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Geschichte der Sexualwissenschaft

Details

Verlag Campus
Auflage/ Erscheinungsjahr 13.05.2008
Format 22,8 × 15,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 720 Seiten
Abbildungen 210 Abb.
Gewicht 1247
ISBN 9783593385754

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Zu diesem Buch

Die Geschichte der Sexualwissenschaft beginnt vor rund 150 Jahren mit dem Italiener Mantegazza, der über die Physiologie der Liebe schrieb. Der Arzt Magnus Hirschfeld, der 1919 das Berliner Institut für Sexualwissenschaft gründete, forschte dort zu Themen der geschlechtlichen Identität und insbesondere der Homosexualität; die Frauenrechtlerin Helene Stöcker engagierte sich für »Freie Liebe«, Sigmund Freud entwickelte die Triebtheorie. Sie alle wurden 1933 mundtot gemacht. Erstmals erzählt Volkmar Sigusch, einer der angesehensten Sexualforscher der Gegenwart, wie seitdem dem Sexuelle zu mehr Sprache verholfen werden konnte und wie dies in die gesellschaftlichen Prozesse hineinwirkt(e).

»Am Beginn, zwischen 1850 und 1870, stellten zwei Gelehrte die Weichen in Richtung auf eine Wissenschaft von der Wonne und von der Liebe, die merkwürdigerweise trotz ihres umfangreichen Werkes bis heute nicht als Pioniere der Sexualwissenschaft gewürdigt worden sind: der katholische Norditaliener Paolo Mantegazza und der protestantische Norddeutsche Karl Heinrich Ulrichs.

Diese Pioniere der Pioniere könnten unterschiedlicher nicht sein. Mantegazza, Arzt, Anthropologe und Schriftsteller, liebte die Frauen, vor allem seine Mutter, wie sonst nichts auf der Welt, forschte in fremden Ländern, wurde Universitätsprofessor und starb hoch geehrt als Senator des Königreichs Italien. Ulrichs, Jurist, Latinist und Schriftsteller, liebte die Männer, vor allem junge Soldaten, heiß und innig, war überzeugt, eine weibliche Seele in einem männlichen Körper zu haben, kämpfte mit zahllosen Pamphleten gegen die Verachtung der mannmännlichen Liebe, könnte wegen seines Mutes als der erste Schwule der Weltgeschichte bezeichnet werden und starb nach Verfolgungen mutterseelenallein in den italienischen Abbruzzen. (...)« (aus dem Vorwort)

Über den Autor

Volkmar Sigusch, Arzt und Soziologe, zählt zu den bekanntesten Sexualwissenschaftler der Gegenwart. 1972 wurde er auf den neu eingerichteten Frankfurter Lehrstuhl für Sexualwissenschaft berufen und gründete das gleichnamige Institut. Er ist Autor zahlreicher Publikationen. Bei Campus erschienen von ihm zuletzt »Neosexualitäten« sowie »Freud und das Sexuelle« (mit Ilka Quindeau).

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