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Angst - Einbildungskraft - Sprache

Ein verbindender Aufriss zwischen Freud, Kant und Lacan

Details

Verlag Boer, K
Auflage/ Erscheinungsjahr 2014
Format 21,5 × 13,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 356 Seiten
Gewicht 570
ISBN 9783924963293

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Zu diesem Buch

Es stellt sich die Frage, ob es so etwas wie einen in Gestalt von Aussagen, Operationen oder Vorschriften beschreibbaren Kern gibt, der ein Minimum an Identität einer Lehre, einer Theorie oder einer Therapie darzustellen vermag. Denn mehr noch als irgendeine Aussage scheint für die Psychoanalyse der Rückbezug auf den Namen dessen, der das Opfer seines Namens bringen wollte, um ein Überleben der Psychoanalyse zu gewährleisten, unverzichtbar zu sein. Gerade dieser Tatbestand macht eine Untersuchung des wissenschaftlichen Anspruchs der Psychoanalyse unumgänglich und dringend. Es gilt, die Psychoanalyse von dem Verdacht zu befreien, das Überleben dieser starken Stellung des Gründers sei Ausdruck einer irrationalen Verehrung und eines sektenhaften Verhaltens.

Der französische Psychoanalytiker Lacan hat mit seinen Ausarbeitungen zum Namen-des-Vaters und zum Begehren des Analytikers unverzichtbare Marken gesetzt für eine Diskussion dieser Frage, die sich fernhält von den Seichtigkeiten eines biographischen Reduktionismus, wie er rund um die Psychoanalyse epidemisch grassiert. In diesem Zusammenhang hat Lacan auch die Frage nach dem Verhältnis von Wissenschaft und Psychoanalyse radikal anders gestellt: nicht als einen Anspruch, den die Psychoanalyse nach außen hin als etwas Substantielles auszuweisen hat, sondern als einen Bezug, in den die Psychoanalyse immer schon gesetzt ist, als daß sie im neuzeitlichen Subjekt, dessen Grundkonstellation Descartes im 17. Jahrhundert mit dem Satz des Cogito formulierte, ihr Korrelat hat.

Aus dem Inhalt

Kapitel I: Aphasie und Angst - die Frühgeschichte der Psychoanalyse | Die Symptome der Angst – Freuds frühe Angsttheorie | Freuds »kritische Studie«: »Zur Auffassung der Aphasien« | Anatomie und Pathologie von Wort und Bedeutung.

Kapitel II: Zeit, Selbst und Ich – Kants Transzendentalphilosophie | Kant, Freud, Lacan | »facultas signatrix« und »Schematismus der Einbildungskraft« | Raum und Zeit und Gott – Kants Transzendentale Ästhetik | Selbstbewußtsein und Objektivität | Die Transzendentale Deduktion der reinen Verstandesbegriffe | Die »transzendentale Einheit der Apperzeption« | Kants »Ich denke« und sein Bezug auf das Cartesische Cogito | Die Grundhandlung der »Sukzession« – Zeit als Zeitbestimmung | Die Einheit des Objekts – ein Spiegelspiel | Die rhetorische Struktur des »Ich denke« | Metonymische Voraussetzungen | Das Ich als Metapher seiner selbst | Struktur der Vorstellung | Eine Deduktion des Selbst | Identität nach Kant und Identifikation nach Lacan | Subjekt und Gewißheit | Einbildungskraft und Phantasma – ein Übergang.

Kapitel III: Die Angst | Heidegger – die Angst des »solus ipse« | Freud – die Angst und das Ich | Lacan – Angst und Begehren | Kant – das Erhabene, die Angst und die Achtung.

Kapitel IV: Vom transzendentalen Schematismus zum Ding | Die transzendentale Apperzeption als Hemmungsvermögen | Der transzendentale Schematismus und die Signatur der Einbildungskraft | Der Borromäische Knoten und das Phantasma | Die Beharrlichkeit, der Schnitt und der Knoten der Zeit | Der transzendentale Schematismus und das »psychologische Schema der Wortvorstellung« | Von der »Sprache-als-System« zur unendlichen Semiose | Das Ding | Epilog | Literatur.

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