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Krieg, Trauma, Politik

Gewalt und Generation: Die unbewusste Dynamik

Details

Verlag Brandes & Apsel
Auflage/ Erscheinungsjahr 1. Aufl.; 20.04.2017
Format 23,5 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 232 Seiten
ISBN 9783860997703

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29,90 €


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Zu diesem Buch

Das Autor untersucht die naturwüchsig erscheinenden Zusammenhänge von Krieg, Trauma und Politik aus psychoanalytischer Perspektive.

Denn, so Wolf, werden wir seit dem Ende des Kalten Krieges und dem Übergang zu vermehrten »clashes of civilizations« in einer multipolaren Welt werden zunehmend spürbarer und dringlicher mit Gewalt und Krieg und deren Auswirkungen immer direkter und unmittelbarer konfrontiert, also auch involviert.

Der Autor unternimmt es, unbewusste historische Zusammenhänge mit analytischer Schärfe zu benennen und ihre aktuelle politische Handlungsrelevanz darzulegen. Dies geschieht, indem Wolf aktuelle zeitgeschichtliche Ereignisse auf ihre kulturellen, politischen und psychodynamischen Zusammenhänge hin analysiert. Diese Analysen sstellen den Ausgangspunkt für eine weitere Entfaltung psychoanalytischer, sozialpsychologische und sozialwissenschaftlicher Erkenntnisse.

Die Art der Darstellung unterscheidet sich durch die vielen beispielhaften Fälle angenehm von der eines Lehrbuchs, auch wenn die Inhalte durchaus exemplarisch zu verstehen sind.

Leserinnen und Leser, die in Forschung, Lehre, pädagogischer, seelsorgerischer und psychotherapeutischer Praxis tätig sind und ein vertieftes Verständnis von Krieg und Traumatisierung suchen, werden von Wolfs Erkenntnissen profitieren, ebenso diejenigen, die sich für die Psychologie und Sozialpsychologie von Krieg und Terrorismus interessieren.

Aus dem Inhalt

  • Vorwort: Krieg, Trauma, Terror, Psychoanalytikerinnen und Psychoanalytiker
  • Überblick
  • Einleitung: Krieg, Trauma, Politik - und Psychoanalyse?
  1. Jetzt müssen die Waffen sprechen.  Krieg als psychopathische Kommunikation und Ende der Politik
  2. Traumatisierung durch Krieg und Verfolgung als persönliches und soziales Erbe
  3. Etwas fehlt. Die Verleugnung des kollektiven Traumas durch Ausblendung
  4. Terrorismus als Angriff auf die Kultur. Zur Bedeutung des 11. September 2001
  5. Religion, Kultur, kollektive Traumata und Regressionen
  6. Zur Struktur, Funktion und Dynamik von politischer Führung als Container
  7. Profiling Political Leaders. Silvio Berlusconi, Verführer und Geschäftsmann
  8. Der traumatisierte Ödipus. Zum Verhältnis von Trauma und Trieb
    in Ödipuskomplex und Ödipusmythos
  • Ausblick: Sind wir im Krieg?

Über den Autor

Michael Wolf, geb. 1947, Studium in Frankfurt und Berlin. 1989 Privatdozent für Soziologie, FU Berlin. 1993-2013 Professor für Psychologie in Fulda. Forschung am Berliner Institut für angewandte Sozialwissenschaften. Seit 1993 in eigener Praxis als Psychoanalytiker. Dozent und Lehrtherapeut in Deutschland und China. Veröffentlichungen über Gesundheitsverhalten und Krankheitsgewinn, qualitative, insbesondere psychoanalytisch fundierte Sozialforschung, politische Psychologie, insbesondere Krieg und Terror, sowie zum Zusammenhang von psychischen Störungen und sozialen Veränderungen.

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