Details
| Autor | Moser, Tillmann |
|---|---|
| Verlag | Psychosozial-Verlag |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 12.2011 |
| Format | 19 × 12,5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 122 Seiten |
| Gewicht | 149 |
| ISBN | 9783837921663 |
Zu diesem Buch
Hartmut P., ältester Sohn einer kinderreichen, streng protestantischen Familie in einer kleinen katholischen Gemeinde in Oberbayern, litt sein Leben lang unter seiner dominanten und gefühlskalten Mutter, seinem passiven Vater und seiner verstörenden Angst vor Gott. Die Lektüre von Tilmann Mosers Gottesvergiftung führt ihn in die Therapie bei dem bekannten Analytiker, der sich in den vom Patienten geschilderten Erlebnissen wiedererkennt: eine traumatische Geburt, frühe Trennungen von der Mutter, eine schwere Krankheit des Vaters und eine beängstigende Beziehung zu Gott, die er als vergebliche Zuflucht aus kindlichen Ängsten und Albträumen gesucht hatte.
Im Laufe der fünfjährigen Therapie verarbeitet Hartmut P. seine immense Wut und Enttäuschung in zwei Briefen an Mutter und Vater, die hier in von ihm selbst kommentierter Fassung vorliegen. Zum besseren Verständnis dieser beiden Texte skizziert Tilmann Moser den Therapieverlauf und erläutert ihren Entstehungskontext.
Inhalt
Einleitung
- Wer war Hartmut P.?
- Was heißt Durcharbeiten?
- Versöhnung um jeden Preis?
- Alice Millers harter Standpunkt
- Eine editorische Anmerkung
- Der Brief an den Vater
- Über das Sterben sprechen
- Das Schweigen und die Verachtung
- Deine wachsende Rechtlosigkeit
- Politik als Gefahrengebiet
- Ein Klima des Verrats
- Der Schatten der christlichen Adoption
- Die Rolle des Ekels
- Küchendienst als Minnedienst
- Noch einmal
- Politik
- Das Fehlen einer Sprache
- Rettungsversuche
- Versuch einer Annäherung
Zwischenbemerkung
- Der Brief an die Mutter
- Die Angst vor dem Brief
- Die Angst vor der Geburt
- Liebe M., uns verbindet Todesnähe
- Introspektion als Exzess
- Über die Tiefe der Verstrickung
- Die Macht Deines Trotzes
- Dein heimlicher Helfer
- Techniken der Macht - Wenige Jahre später geschrieben
Nachwort
Stimmen zum Buch
»Die Briefe enthalten keinerlei Idealisierung, sie sind bis über die Schmerzgrenze hinaus mit der nüchternen Realität von ›Vater, Mutter, Gott und Krieg‹ erfüllt. Mosers Herausgabe ist ein Beitrag zu der nach wie vor dringenden Aufgabe der Bewältigung der Unfähigkeit zu Trauern. Hartmut P.s ›Wüten‹ gibt dem oft tief verdrängten Groll der Enttäuschung vieler Zeitgenossen Gestalt und eine Stimme, vielleicht sogar einen Sinn.«
Robert C. Ware, in: Analytische Psychologie 4/2012
Der Autor
Tilmann Moser war Psychoanalytiker in Freiburg, Dozent für Psychoanalyse und Kriminologie an der Frankfurter Universität und ist Autor zahlreicher Bücher, u. a. zu Psychoanalyse und Religion sowie zur Körperpsychotherapie. Im Belser Verlag erschien von ihm zuletzt Kunst und Psyche. Bilder als Spiegel der Seele.
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