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Transparenz und Teilhabe

Veränderungen in der psychoanalytischen und psychodynamischen Behandlungstechnik

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 02.2017
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 195 Seiten
ISBN 9783837926033

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22,90 €


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Zu diesem Buch

Karl-Albrecht Dreyer beschreibt die Bedeutung von Transparenz und Teilhabe für den psychotherapeutischen Prozess und entfaltet den theoretischen Kontext der beiden Begriffe. Aus einer intersubjektiven Perspektive beschäftigt sich Dreyer mit der Dialektik zwischen Kontinuität und Diskontinuität im psychotherapeutischen Prozess, den wenig beachteten Phänomenen der introjektiven Identifizierung und Aspekten der intuitiv-empathischen Mitreaktion der TherapeutInnen. Zahlreiche klinische Vignetten veranschaulichen die theoretischen Überlegungen praxisnah.

»Zwar spielen Konzepte von Partizipation und Transparenz heute vor allem in intersubjektiven Konzeptionen der klinischen Psychoanalyse eine große Rolle, aber selten werden sie so explizit und differenziert ausformuliert wie in diesem Buch von Karl-Albrecht Dreyer. Dreyer gewinnt seine erhellenden Einsichten aus dem Oszillieren zwischen theoretischen Erwägungen und klinischer Anschauung, wobei Empathie, Intuition und Reverie einen besonderen Stellenwert erhalten. Den klinischen Momenten von Diskontinuität im therapeutischen Prozess gilt Dreyers besondere Aufmerksamkeit, denn in ihnen kann Neues und Unerwartetes zum Austrag kommen. Er entwickelt dabei das Konzept der introjektiven Identifizierung weiter, das eine Brückenfunktion bekommt, um komplexe unbewusste Objektbeziehungsmuster erkennen zu können. Das Buch ist das Ergebnis langer therapeutischer Erfahrung und stellt für jeden praktizierenden Psychotherapeuten und Psychoanalytiker einen Gewinn für seine Arbeit dar.« Werner Bohleber

Aus dem Inhalt

  • Teil A - Grundlagen

Einleitung zu Transparenz und Teilhabe

  • Wie ich Transparenz verstehe
  • Wie ich Teilhabe verstehe
  • Transparenz und Teilhabe im psychoanalytischen Prozess
  • Intersubjektivität, aber welche?
  • Meine Position, intersubjektiv zu denken und zu analysieren Beispiele zu »Transparenz« und »Teilhabe« in der Literatur
  • Klinische Beispiele -Schweigepflicht, Veröffentlichung von Vignetten und Fallgeschichten
  • Zur wissenschaftstheoretischen Einordnung der Psychoanalyse und der »Beweiskraft« klinischer Darstellungen

Übertragung und Agieren

  • Erstgespräch und Behandlungsvereinbarung
  • Vorgespräche
  • Vor Behandlungsbeginn: Das Gutachterverfahren
  • Der Verlauf der Behandlung und unsere Haltung
  • Der Verlauf der Behandlung und die Wahl der Frequenz
  • Der Verlauf der Behandlung: Agieren
  • Übertragung und Agieren
  • Zusammenfassung

Gegenübertragung und Gegenübertragungsenactment

  • Zur 1. Linie: Ein Beispiel Freuds
  • Zur 2. Linie: Paula Heimann in einer teuflisch-direkten Deutung
  • Zur 3. Linie: Ferenczi und die »Bewältigung der Gegenübertragung«
  • Funktionale Abstinenz
  • Transparenz und Teilhabe in Gegenübertragung und Gegenübertragungsenactments

Die schwierige Behandlung - Transparenz und Teilhabe, Setting und Frequenz

  • Zur Geschichte der niederfrequenten psychoanalytischen Psychotherapie
  • Zur Technik in den verschiedenen Frequenzbereichen
  • Der schwierige Fall: Setting, Frequenzwahl und psychoanalytischer Prozess
  • Zusammenfassung

  • Teil B - Psychoanalytische Technik

Psychoanalytische Technik I: Kontinuität und Diskontinuität

  • Zum Begriff der Diskontinuität
  • Der Gebrauch des Begriffes »Diskontinuität
  • Diskontinuität und Rhythmus
  • Kontinuität und Diskontinuität
  • Sprache und Musik
  • Kontinuität oder »Kontinuität/Diskontinuität«
  • Diskontinuität und Agieren
  • Die Diskontinuität der »nicht hoffnungsleeren Hoffnungslosigkeit« (Schneider)
  • Die große Bandbreite diskontinuierlicher Phänomene
  • Vignette: Das Schweigen, die Lücke und der Verlust
  • Die Bedeutung von Kontinuität und Diskontinuität im psychoanalytischen Prozess

Psychoanalytische Technik II: Die Prozesse in der introjektiven Identifizierung

  • Introjektive Identifizierung - ein Brückenkonzept
  • Ferenczis Auffassung zu Introjektion, Identifizierung und
    introjektiver Identifizierung
  • Klinisches Beispiel: Plötzlich passt alles zusammen!
  • Vom Alleskleber zum Dialogpartner - aus einer einstündigen Behandlung
  • Zusammenfassung

Ein Fallbericht zur Illustration und die Zusammenfassung meiner Themen

  • Einleitung
  • Der Verlauf der Behandlung - ein Anfang mit Agieren
  • Die Bearbeitung des Nichts
  • Der Abstand kehrt zurück - die negative Mutter Übertragung, eine Sequenz des Nichtverstehens
  • Zusammenfassung der Themen dieses Buches im Hinblick auf diesen Fall
  • Die Haltung von Transparenz und Teilhabe

  • Teil C - Abschluss und Resümee

Diskontinuität und introjektive Identifizierung in unserer psychoanalytischen Technik

  • Empathie, Intuition und Reverie
  • In Intuition, Empathie und Reverie containen wir
  • Unsicherheit und Vagheit
  • Introjektive Identifizierung, Empathie und Intuition
  • Was ich mit diesem Buch zum Ausdruck bringe

Über den Autor

Karl-Albrecht Dreyer, Dr. med., ist als Psychoanalytiker (DPV, DGPT) in eigener Praxis in Ulm tätig. Er ist berufspolitisch engagiert sowie Dozent und Lehranalytiker der Psychoanalytischen Arbeitsgemeinschaft Ulm. Seine wissenschaftlichen Schwerpunkte sind Frequenzfragen sowie die intersubjektive Betrachtung psychoanalytischer Interaktion.

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