Details
Autor | Hirsch, Mathias |
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Herausgeber | Seiffge-Krenke, Inge; Resch, Franz (Hg.) |
Verlag | Vandenhoeck u. Ruprecht |
Auflage/ Erscheinungsjahr | 25.06.2018 |
Format | 18,5 × 12 cm |
Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
Seiten/ Spieldauer | 82 Seiten |
Gewicht | 85 g |
Reihe | Psychodynamik kompakt |
ISBN | 9783525406441 |
Zu diesem Band der Reihe
Wie lässt sich das Phänomen erklären, dass Menschen ihren eigenen Körper attackieren und sich selbst verletzen?
Störungsbilder wie Selbstbeschädigung, Essstörungen, Hypochondrie oder Dysmorphophobie enthalten Selbstheilungsversuche, indem ein (Körper-)Teil geopfert wird, um das Ganze, das Selbst, zu retten. So wird das fragile Selbst, die Identität gesichert oder soll es wenigstens. In der frühkindlichen Entwicklung folgt eine Integration des Körperselbst in die Repräsentanz des Selbst. Frühe Traumata stören diese Integration; spätere, darauf aufpfropfende Traumata führen häufig zu Dissoziationen des Körperselbst. Der Körper kann wie ein Objekt verwendet werden. Der Zweck der Dissoziation ist die Lokalisierung der traumatischen Gewalt, die in das Selbst eindringt, in den abgespaltenen Körper, so dass das Gesamtselbst überlebt. Beispiele von Patientinnen und Patienten machen die Darstellung lebendig und überzeugend.
Inhalt
Vorwort zur Reihe / Vorwort zum Band
1 Einleitung
2 Körper und Ich
- 2.1 Der Körper in der frühen Entwicklung: Differenzierung des Selbst, des Körperselbst und der äußeren Objekte
2.1.1 „Protopsyche“
2.1.2 Die „Geburt“ des Ich
2.1.3 Selbst-Objekt-Differenzierung
2.1.4 Embodiment
2.1.5 Erste Symbolisierung im Containment
2.1.6 Mutterambivalenz
3 Zur Dynamik und Funktion des dissoziierten Körperselbst
- 3.1 Der Körper wird zum Opfer destruktiver Gewalt gemacht
- 3.2 Der Körper als selbst erschaffener Mutterersatz
3.2.1 Der Körper als Übergangsobjekt bei der Selbstbeschädigung
3.2.2 „Selbstbeschädigung als Selbstfürsorge“ - 3.3 Die Verwendung des Körpers zur Abgrenzung
4 Körperdissoziation in der traumatisierenden Situation
5 Zweizeitige Abwehr: Dissoziationszustand als Abwehr des Traumaäquivalents – Körperabspaltung als Abwehr des Dissoziationszustands
6 Selbstbeschädigung
- 6.1 „Ein sauberer Schnitt“
- 6.2 „Vater-Trauma“
- 6.3 Artifizielle Krankheit
7 Essstörungen
- 7.1 Fettsucht
- 7.2 Anorexie
7.2.1 Familiendynamik
7.2.2 Mutter-Tochter-Beziehung
7.2.3 Natalie - 7.3 Bulimie
7.3.1 Das Symptom als Bild für die Borderline-Beziehung
7.3.2 „Bulimie ohne Bulimie“
8 Hypochondrie
- 8.1 Auslösesituationen
- 8.2 Arretierung des Autonomie-Abhängigkeits-Konflikts
- 8.3 Warum ist der Körper Ziel der Projektion? – Spezifisches Verhalten der Mütter
- 8.4 „Hypochondrie-by-proxy“
9 Dysmorphophobie
10 Schlussbemerkung
Literatur
Der Autor
Mathias Hirsch, Dr. med., ist Facharzt für Psychiatrie und psychotherapeutische Medizin, Psychoanalytiker (DGPT), affiliiertes Mitglied der DPV und Gruppenanalytiker. Er arbeitet in einer ausklingenden psychoanalytischen Praxis in Düsseldorf und übt Supervisions- und Seminartätigkeiten in Berlin und Düsseldorf aus. Seine Forschungsschwerpunkte sind sexueller Missbrauch in der Familie, psychoanalytische Traumatologie, Psychoanalyse des Körpers, Psychoanalyse und Kultur sowie Psychoanalyse und Film. Hirsch ist Autor /Herausgeber zahlreicher Bücher ("Der eigene Körper als Objekt"; "Der eigene Körper als Symbol"; "Realer Inzest" u.a.). Zuletzt erschien von ihm im Psychosozial-Verlag 2016 ´Mütter und Söhne – blasse Väter`.
Die Mitherausgeberin
Inge Seiffge-Krenke, ist Professorin für Entwicklungspsychologie und Gesundheitspsychologie an der Universität Mainz mit Schwerpunkt Beziehungsforschung. Sie ist Psychoanalytikerin und in der Lehre und Supervision tätig.
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