Details

Autor Laozi, Laotse
Verlag Leipziger Literaturverlag
Auflage/ Erscheinungsjahr Komplett überarbeitete Neuausgabe; 15.02.2022
Format 25 × 18 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 700 Seiten
Abbildungen Kalligraphien, Karten und Graphiken
Gewicht 1200
ISBN 9783866602861

Zu diesem Buch

Durchgängig überarbeitete und erweiterte Neuausgabe von Viktor Kalinke 700 Seiten. Mit Kalligraphien von Thomas Baumhekel. Nach veralteten Transkriptionen wird das Buch auch Taoteking genannt.

Das Daodejing entstand in einer politischen Wendezeit. Während sich die autoritären Lehren des Konfuzius als Staatsideologie durchsetzten, deren Kenntnis von den Beamten gefordert wurde, war das Daodejing dank seiner vieldeutigen Metaphorik und subversiv-kritischen Aussagen der heimliche Klassiker der gelehrten Beamten. Das Faszinierende des Daodejing besteht in einer einzigartig anmutenden Bündelung kosmischer, seelischer und gesellschaftlicher Zusammenhänge, die mit Recht als unio mystica bezeichnet werden kann.

Die Gesamtausgabe enthält folgende Teile:

  • Teil 1: Altchinesischer Originaltext, Pinyin-Lautumschrift und deutsche Übersetzung
  • Teil 2: Sprachkritische Anmerkungen
  • Teil 3: Systemtheoretische Kommentare
  • Teil 4: Nichtstun als Handlungsmaxime (Essay zur Entstehungs- und Wirkungsgeschichte des Buches Laozi)
  • Teil 5: Zeichenlexikon und Konkordanz

Inwieweit folgt die moderne Reflexion der Folgen sozialen und politischen Handelns archaischen Mustern? Was können wir aus einer 2300 Jahre alten Schrift lernen über die Durchsetzung globaler Wirtschaftsmechanismen und eine Welt, die sich komplexen Zusammenhängen öffnet? Gibt das berühmte Daodejing des Laozi tatsächlich Antworten auf unsere heutigen Fragen oder sind es vielmehr wir selbst, die, verführt von den Übersetzern, unsere eigenen Antworten in das Buch hineinprojizieren?

Auf scheinbar mystische Weise wohnt dem Daodejing die Fähigkeit inne, uns die Antworten zu entlocken, die wir benötigen. Den altchinesischen Philosophen zeichnet aus, daß er mehrere Sichtweisen gegenüber der Wirklichkeit einzunehmen vermag, ohne sich an eine fest zu klammern. Er wechselt zwischen den Perspektiven, wenn es die Situation erfordert oder anbietet.

Über den Autor

Laozi (Schreibweisen: Lao tse, Lao-tse, Lao tzu, Laudse, wörtlich „Alter Mei­ster“, Ruf­name Lao Dan, Geburtsname Li Er): legen­därer chinesischer Philosoph und könig­licher Schrift­hüter, gilt traditionell als ein älterer Zeitgenosse des Kongzi, im Westen be­kannt als Konfuzius (551 – 479). Die Bio­­graphie des Laozi, in der der spätere Hof­historiker Sima Qian (145 – 90) ver­schie­­dene Be­gegnungen zwis­chen Laozi und Kongzi schil­derte, wirkt nach neueren Re­cher­chen weitgehend glaub­­haft.

Das Buch Laozi wurde ver­mut­lich am Ende des 4. Jahr­­hun­derts v.u.Z. in der Jixia-Aka­demie zu­sam­men­ge­stellt, geht aber auf ältere, münd­­lich überlieferte oder bislang unbekannte Quel­len zurück, die nach stili­sti­schen Analysen zumindest zum Teil etwa aus dem 5. und 6. Jahr­­hun­dert v.u.Z. stammen. Der Titel Daodejing wurde der Schrift vom Han-Kaiser Jing­di (188-140 v.u.Z.) verliehen. Die Ka­no­­nisierung des Textes in 81 Kapitel fin­det sich erst in späteren Kom­men­ta­ren.

Über den Übersetzer

Viktor Kalinke: geb. in Jena, Studium der Psychologie und Mathematik in Dresden, Leipzig und Beijing, Kreativitäts-Preis der Hans-Sauer-Stiftung, Mitbegründer der Edition + Galerie Erata, Promotion, Professur, lebt in Leipzig.

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