Details
| Autor | Platon |
|---|---|
| Herausgeber | Penzoldt, Ernst (Titelillustration); Kassner, Rudolf (Übersetzung) (Hg.) |
| Verlag | Diederichs |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 1920, 17.-21. Tausend |
| Format | 18,8 × 13,5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Pergament, Handeinband |
| Seiten/ Spieldauer | 84 Seiten |
| Abbildungen | Mit einer auf dem Vorsatz montierten s/w Abbildung eines Reliefs |
| SFB Artikelnummer (SFB_ID) | SFB-010404_AQ |
Das Klassische Fachantiquariat der SFB verfügt über ein prachtvolles Exemplar des Platon-Textes in einer edlen Pergamentbindung [Handeinband, UNIKAT] mit einer Original-Titelzeichnung in Farbe von Ernst PENZOLDT, von dem auch die WIDMUNG auf dem Vorsatz mit seiner Unterschrift stammt.
Über Platons ´Gastmahl`
"Das Symposion (altgriechisch Συμπόσιον Sympósion „Gastmahl“ oder „Trinkgelage“, latinisiert Symposium) ist ein in Dialogform verfasstes Werk des griechischen Philosophen Platon. Darin berichtet ein Erzähler vom Verlauf eines Gastmahls, das schon mehr als ein Jahrzehnt zurückliegt. An jenem denkwürdigen Tag hielten die Teilnehmer der Reihe nach Reden über die Erotik. Sie hatten sich die Aufgabe gestellt, das Wirken des Gottes Eros zu würdigen. Dabei trugen sie von unterschiedlichen Ansätzen aus teils gegensätzliche Theorien vor. Jeder beleuchtete das Thema unter einem besonderen Aspekt. Es handelt sich nicht um einen Bericht über ein historisches Ereignis, sondern um einen fiktionalen, literarisch gestalteten Text.
Einige der Redner gingen auf konventionelle Weise vor, indem sie den Liebesgott verherrlichten und segensreiche Auswirkungen der erotischen Liebe schilderten und priesen. Verschiedentlich wurde aber auch vor den üblen Folgen einer schädlichen Erotik gewarnt. Zwei Redner – der Komödiendichter Aristophanes und Platons Lehrer Sokrates – präsentierten originelle Deutungen des Eros. Aristophanes erzählte den nachmals berühmten Mythos von den Kugelmenschen. Ihm zufolge hatten die Menschen ursprünglich kugelförmige Rümpfe. Später wurden sie vom Göttervater Zeus zur Strafe für ihren Übermut in zwei Teile geschnitten. Der Mythos deutet die erotische Begierde als Ausdruck des Strebens der halbierten Menschen nach Wiedervereinigung mit der jeweils fehlenden Hälfte. Die Rede des Sokrates, der als letzter das Wort ergriff, bildete den Höhepunkt des Gastmahls. Sokrates behauptete, er berichte nur von seinen lange zurückliegenden Unterhaltungen mit Diotima, einer weisen Frau, die ihn einst über die Liebe belehrt habe. Ihre Sichtweise habe er sich zu eigen gemacht.
Das Eros-Konzept der Diotima entspricht Platons eigenem Verständnis der Erotik, für das sich seit der Renaissance die Bezeichnung platonische Liebe eingebürgert hat. Es beinhaltet einen philosophischen Erkenntnisweg, einen Aufstieg, der vom Besonderen zum Allgemeinen, vom Vereinzelten zum Umfassenden führt. Der Liebende richtet den erotischen Drang im Lauf seines gestuften Erkenntnisprozesses auf immer umfassendere, allgemeinere, höherrangige und daher lohnendere Objekte. Der Weg beginnt mit der spontanen Begierde nach einem einzelnen schönen Körper und endet mit dem würdigsten Ziel, der Wahrnehmung des nur geistig erfassbaren „Schönen an sich“. Mit dieser „Schau“ des absolut Schönen erreicht die Sehnsucht des Erotikers ihre Erfüllung.
Im letzten Teil des Dialogs wird das unerwartete Ende der Redenreihe geschildert: Der prominente Politiker Alkibiades, der später als Feldherr berühmt wurde, kam betrunken ins Haus, nachdem Sokrates seine Ausführungen beendet hatte. Alkibiades hielt ebenfalls eine Lobrede, aber nicht auf Eros, sondern auf Sokrates. Auch hierbei ging es um die Liebesthematik, denn zwischen Sokrates und Alkibiades bestand eine homoerotische Anziehung." (Quelle: gekürzt nach Wikipedia)
Provenienz und Erhaltungszustand
Das Klassische Fachantiquariat der SFB verfügt über ein wohlerhaltenes Exemplar dieser Textausgabe von ›Platons Gastmahl‹ in einer Original-Pergamentbindung. - Die filigrane farbige Tuschezeichnung auf dem voderen Einband dieses Unikats stammt vom Schriftsteller und Künstler ERNST PENZOLDT (1892-1955), dessen Widmung auf dem Vorsatz in Tinte zu sehen ist. Innen gut und ohne Anmerkunge, Anstreichungen o. Ä. - Eine beeindruckendes, gewiss sammelwürdiges UNIKAT - In dieser Ausstattung einzigartig.
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