Details

Herausgeber Erlich, H. Shmuel; Erlich-Ginor, Mira; Beland, Hermann (Hg.)
Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 04.2009
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 212 Seiten
Gewicht 284
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN 9783898067652

Zu diesem Reader

Die Nazarethkonferenzen demonstrieren eine realistische Möglichkeit für die Zusammenarbeit von Deutschen und Israelis, bei der Erkenntnisse von unbewussten kollektiven Überzeugungen zugleich mit individuellen Identitätsveränderungen gewonnen werden können. Sie verfolgen nicht primär die Absicht der Schuldentlastung oder der Wiederannäherung der Völker, sondern konzentrieren alles Forschungsinteresse auf die beiden nationalen Gruppen, vertreten durch deutsche und israelische Psychoanalytiker und Psychotherapeuten. Als wirksamstes Mittel zur Erforschung kollektiver Verwicklungen des Einzelnen wurde die Gruppenbeziehungsmethode nach dem Tavistock-Leicester-Modell verwendet und bestätigt gefunden.

Die Gruppenkonferenzen zeigen immer wieder, wie die aktuelle Gegenwart des anderen entscheidend für das Erreichen von kollektiv gebundenen Identitätsüberzeugungen ist. Darin liegt das größte Verdienst der Konferenzen, wovon dieses Buch in ergreifender Weise Zeugnis ablegt.

Inhalt

Vorwort von Desmond M. Tutu, Erzbischof Emeritus, Anglican Church of Southern Africa

I Einführung von H. Shmuel Erlich

II Die Geschichte des Projektes

  • II.1 Die Israelische Psychoanalytische Gesellschaft und das Sigmund Freud Center
  • H. Shmuel Erlich
  • II.2 Die Stationen der deutschen Psychoanalytiker auf dem Weg zur ersten Nazarethkonferenz
  • Hermann Beland
  • II.3 Ereignisse und Erfahrungen auf dem Weg zur Gruppenkonferenz von Deutschen und Israelis
  • H. Shmuel Erlich

III Design und Struktur

  • III.1 Die Erarbeitung des Konferenzdesigns, Eric Miller
  • III.2 Ergänzende Anmerkungen zum Design und zur Struktur, H. Shmuel Erlich

IV Die Konferenzerfahrung, Mira Erlich-Ginor

  • IV.1 Die Konferenzerfahrung als Collage - Ein Konzept und seine Probleme - Eine Einführung
  • IV.2 Teilnehmer - Anwesende und Fehlende
  • IV.3 Die Konferenzerfahrung
  • IV.4 Die Gefahr falscher Versöhnung und die Angst davor
  • IV.5 Als Staff in diesen Konferenzen

V Zentrale Themen, H. Shmuel Erlich

  • V.1 Identitätsaspekte von Deutschen und Israelis, die auf den Holocaust bezogen sind
  • V.2 Besonderes Trauma - Besondere Beziehungen
  • V.3 Veränderung und Transformation - die Last des Verrats

VI Nach der Konferenz, H. Shmuel Erlich

  • VI.1 Vorträge, Diskussionen, Wirkungen

VII Nachwort von  H. Shmuel Erlich

  • VII.1 Wohin führt der weitere Weg?
  • VII.2 Wer braucht solche Konferenzen?
  • Literatur

Die Herausgeber

H. Shmuel Erlich ist 1937 in Frankfurt a.M. geboren und 1939 nach Palästina immigriert; Prof. em. des Sigmund-Freud-Lehrstuhls der Hebräischen Universität Jerusalem; Lehranalytiker und Supervisor der Israelischen Psychoanalytischen Gesellschaft (IPS); ehem. Vorsitzender der IPS; ehem. Direktor von OFEK sowie internationaler Gruppenbeziehungskonferenzen.

Mira Erlich-Ginor ist 1944 in Israel geboren; Lehranalytikerin und Supervisorin der Israelischen Psychoanalytischen Gesellschaft (IPS); ehem. Vorsitzende des Ausbildungsausschusses der IPS; Gründungsmitglied und ehem. Vorsitzende von OFEK, der Israelischen Vereinigung für die Erforschung von Gruppen- und Organisationsprozessen; Direktorin zahlreicher internationaler Gruppenbeziehungskonferenzen.

Hermann Beland studierte Theologie, arbeitet als Psychoanalytiker in freier Praxis seit 1967, ist Lehranalytiker und Supervisor der DPV/IPV, DGPT, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Psychoanalytischen Vereinigung, Mitbegründer der Nazareth-Gruppenkonferenzen über 'The Past in the Present', in denen deutsche und israelische Psychoanalytiker aufeinandertreffen. Zahlreiche Veröffentlichungen zur Psychoanalyse gesellschaftlicher Konflikte, zur Persönlichkeitstheorie, Traumforschung, Behandlungstheorie ('Psychoanalyse in Selbstdarstellungen' Bd. 6, 2007).

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