (1985) - Editorische Vorbemerkung
Diskriminierende Toleranz. Zu einer Kritik an Morgenthalers Theorie der Homosexualität - 4 Sadismus, Masochismus und Todestrieb (1986 ) -Editorische Vorbemerkung
Sadismus, Masochismus und Todestrieb. Zum Problem von Sadismus und Masochismus - 5 Sozialer Masochismus (1990 ) - Editorische Vorbemerkung
Sozialer Masochismus - 6 Das Schwarze Notizbuch (1992) - Editorische Vorbemerkung
Das Schwarze Notizbuch. Der ungarische Dichter Miklós Radnóti - 7 Revenons à nos moutons! (1993) - Editorische Vorbemerkung
Revenons à nos moutons! Irrungen im Übertragungskonflikt - 8 Kekulés Traum (1993) - Editorische Vorbemerkung
Kekulés Traum. Ergänzende Betrachtungen zum »Benzolring« - 9 Auf der Rückseite der Angst (1995) - Editorische Vorbemerkung
Auf der Rückseite der Angst. Zur neuen Psychoanalyse-Diskussion - 10 Der Strich des Apelles ( 2000 ) - Editorische Vorbemerkung
Der Strich des Apelles. Zwei homosexuelle Leidenschaften - 11 Kissing & Killing in Kyoto ( 2001) - Editorische Vorbemerkung
Kissing & Killing in Kyoto. Unordentliche Liebschaften im Triebwerk des Sadismus
Anhang
Daten, Fakten, Lebenszeugnisse – ein biographischer Abriss zu Judith Le Soldats Leben, basierend
auf nachgelassenen Dokumenten
Werkverzeichnis Judith Le Soldat
Literaturverzeichnis zur Einleitung und zu den Vorbemerkungen
Literaturverzeichnis zu den edierten Texten
Register
Hinweis zu den editorischen Vorbemerkungen
Die editorischen Vorbemerkungen, die den einzelnen Texten vorangestellt sind, enthalten editionstechnische Informationen wie die Textgrundlage des edierten Textes und relevante Vorstufen oder weitere Publikationen desselben Textes. Es werden zudem Informationen zur Entstehung und Rezeption des Textes zusammengetragen und – wo sinnvoll – inhaltliche Querverbindungen aufgezeigt und Lesehilfen angeboten.
Zum Konzept dieser Werkausgabe
Judith Le Soldats (1947–2008) Beitrag zur Weiterentwicklung der psychoanalytischen Theorie beinhaltet eine grundlegende Revision der klassischen Auffassung des Ödipuskomplexes und, darauf aufbauend, eine neue psychoanalytische Theorie der Homosexualität.
Die auf 5 Bände angelegte, mit editorischem Kommentar und Schlagwortverzeichnis versehene Werkausgabe macht Le Soldats Schriften in ihrem konzeptuell eng aufeinander bezogenen Zusammenhang zugänglich. Sie umfasst die Erstveröffentlichung der beiden aus dem Nachlass herausgegebenen Bände zur Homosexualität, legt die vergriffenen Monografien von 1989 und 1994 neu auf und versammelt die in verschiedenen Zeitschriften erschienenen Artikel in einem Band.
Die Autorin
Judith Le Soldat (1947–2008) ist in Budapest geboren und in Zürich aufgewachsen. Sie studierte an der Universität Zürich Psychologie und promovierte 1978 bei Ulrich Moser mit einer theoretischen Arbeit zur psychischen Regulation des Selbstwertgefühls. Ihre Ausbildung zur Psychoanalytikerin absolvierte sie am Psychoanalytischen Seminar Zürich (PSZ), unter anderem bei Fritz Morgenthaler und Paul Parin. 1975 nahm sie ihre Tätigkeit als Psychoanalytikerin in eigener Praxis auf und begann am PSZ zu unterrichten. Parallel zu ihrer klinischen Tätigkeit arbeitete Le Soldat an einer eigenständigen und systematischen Weiterentwicklung der psychoanalytischen Triebtheorie: 1989 erschien ihre erste Monografie, die sich mit der gesellschaftlichen Tabuisierung der Aggressionslust und der Wirkung von ungebundener Aggressionsenergie in psychischen Strukturbildungsprozesen beschäftigte.
1994 legte Le Soldat eine grundlegende Revision der psychoanalytischen Auffassung der ödipalen Entwicklung vor. Ab 1996 arbeitete sie an einer neuen, auf ihren bisherigen klinischen und theoretischen Erkenntnissen basierenden psychoanalytischen Theorie der Homosexualität. Zu dieser Theorie gibt es zwei bisher unveröffentlichte Manuskripte, die als Band 1 und 2 der Judith Le Soldat-Werkausgabe erschienen sind.
Bezugshinweis
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