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Psychoanalyse und Psychosomatik

Die leiblichen Grundlagen der Psychodynamik

Details

Verlag Kohlhammer
Auflage/ Erscheinungsjahr 13.04.2016
Format 21 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 252 Seiten
Gewicht 416
Reihe Psychoanalyse im 21. Jahrhundert
ISBN 9783170248380

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29,00 €


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Zu diesem Band

Freud und Leib liegen nah beieinander: Die Konzepte der Psychoanalyse verweisen auf die Anbindung an Leibliches und erfordern eine differenzierte Konzeption des Leib-Seele-Verhältnisses. Beginnend mit Freuds Bemerkungen zur Aktualneurose tauchen Fragestellungen der Entwicklungspsychopathologie, Psychodynamik und Behandlungstechnik auf. Zunächst werden die konzeptuellen Entwicklungen in allgemeiner Hinsicht geprüft, bevor Diagnostik, Klassifikation und spezielle Krankheitslehre behandelt werden. Der Band schließt mit Behandlungssettings, gesellschaftlichen Aspekten der Psychosomatik sowie exemplarischen Forschungsfeldern.

Inhalt des Bandes

  • Geleitwort zur Reihe - Vorwort

1 Einleitung: Freud und Leib liegen nah beieinander
2 Leiblichkeit

  • 2.1 Wer hält wen gefangen? Kurze Skizze zu Leib und Seele bei Platon und Aristoteles
  • 2.2 Körper haben und Leib sein
  • 2.3 Phänomenologische Bezüge der Psychoanalyse

3 Ätiologie und Psychodynamik psychosomatischer Erkrankungen I: Abwehrformen, Objekterfahrung und frühe Bildungsprozesse

  • 3.1 Freuds Aktualneurose
  • 3.2 Auf dem Weg zur psychoanalytischen psychosomatischen Medizin
    3.2.1 Prägenitale Konversion: F. Deutsch, S. Ferenczi
    3.2.2 Organneurose und Affektäquivalent: O. Fenichel
    3.2.3 Entwicklungspsychopathologische Skizzen: J. Ruesch, M. Sperling, H. Deutsch
    3.2.4 Die »Heiligen Sieben« und die Theorie der Konfliktspezifität: F. Alexander
  • 3.3 Abwehrfiguren und Reifegrade
    3.3.1 De- und Resomatisierung: M. Schur
    3.3.2 Zweiphasige Verdrängung: A. Mitscherlich
    3.3.3 Hilf- und Hoffnungslosigkeit und »Schlüsselperson«: G. Engel und A. Schmale
  • 3.4 Operatives Denken und Alexithymie
    3.4.1 Die Pariser Schule der Psychosomatik: P. Marty, M. de M’Uzan, M. Fain
    3.4.2 Das Alexithymiekonzept: J. Nemiah und P. Sifneos
    3.4.2.1 Kritik und zeitgenössische Konzeption
  • 3.5 Strukturen des Objekterlebens
    3.5.1 Körper und Organ im Verhältnis zur Objekterfahrung: D. Eicke, P. Kutter, R. Plassmann, M. Hirsch
  • 3.6 Mechanismen früher psychischer Bildungsprozesse
    3.6.1 Umgekehrte Alpha-Funktion und bizarre Körperobjekte: W. Bion
    3.6.2 Organ-Objekt-Einheiten: J. Kestenberg
    3.6.3 Zone-Objekt-Komplemente und Originärprozess: P. Aulagnier
    3.6.4 Der Ansatz J. McDougalls als Verknüpfung verschiedener Untersuchungsstränge

4 Ätiologie und Psychodynamik psychosomatischer Erkrankungen II: Symbolisierung und Repräsentation

  • 4.1 Affekt, Symbol und Sprache in pathopsychosomatogenen Sozialisationsprozessen: S. Zepf
  • 4.2 Multiple Codes und die Verbindung zur Kognitionswissenschaft: W. Bucci
    4.2.1 Diskonnexion bei L. Solano
    4.2.2 Embodimentforschung
  • 4.3 Die Pariser Schule heute: C. Smadja, M. Aisenstein
  • 4.4 Die »italienische Schule« der Psychosomatik
    4.4.1 Psychische Basisorganisation: E. Gaddini
    4.4.2 Objekteklipse und Zweifaltigkeit: A. B. Ferrari
    4.4.3 Der Leib als Organisator des Psychischen: R. Lombardi
  • 4.5 Die Arbeit des Negativen in der psychosomatischen Erkrankung
    4.5.1 Negative Kommunikation: J. Küchenhoff
    4.5.2 Verneinungsunmöglichkeiten: T. Storck
  • 4.6 Encore en corps: Der struktural-psychoanalytische Ansatz in der Psychosomatik

5 Diagnostik, Klassifikation und spezielle Psychodynamik

  • 5.1 Psychoanalytisch-psychosomatische Diagnostik
    5.1.1 Übertragung und Gegenübertragung und psychosomatische Diagnostik
    5.1.2 Diagnostische Instrumente
    5.1.2.1 Fragebögen und Interviews
    5.1.2.2 Körperbild-Diagnostik
    5.1.2.3 Alexithymie-Diagnostik
  • 5.2 Klassifikation und differenzielle Krankheitslehre
    5.2.1 ICD-10 und DSM-5
    5.2.2 Psychodynamik spezieller Störungsbilder
    5.2.2.1 Hypochondrie
    5.2.2.2 Somatisierungsstörung und somatoforme Funktionsstörungen
    5.2.2.3 Somatoforme Schmerzstörung
    5.2.2.4 Psychosomatosen
    5.2.2.5 Anpassungs- und Belastungsstörungen als somatopsychische Erkrankungen
    5.2.2.6 Zur Bedeutung von Angst- und Paniksymptomen

6 Behandlung und Behandlungssettings

  • 6.1 Ambulante Behandlung in psychoanalytischen Verfahren
  • 6.2 Stationäre Psychotherapie
    6.2.1 Die Besonderheiten des tagesklinischen Settings

7 Psychosomatik und Gesellschaft

  • 7.1 Sozialisationsbedingungen auf mikro- und makrosozialer Ebene
  • 7.2 Geschlechtsspezifische Aspekte der Psychosomatik
  • 7.3 Die Kultur der Psychosomatischen Medizin und Psychotherapie

8 Forschung

  • 8.1 Alexithymieforschung
  • 8.2 Elemente stationär-psychosomatischer Psychotherapie
  • 9 Fazit: Psychoanalyse als Leibesertüchtigung

Literatur / Sachregister

Der Autor

Timo Storck, Prof. Dr., Dipl.-Psych., ist psychologischer Psychotherapeut (AP/TP) und Professor für Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin. Ferner arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Klinik für Psychoanalyse und Psychotherapie der Medizinischen Universität Wien. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören psychoanalytische Methodologie (besonders psychoanalytische Hermeneutik), künstlerische und ästhetische Prozesse, Symbolisierungstheorie und psychosomatische Erkrankungen.

Stand: Oktober 2015

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