Details

Autor Reik, Theodor
Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig /Wien /Zürich
Auflage/ Erscheinungsjahr 1927, EA
Format 19.5 × 13.5 × 1.5cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Originalbroschur
Seiten/ Spieldauer 126 Seiten, 5 Bll. (= Inhalt, Vlgsanzeigen)
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-000769_AQ

(Grinstein 27156 /Mühlleitner 262)

Über dieses Buch

Das Büchlein bietet neben dem gleichnamigen Vortrag, referiert auf dem IX. Internationalen Psychoanalytischen Kongreß in Homburg v.d.H., die beiden im Januar und Februar 1926 von Theodor Reik vor der Wiener Vereinigung gehaltenen Vorträge ´Psychologie und Depersonalisation` sowie ´Die psychologische Bedeutung des Schweigens`.

Über den Autor

"Theodor Reik studierte unter bedrückenden materiellen Verhältnissen in Wien Psychologie, Philosophie, Literatur- und Religionswissenschaft. 1910 machte er Bekanntschaft mit Sigmund Freud und las dessen Werk 'Die Traumdeutung'. Freud, der sich mit dem jungen Studenten anfreundete, unterstützte bald darauf mehrere Jahre dessen Ausbildung zum Psychoanalytiker durch einen monatlichen Geldbetrag. 1912 erschien Reiks Doktorarbeit 'Flaubert und seine 'Versuchung des heiligen Antonius'', die erste auf psychoanalytischer Grundlage stehende literaturkritische Studie. Reik arbeitete bis 1928 als Sekretär der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Danach wurde er Mitarbeiter am Psychoanalytischen Institut Berlin, bis er 1933 aufgrund der nationalsozialistischen Machtübernahme zur Emigration gezwungen war. Reik floh zunächst in die Niederlande, 1938 emigrierte er in die USA.

Im Gegensatz zu den meisten Psychoanalytikern seiner Zeit war Theodor Reik kein ausgebildeter Mediziner, was ihn in Konflikt mit dem damaligen Gesetz brachte, das nur Ärzten die Ausübung von Heilberufen gestattete. 1925 wurde er wegen Verstoßes gegen das sogenannte Kurpfuscherei-Gesetz angeklagt, da er ohne medizinische Ausbildung psychoanalytische Therapien betrieb. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse, nahm dies zum Anlaß, die Schrift 'Zur Frage der Laienanalyse' (1926) zu veröffentlichen, in der er klar Stellung bezog für eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung und für die Zulassung anderer Berufssparten zur Psychtherapie und Psychoanalyse.

Das Klima in der US-amerikanischen Psychoanalyse, die sich in diesem Punkt den Wünschen Freuds widersetzte und Nicht-Medizinern die Zulassung zur Ausbildung und Ausübung der Psychoanalyse verwehrte, erschwerte es Reik, sich dort psychoanalytisch zu betätigen. So verweigerte ihm die Psychoanalytische Vereinigung von New York die vollwertige Mitgliedschaft. 1948 gründete Reik eine eigene Psychoanalytische Vereinigung, die auch Nichtmedizinern offen stand. Ihr angegliedert war eine Klinik, die seinen Namen trug.

Reik hinterließ ein umfassendes Werk, von dem die religionspsychologischen neben den kriminal- und kunstpsychologischen Schriften als die bedeutendsten gelten." (Quelle: Wikipedia.de)

Zum Erhaltungszustand

Hier als ein Exemplar der broschierten Variante und in vergleichsweise guter Erhaltung; innen ausnehmend frisch. Da unbeschnitten, weist das Bändchen am Cover und den Seitenrändern leichte Läsuren; ansonsten ohne Anstreichungen, Randbemerkungen o.ä. Der empfindliche Original-Broschureinband leicht schiefgelesen und mit leichteren alterstypischen Gebrauchsspuren sowie einem kleinen Fleck. - Insgesamt ein noch schönes und innen besonders frisches Exemplar.

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