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Neue Wege zum Verständnis der Jugend

Psychoanalytische Vorlesungen für Eltern, Lehrer, Erzieher, Schulärzte, Kindergärtnerinnen und Fürsorgerinnen

Details

Verlag Wien /F. Deuticke
Auflage/ Erscheinungsjahr 1924, EA
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Priv. HlbLd. mit goldgeprägter Rückenbeschriftung
Seiten/ Spieldauer 179 Seiten, Gr.-8°
ISBN 00AQ-01-3-034

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Grinstein 27156

Zu diesem Buch

Erste Ausgabe.- Letzte Veröffentlichung der Autorin, die als erste Frau Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung geworden war. Sie starb noch im selben Jahr nach einem Mordanschlag ihres Neffen, der sich als Opfer der Psychoanalyse sah.

Aus dem Inhalt

  1. Erziehungsziele und -wege
  2. Frühe Enttäuschungen
  3. Vom Unbewußten
  4. Der Sexualtrieb
  5. Die kindliche Sexualforschung
  6. Erziehungsschwierigkeiten in Familie und Schule .
  7. Die kindliche Angst
  8. Phantasien der Kinder und Jugendlichen. . . .
  9. Das Kinderspiel
  10. Vom Traum 
  11. Seelische Gesundheit 
  12. Psychoanalytische Erziehungsberatung

Über die Autorin

Ausbildung: Nach Privatunterricht durch die Mutter besuchte H.-H. 1882-1886 ein Lyzeum, danach Lehrerinnenausbildung, ab 1897 Philosophiestudium an der Universität Wien, Promotion 1908 mit der Arbeit ´Untersuchungen über die physikalischen und chemischen Eigenschaften der radioaktiven Niederschläge an der Anode und Kathode`.

Laufbahn: Nach der Lehrerinnenausbildung bis 1910 Unterricht an einer städtischen Volksschule; ab 1906 Mitglied der Wiener ´Mittwoch-Gesellschaft`im Haus Freud; Analyse bei Isidor Sadger. Die therapeutische Analyse setzte sich in Form dauerhafter Beratung, psychoanalytischer Begleitung sowie einer persönlichen Freundschaft zwischen Sadger und H.-H. fort. 1910 Pensionierung vom Lehrerinnen-Beruf, ab 1911 kinderanalytische Publikationen. Ab 1913 Mitglied der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung (WPV); ab 1919 Arbeit in der heilpädagogischen Abteilung der Wiener Kinderklinik; 1923 Leitung der Erziehungsberatungsstelle des Psychoanalytischen Ambulatoriums.
Redakteurin einer Kolumne der Zeitschrift "Imago", ständige Mitarbeiterin der "Internationalen Zeitschrift für ärztliche Psychoanalyse". 1924 wurde Hug-Hellmuth durch ihren Neffen ermordet.

Wirkungsbereiche: Bekannt wurde H.-H. mit der Publikation ´Tagebuch eines halbwüchsigen Mädchens von 11-14,5 Jahren`, das 1919 anonym in erster Auflage, 1921 in dritter Auflage, jetzt als „herausgegeben von Hermine Hug-Hellmuth“ erschien. Das „Tagebuch“ wurde von Sigmund Freud enthusiastisch eingeführt. Es erreichte eine Gesamtauflage von 10.000 Exemplaren. Das Erscheinen des Tagebuchs löste heftige Kontroversen aus: von den einen wurde es als literarische und psychologische Neuigkeit hochgelobt, von den anderen als Mystifikation und Fälschung abgelehnt. Die Diskussion um die Authentizität und Autorschaft des Tagebuchs wurde bis nach dem Tod von H.-H. geführt.

In einer Zeit wachsenden Interesses für Originaltexte - insbesondere Briefe und Tagebücher - sowie deren wissenschaftlicher Analyse wurde mit unterschiedlichen Methoden nachgewiesen, daß das Tagebuch überarbeitet und die ursprünglichen Tagebuchnotizen von H.-H. selbst stammten. Charlotte Bühler, die mit ihrem Mann Karl Bühler zu den Hauptbegründern der modernen Entwicklungspsychologie gehört, beschäftigte sich selbst intensiv mit der Tagebuchforschung und stellte die Echtheit ebenfalls in Frage. Auf Anregung von Charlotte Bühler entstand am Psychologischen Institut die Arbeit „Die Sprache des Jugendlichen im Tagebuch“, eine sprachtheoretische Untersuchung von Hedwig Fuchs, welche ebenfalls zu der Erkenntnis gelangt war, dass es sich bei dem Tagebuch um eine Fälschung handelte. Freud ließ das „Tagebuch“ 1927 aus dem Buchhandel zurückziehen.

Zum Erhaltungszustand

Unser Exemplar in altersentsprechend gutem, Zustand, mit recht geringen Gebrauchsspuren und ohne jeden Eintrag, Stempel oder eine Anstreichung. - Selten.

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