Details
| Autor | Freud, Sigmund |
|---|---|
| Verlag | Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig /Wien /Zürich |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 11. Aufl., 1929 (22.-27. Tausend) |
| Format | 19,8 × 15,4 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | OLn. mit SU |
| Seiten/ Spieldauer | 312 [1] Seiten |
| Reihe | Kleinoktav Ausgabe |
| SFB Artikelnummer (SFB_ID) | SFB-001471_AQ |
Zu dieser Ausgabe
"Zur Psychopathologie des Alltagslebens", auch bekannt als "Psychopathologie des Alltagslebens", ist ein wegweisendes Werk von Sigmund Freud, das sich mit den alltäglichen Fehlleistungen des Gedächtnisses, der Handlung und des Sprechens befasst. Freud untersucht scheinbar banale Fehler wie Vergessen, Versprecher und Verlesen und interpretiert diese als Schlüssel zur unbewussten Psyche.
Freuds wohl populärstes Buch über die unbewußten Hintergründe von Fehlleistungen u.a. hier in einer frühen Originalausgabe und MIT dem seltenen Schutzumschlag.
Freuds Arbeit erschien zuerst 1901 in der Monatsschrift für Psychiatrie und Neurologie, die Buchausgabe kam 1904 in den Handel. Der Untertitel lautet in den ersten Auflagen Über Vergessen, Versprechen, Vergreifen, Aberglaube und Irrtum, in späteren Auflagen findet man auch „Aberglauben“ statt „Aberglaube“. - Freud führt in seiner Studie seine Theorie aus, wonach ein Großteil alltäglicher Fehlleistungen, wie das Versprechen, Vergessen, Verschreiben, Vergreifen, Verlegen von Gegenständen und anderen Fehlhandlungen und Irrtümern Ausdruck unbewusster Absichten ist. Es handelt sich also nur auf den ersten Blick um zufällige oder sinnlose Fehlleistungen bzw. Versehen, tatsächlich aber um sinnvolle Mechanismen des Unbewussten.
Die Psychopathologie des Alltagslebens ist weniger eine Entdeckung Freuds als die Anwendung der Methode der Psychoanalyse auf ein bekanntes Phänomen. So konnte Freud unter anderem auf reichhaltiges Material in der Literatur zurückgreifen. Beispielsweise will in Fontanes L’Adultera eine junge Frau ihrem Ehemann einen Ball zuwerfen, wirft ihn aber „versehentlich“ einem danebenstehenden jungen Mann zu, den sie – noch unbewusst – erwählt hat und der später ihr Liebhaber wird. Zur psychologischen Bedeutung von Versprechern führt Freud Stellen in den Werken Shakespeares und Schillers an, stützt sich aber vor allem auf die Sammlung von Versprechern des österreichischen Sprachwissenschaftlers Rudolf Meringer, die wenige Jahre vorher erschienen war. Ebenso werden von alters her dem Vergessen oder falschem Erinnern von Namen und Sachverhalten nachvollziehbare Motive unterstellt.
Das Buch gilt bis in die Gegenwart als ein Grundlagenwerk der Psychoanalyse. Die durch Versprecher geleistete Offenbarung von Affekten, die man eigentlich verschweigen will, die sich aber häufig auf komische Weise Bahn brechen, nennt man Freudscher Versprecher. Mit psychoanalytischer Methodik deckt Freud auch weniger offensichtliche psychische Motive von Fehlleistungen auf. Dabei kommt er bei der Analyse von Unfällen teilweise zu dem Ergebnis, es handle sich um unbewusst angestrebte Selbstbeschädigungen. (Quelle: Gekürzt aus Wikipedia)
Zum Erhaltungszustand
Das Klassische Fachantiquariat der SFB verfügt über ein noch gut erhaltenes Exemplar dieser Ausgabe. Innen ohne jede Anmerkungen, Unterstreichungen; der Leineneinband in baltersgemäß gutem Zustand, an den Rändern oben und unten lichtbedingt leicht aufgehellt. Der extrem seltene Schutzumschlag ist vorhanden und weist an den oberen Rändern kleinere Läsuren und und eine sichtbare Fehlstelle auf (s. Fotos). Die Buchschnitte mit Spuren von Stockfleckchen. Innen sehr gut und ohne Anmerkungen, Anstreichungen, - Aktuell verfügt das Klassische Antiquariat der SFB über ein weiteres Exemplar dieser Ausgabe, ebenfalls mit dem Schutzumschlag, und in einer noch besseren Erhaltung.
Kommentare
Schreiben Sie den ersten Kommentar!
Neuer Kommentar
Bitte beachten Sie vor Nutzung unserer Kommentarfunktion auch die Datenschutzerklärung.