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Geniessen: Eine Ausschweifung

Details

Verlag Hoffmann und Campe
Auflage/ Erscheinungsjahr 2001, EA
Format 22,9 × 12,9 × 2,4 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Leinwand mit Titelprägung
Seiten/ Spieldauer 240 Seiten, mit Lesebändchen
ISBN 9783455112788

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»Digressionen sind unbestreitbar der Sonnenschein, sie sind das Leben, die Seele der Lektüre. Nehmen Sie sie zum Beispiel aus diesem Buch heraus, so können Sie gleich das ganze Buch mitnehmen.«

Laurence Sterne, aus ´Tristram Shandy`

Zu diesem Buch

Augenweiden, Ohrenschmaus und Gaumenkitzel, körperliche Lust und geistige Höhenflüge, gemeinsame und stille Freude – genau: Es geht ums Savoir-vivre, um die Kunst, das Leben zu feiern. Der Leser reist mit dem Autor nach Japan, Jamaika und in viele andere Länder, entdeckt mit ihm die – zuweilen seltsamen – Genussrituale anderer Kulturen.

Er erfährt viel Wissenswertes über kulinarische Erotik und Diätterror, die Geschichte der Grande Cuisine und das Schlaraffenland, über Weinbau und die vielen psychologischen Nuancen des Genusses. Die zehn goldenen Regeln des Genießens runden dieses ebenso verspielte wie sublime Buch ab.

Inhalt

VORWORT - DIE VORLUST - DIE HINGABE - DIE SINNE - DIE ANDEREN - DAS KÜNSTLICHE - DIE MORAL - DIE HEITERKEIT - DAS FINALE - GLOSSAR - LITERATUR - REGISTER

Aus dem Vorwort

"Gibt es auch ein Kapitel über Sex? Nein, gibt es nicht. Aber Sex kommt vor in diesem Buch. Und Kochrezepte? Ja, etliche.

Damit sind die Hauptfragen geklärt. Nun zum Zweck des Buches. Er heißt: LEBENSKUNST. In den folgenden Kapiteln wird das Genießen beschrieben - mit seinen Mitteln und Tricks, Farben und Formen, Hintergründen und Abgründen. Das Genießen ist ein faszinierendes Phänomen. Es ist körperlich und seelisch, privat und öffentlich, geformt und zerfließend, gemessen und ohne Maß. Eine besonders intensive Beziehung zur Welt. Der Höhenflug des lustvollen Lebensverbrauchs. In den kostbarsten Genussmomenten seufzen, stöhnen oder schreien wir, oder wir lächeln selig in uns hinein.

Dieses Buch enthält vielerlei ABSCHWEIFUNGEN, DIGRESSIONEN. Das ist ganz natürlich, denn Ge-nuss will nicht nur ausschweifend, er will auch abschweifend sein: Genuss weckt die Lebensgeister, ruft die Fantasie wach, holt die Erinnerung zurück, und schon werden beim Wein die Geschichten erzählt, im Bett die Erfahrungen ausgetauscht, beim Wandern durch die Natur Vergleiche angestellt. Wussten Sie, dass Wandern die Potenz erhält? Urologen wollen das herausgefunden haben. Das Prinzip dieses Buches ist die Abschweifung, es kommt wie ein Tischgespräch vom Hundertsten ins Tausendste, aber auch wieder zurück zum Hundertsten und von da schließlich zu den zehn goldenen Regeln des Genießens, die im letzten Kapitel vorgestellt werden. Das Ganze ist als Menü aufgebaut.

Das erste Kapitel verstehen Sie bitte als APERITIF. ES handelt auch vom Aperitif und stellt Ihnen das Prinzip des Abschweifens vor, indem es praktisch nur aus Abschweifungen besteht. Sie streifen unterschiedliche Gebiete - vom Champagner bis zur Physik, von der Auster bis zur Philosophie. Das zweite Kapitel beschreibt die Seele des Genusses: DIE HINGABE. Wir kochen und dekantieren, außerdem enthält das Kapitel einige scharfe Passagen.

Dann werden die FÜNF SINNE untersucht. Oder sind es mehr? Wir befragen Biologie und Kulturgeschichte, Hirn- und Verhaltensforschung. Der unheimliche Innensinn wird vorgestellt, das subversive Tasten, soziale Riechen, simultane Hören, das edle Sehen.

DIE GENIESSER ALS GESELLSCHAFT sind das Thema des anschließenden Kapitels: Genuss sorgt für Ordnung und Unordnung, Gemeinsamkeit und Abgrenzung. Chinesische Kaiser, französische Könige tauchen auf, wir streifen so disparate Themen wie die kulinarische Erotik und die Geschichte der Grande Cuisine. In Gesellschaft bringt der Mensch das Künstliche zustande: Ein Kapitel, in dem DAS KÜNSTLICHE gelobt wird, schließt sich an. Wir reisen zu Weinbergen und Thermalbädern, bereiten diese und jene Speise zu und wundern uns über Salvador Dalis »Hummertelefon«.

Danach ein Kapitel voller FRAGEN: Dürfen wir Gänsestopfleber essen? Wie findet Genuss das rechte Maß, und was soll das überhaupt sein? Sind wir auf der Welt, um Spaß zu haben? Der Rausch - ist er etwas Böses, etwas Gutes? Wem nützt das maßlose Maßhalten? Zwei verfemte Denker des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts werden rehabilitiert: La Mettrie und Stirner. (...)"

DIE ZEHN GOLDENEN REGELN DES GENIESSENS, mit denen das Buch schließt:

  • 1. Übe Dich im Genuss.
  • 2. Gib Dich hin, und du wirst beschenkt.
  • 3. Lasse alle Sinne frei.
  • 4. Spiele mit dem Maß.
  • 5. Finde den Rhythmus.
  • 6. Verbrauche die Zeit, und sie bleibt stehen.
  • 7. Inszeniere die Gemeinschaft, fühle Dein Ich.
  • 8. Gehe liebevoll mit Menschen und Dingen um.
  • 9. Fürchte Dich nicht vor der Lust.
  • 10. Werde Dein Kunstwerk.

Der Autor

Gero von Randow war stellvertretender Ressortleiter Politik bei der Wochenzeitung "Die Zeit" und ist jetzt Chef des Wissenschaftsresorts der Sonntagszeitung der F.A.Z. Er ist Autor zahlreicher Sachbücher und war Mitglied der Hautpjury des Deutschen Studienpreises.

Zum Erhaltungszustand

Im Fachantiquariat der SFB die schön gestaltete Erstausgabe in einigen wohlerhaltenen Exemplaren mit jeweils nur geringen Gebrauchsspuren; innen frisch und ohne Anmerkungen, Anstreichungen, Stempel o. ä.

Rezensionen

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