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Die Radikalität des Alters

Einsichten einer Psychoanalytikerin. - Mit einem Vowort von Alice Schwarzer

Details

Verlag FISCHER Taschenbuch
Auflage/ Erscheinungsjahr 4. Aufl. 2016
Format 19 × 12,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 272 Seiten
Gewicht 207
Reihe Allgemeines Sachbuch, Band 18956
ISBN 9783596189564

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Zu diesem Buch

Mit über neunzig Jahren wendet sich Margarete Mitscherlich mit großer Entschiedenheit nochmals den Arbeitsthemen ihres Lebens zu: Dem Vergessen und Verdrängen und der verbreiteten Unfähigkeit der Deutschen zu Trauer und Neubeginn; der Emanzipation im weitesten Sinne im Sinne der Befreiung von Denkeinschränkungen, Vorurteilen, Ideologien, den Fragen der Geschlechterrollen, den männlichen und weiblichen Werten.

Zugleich reflektiert Margarete Mitscherlich das Älter- und Altwerden und beschreibt mit großer Offenheit, wie es ihre Sicht auf die Dinge prägt. In einem sehr persönlichen Stück beschreibt sie schließlich mit dem geschulten Blick der Psychoanalytikerin ihr Leben und Lebenswerk. Ein beeindruckendes Zeugnis er- und gelebten Lebens.

Inhalt

Vorwort von Alice Schwarzer: Auf den Spuren des eigenen Lebens

I. Herkommen

  • Mein Leben und meine Zeit

II. Wofür und wogegen sich lohnte zu kämpfen

  • Erinnern, Wiederholen, Durcharbeiten:
  • Medizin und Antisemitismus
  • Erinnern, Vergessen und Verdrängen
  • Androgynie, Gynandrie oder was sonst?
  • Liebe, Sex und Psychotherapie
  • Das Ende der Friedfertigkeit? Nachdenken über männliche und weibliche Werte
  • Angst vor Emanzipation
  • Der Frieden beginnt in der Familie

III. Alter und Tod

  • Lebenswerk und Lebenssinn
  • Kindertotenlieder von Gustav Mahler
  • Die Radikalität des Alters: Starrsinn oder Furchtlosigkeit?
  • Margarete Mitscherlich und Alice Schwarzer: Ein Gespräch
  • Anmerkungen
  • Nachweise

Stimmen zu diesem Buch

"Sie ist eine sanfte Radikale. Ihre Radikalität liegt in der unbeirrbaren Beharrlichkeit, mit der sie immer wieder zu ihren grossen Themen zurückkehrt: Emanzipation und Trauer."

Andrea Roedig, in: Neue Zürcher Zeitung NZZ, 4.10.2010

"Das berührende Resümee eines Lebens, in dem das Denken stets eng mit der eigenen Biographie verwoben war."

Ina Hartwig, in: Süddeutsche Zeitung SZ, 5.10.2010

Die Autorin

Margarete Mitscherlich-Nielsen, geb. 1917 in Dänemark, war Psychoanalytikerin, Medizinerin und Autorin zahlreicher Bücher. Die Tochter eines dänischen Arztes und einer deutschen Lehrerin studierte Medizin und Literatur in München und Heidelberg und wurde 1950 in Tübingen zum Dr. med. promoviert. 1947 traf sie in der Schweiz den Arzt und Psychoanalytiker Alexander Mitscherlich (1908-1982), den sie 1955 heiratete. Gemeinsam bemühten sie sich nach dem Krieg um die Wiederbelebung der Psychoanalyse in Deutschland. 1960 war sie Mitbegründerin des Sigmund-Freud-Instituts in Frankfurt, wo sie fortan vorrangig arbeitete, und fungierte viele Jahre als Herausgeberin der Zeitschrift ›Psyche‹. Gemeinsam mit ihrem Mann veröffentlichte Margarete Mitscherlich 1967 das bahnbrechende Buch ›Die Unfähigkeit zu trauern‹. Es folgten u.a. ›Die friedfertige Frau‹ (1985), ›Die Zukunft ist weiblich‹ (1987) und ›Über die Mühsal der Emanzipation‹ (1990). Margarete Mitscherlich ist 2012 in Frankfurt am Main verstorben. (Quelle: Verlag)

Rezensionen

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