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Lüdemann, Susanne; Vesting, Thomas (Hg.)

Was heißt Deutung?

Verhandlungen zwischen Recht, Philologie und Psychoanalyse

Details

Verlag Fink, Wilhelm
Auflage/ Erscheinungsjahr 12.06.2017
Format 23,3 × 15,7 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 246 Seiten
Abbildungen 13 s/w Abb.
ISBN 9783770559640

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39,90 €


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Zu diesem Reader

Deutung und ihre Kunst in der anwendenden Praxis, das Deuten, spielen sowohl als Methode/Praxis wie auch als Gegenstand der Reflexion in Recht und Philologie, Theologie und Psychoanalyse eine zentrale Rolle.

Im Zuge der Ausdifferenzierung des modernen kultur- und geisteswissenschaftlichen Wissenschaftssystems haben die verschiedenen Disziplinen jeweils eigene Deutungskulturen entwickelt. Zudem ist der state of the art seit dem linguistic turn längst nicht mehr durch ein gemeinsames hermeneutisches Vorverständnis der Tätigkeit des Deutens definiert. Gleichwohl ist zu sehen, dass diese Fächer durchaus so etwas wie einen verbindlichen Bezug zu Wort und Texten anerkennen, gemeinsam teilen - und sich damit grundlegend vom Mainstream der messenden und zählenden Wissensformationen unterscheiden.

Es sei, so die Herausgeber, höchste Zeit, den gegenseitigen Austausch deutungsgebundener Disziplinen anzustreben. Der Band versammelt in diesem Sinne juristische, philologische und psychoanalytische Beiträge zum Thema.

Die Beiträge des Bandes

I. EINLEITUNG

  • Susanne Lüdemann /Thomas Vesting: Vom Geheiß der Deutung. Eine Bestandsaufnahme

IL INSTITUTIONELLE MONTAGEN

  • Clemens Pornschlegel: Deutung als dogmatische Funktion. Überlegungen zur institutionellen Struktur exegetischer Rede
  • Robert Stockhammer: Deutung und Geltung von Texten, Philologische Fragen im Feld des inter- und transnationalen Rechts
  • Stefanie Günthner: Zwischen magis und minus. Überlegungen zur Deutung richterlicher Stillehren

III. HERMENEUTISCHE REVOLUTIONEN

  • Daniel Weidner: Deutung und Undeutbarkeit. Friedrich Schleiermachers Hermeneutik, das Neue Testament und die Paradoxien des Nicht-Verstehens
  • Ino Augsberg: Was heißt Textuales Rechtsdenkern?
  • Karl-Heinz Ladeur: Vom Verstellen des Rechts zu seiner Konkretisierung

IV DEUTUNGEN (IN) DER PSYCHOANALYSE

  • Mai Wegener: Nicht den Sinn, sondern den Körper treffen: Deuten in der Psychoanalyse
  • Edith Seifert: Die Frage der Überlieferung am Beispiel von Freuds Der Mann Moses und die monotheistische Religion
  • A. S. Bruckstein Coruh: Wie bauen wir ein Haus aus lauter Deutung? Epistemische Architekturen mit Freud, Talmud und Taswir

V. DEUTUNGEN ZWISCHEN BINDUNG UND FREIHEIT

  • Michael Auer: Anlass und Deutung. Gelegenheitsdichtung bei Paul de Man
  • Marcus Coelen: Nicht mehr Deuten als nicht
  • Barbara Natalie Nagel: „Ich weiß nicht, was soll es bedeuten..." Bitten um Deutung in Fontanes und Kafkas Liebesbriefen.

Autorenverzeichnis

Die Mitherausgeberin

Susanne Lüdemann, Prof. Dr., hat eine Professur an der Ludwig-Maximilians-Universität München, Department I - Germanistik, Komparatistik, Nordistik, Deutsch als Fremdsprache, Deutsche Philologie -, inne und ist Verfasserin /Herausgeberin verschiedener Bücher zu ihren Arbeitsschwerpunkten.

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