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Das Flimmern des Herzens

Auf der Suche nach der verlorenen Zeit - in der Urfassung

Details

Verlag AB - Die Andere Bibliothek
Auflage/ Erscheinungsjahr 20.11.2017
Format 13,9 × 5 × 22,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 732 Seiten
Gewicht 1075
ISBN 9783847703952

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42,00 €


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Aus den französischen Druckbogen erstmals übersetzt, mit einem Anhang und einem Vorwort versehen von Stefan Zweifel. Mit einer Reproduktion der originalen Korrekturfahnen als Beilage. Exotisch anmutender Bezug in Pythonschlangenhaut, Prägung, Fadenheftung, Lesebändchen. Durchgehend dreifarbig gedruckt. Buchgestaltung: Jonas Vogler.

Zu dieser Edition

Anfang April 1913 erhielt Proust die ersten Druckbogen seines monumentalen Romans, der damals noch den Titel trug: »Flimmern des Herzens« (»Les Intermittences du Coeur«). Drei Verlage hatten das Buch abgelehnt – bis Bernard Grasset es schließlich in seinem noch unbekannten Verlag veröffentlichen wollte.

Die Genfer Stiftung Bodmeriana beherbergt mit den Korrekturbögen der ersten Fassung eines der großen Rätsel der Literaturgeschichte: Statt bloß letzte Anpassungen vorzunehmen und Fehler zu beseitigen, entwarf Proust mitten auf den Druckfahnen handschriftlich ein neues Buch.

Aus der »Verlorenen Zeit« wurde Auf der Seite von Swann, aus dem »Flimmern des Herzens« die Suche nach der verlorenen Zeit – nun kann man die verschollene Version zum ersten Mal in deutscher Übersetzung lesen und die Verwandlung in das Jahrhundertwerk Seite für Seite mitverfolgen.

Die vorliegende Neuübersetzung des mehrfach ausgezeichneten Übersetzers Stefan Zweifel stellt die beiden Versionen des Romans gegenüber: Die Druckfahnen von 1913 und die endgültige Fassung unter dem Titel: Auf der Suche nach der verlorenen Zeit. Damals entwickelte Proust seine literarische Methode, sein Buch auf Grundlage der Druckfahnen ganz neu zu komponieren. Der vorliegende Band präsentiert auf spektakuläre Weise die Keimzelle seines Denkens und Schreibens: Das mit Lindenblütentee getränkte Gebäck Madeleine, aus der seine Kindheitserinnerungen aufsteigen, die sadistischen Rituale von Mlle de Vinteuil, die mit ihrer Geliebten das Porträt ihres toten Vaters entweiht, das endlose Ringen um einen Gutenachtkuss von Maman, die erste Liebe zu einem Mädchen zwischen Weißdornhecken und die an Claude Monet geschulte Beschreibung der Flusslandschaft von Combray.

Stimmen zu diesem Buchprojekt

"Zu verdanken ist der faszinierende Blick in die Werkstatt des Marcel Proust vor allem dem Schweizer Stefan Zweifel. Er hat nicht nur die frühe Version des Jahrhundertromans mit allen Varianten, auch den Passagen, die verworfen wurden, aus den französischen Druckbögen übersetzt (und im Vorwort sowie im Anhang kommentiert), sondern stellt im Paralleldruck auch das publizierte Eröffnungsbuch der riesigen Erzählung in eigener Übersetzung vor (...). Der Verlag, der sich der kühnen Herausforderung stellte, spricht mit Recht von höchster Satzkunst und der aufwendigsten Publikation seiner Geschichte. Sie ist ein editorisches Meisterstück, erfreulicherweise auch eine bibliophile Kostbarkeit geworden und dürfte zu den schönsten Büchern des Jahres 2017 gehören, bestechend realisiert vom Buchgestalter Jonas Vogler."

Klaus Bellin,in:  neues deutschland, 11.01.2017

"Dank der Bienenarbeit des Literaturkritikers Stefan Zweifel und eines verlegerischen Großaufwands in der „Anderen Bibliothek“ liegt der „Combray“-Teil nun, minutiös aus den Korrekturfahnen übersetzt, auch auf Deutsch vor. (…) Das im Band dankenswerterweise mitgelieferte Faksimile der ersten Fahne lässt uns das Satzgestöber auch visuell miterleben."

Joseph Hanimann, in: Süddeutsche Zeitung, 17.01.2018

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