Details

Autor Goetz, Bruno (1885-1954)
Verlag Friedenauer Presse
Auflage/ Erscheinungsjahr 1969
Format Gr.-8°
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Englisch Broschur
Seiten/ Spieldauer 12 Seiten
Gewicht 55 g
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-004625_AQ

Aus dem Vorwort des Autors

Der Autor

Bruno Goetz (* 6. November 1885 in Riga; † 19. März 1954 in Zürich) war ein deutschbaltischer Dichter, Schriftsteller und Übersetzer. Er besuchte in seiner Heimatstadt das Alexandergymnasium und studierte 1904 bis 1910 in München und Wien, um danach einige Jahre als Theaterkritiker und Feuilletonist für Rigaer Zeitungen zu schreiben. Er litt schon von Jugend an unter Schwermut. Wegen seiner Melancholie konsultierte er Sigmund Freud, um von ihm die Empfehlung zu erhalten, keine Psychoanalyse durchzuführen. Von Wien aus ging Goetz nach Ascona zur Künstlerkolonie Monte Verità, wo er bis 1909 blieb und dem Kreis um Johannes Nohl, Erich Mühsam und Lotte Hattemer († April 1906 durch Suizid) angehörte.

Goetz flüchtete mit Carlo Holzer aus Ascona und war dann bis in die 1920er Jahre ein umherschweifender Bohémien, mit Aufenthalten in Zürich und Berlin, wo er als Korrespondent für verschiedene Zeitungen tätig war. Während seiner Wanderjahre schloss er Bekanntschaften mit Friedrich Glauser und Gusto Gräser. Um 1917/1918 befreundete sich Goetz mit dem Historiker und Juristen Heinrich Goesch (1880–1930), mit dem er später nach Berlin zog. Ab 1923 lebte er als freier Autor in Überlingen. Unter dem Titel ´Die Kolonie im Tessin` verfasste Goetz 1931 einen Aufruf zur Gründung einer Gemeinschaft, die ähnliche Ziele verfolgen sollte wie der ihm wohlbekannte Monte Verità von Ascona. Die Kolonie kam nicht zustande, doch sammelte sich um Bruno Goetz ein Freundeskreis und „Gesinnungskreis“, zu dem auch die Brüder Friedrich Georg und Ernst Jünger zählten. Dieser sogenannte „Hügelkreis“ sammelte sich in Häusern, die auf Anhöhung im Osten von Überlingen gebaut wurden. Die Gegend wurde deshalb von den Einheimischen als „Hungerhügel“ bezeichnet. Der Künstlerkreis gehört zum Hintergrund von Ernst Jüngers Aufsehen erregendem Roman Auf den Marmorklippen von 1939.

1946 verließ er Überlingen und verbrachte seine letzten Lebensjahre wieder in Zürich, wo er unter anderem als Übersetzer zahlreicher Werke aus dem Russischen und dem Italienischen für den Manesse-Verlag anfertigte.[6] Als er 1954 starb, hielt die Grabrede sein Freund, der Schriftsteller Werner Bergengruen. (Quelle: gekürzt aus Wikipedia)

Lieferbarkeitshinweis

Im Archiv der SFB als ein gut / sehr gut erhaltenes Archivexemplar; innen frisch. Der Broschureinband mit minimalen Läsuren; Lagerungsspuren. - EAE!

Kaufoption

69,00 €

mit Rabatt für Stammkunden