Details

Autor Graber, Gustav Hans (1893-1982)
Verlag Internat. Psychoanalytischer Vlg., Leipzig /Wien /Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1924, EA
Format 23,5 × 16 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Leder mit goldeprägtem Rücken
Seiten/ Spieldauer 120 (1) Seiten
Reihe Imago-Bücher, Band VI
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-011178_AQ

Grinstein II,12266

Der Autor zu dieser Arbeit

»Wir haben in unserer Arbeit das Hauptgewicht auf die Bildung der Ambivalenz im Kinde deshalb gelegt, weil eine Psychologie der Ambivalenz des erwachsenen Menschen letztere bei näherer Prüfung als Wirkungsrest der Kindheit erkennen wird und darum zu ihrem Verständnis gezwungen ist, die Rück-beziehung auf sie zu vollziehen. Die Ambivalenz des Erwachsenen zeigt nur graduelle Verschiedenheiten.

Wenn wir für die Dynamik der Seele das in der Psychologie oft gebrauchte Bild der balancierenden Wage gebrauchen, so können wir das Verhältnis der kindlichen Psyche zu derjenigen des Erwachsenen wohl am besten so zeichnen:

Die Psyche des Kindes gleicht der Goldwage. Ein Staubkorn in der einen Schale bringt die Wage aus dem Gleichgewicht. Die geringsten Einflüsse ergeben ein Stürzen hier und ein Emporschnellen dort und umgekehrt. Die Reibung ist äußerst gering. In der kindlichen Psyche wechseln Freud und Leid rasch. Das Schwanken ist ein rasches und heftiges, aber die Spannung ist eine geringe.« (Aus dem Schlussteil)

Inhalt

Der Begriff der Ambivalenz

  • Ambivalenz bei Bleuler
  • Ambivalenz bei Freud

Das Wesen der Ambivalenz des Kindes
A) Ambivalenzbildung

  1. Hereditäres und Akzidentelles
  2. Zerstörung der Einheit
  3. Der Urhaß und die Ambivalenz jeder Bindung
  4. Bindungen ans Ich
  5. Die Elternbindung
    a) Mutterbindung
    b) Vaterbindung
  6. Der Geschlechtsunterschied
  7. Das Lustverbot
    a) Allgemeines
    b) Die ersten Lustverbote
    c) Der Elternkomplex
  8. Verdrängung und Widerstand
  9. Symbolisierung
  10. Tierphobien
  11. Träume
  12. Das Über-Ich

B) Aufhebung der Ambivalenz und Regression

Ausblick

Der Autor

Gustav Hans Graber (* 17. Mai 1893 in Vorimholz, heute Grossaffoltern; † 12. April 1982 in Bern) war ein Schweizer Psychologe und Psychoanalytiker. Er gilt als Pionier der prä- und perinatalen Forschung im Rahmen der Psychologie.

Leben und Schaffen im Überblick: Graber ist im Berner Seeland geboren und dort aufgewachsen. Er besuchte das Lehrerseminar, dann studierte er Psychologie an der Universität Bern. 1924 promovierte er. Seine Dissertation Die Ambivalenz des Kindes erschien im gleichen Jahr wie Otto Ranks Buch Das Trauma der Geburt, das einen ähnlichen Ansatz hat und durch Freud abgelehnt wurde. Graber war Mitglied der Deutschen Psychoanalytischen Gesellschaft (DPG) und damit der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung (IPV).

1929 eröffnete er eine eigene psychoanalytische Praxis in Stuttgart. Von 1941 bis 1943 wirkte er am Stuttgarter Institut für psychologische Forschung und Psychotherapie. 1943 kehrte er nach Bern zurück. Er beschäftigt sich intensiv mit der Psychologie von Carl Gustav Carus, die er der Freudschen Psychoanalyse gegenüberstellt. Er gründete, zusammen mit Ernst Blum, den Berner Arbeitskreis für Tiefenpsychologie und das Institut für Tiefenpsychologie, die er beide bis 1970 leitete. 1949–64 war er Herausgeber der Zeitschrift Der Psychologe.[1] 1971 war er Mitbegründer und erster Vorsitzender der Internationalen Studiengemeinschaft für pränatale Psychologie in Wien. (...) - Quelle: Gekürzt aus Wikipedia

Zum Erhaltungszustand

Im Klassischen Fachantiquariat der SFB ist diese Arbeit als ein besonders wohlerhaltenes Exemplar in privater Leinwandbindung mit Titelprägung auf dem Buchrücken verfügbar; im Inneren ausnehmend frisch und ohne Anstreichungen, Anmerkungen o.Ä. - Ein ein gutes und sammelwürdiges Exemplar.

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