Details

Autor Le Rider, Jacques
Verlag Picus Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 25.10.2023
Format 18.5 × 11.5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 64 Seiten
Gewicht 165
ISBN 9783711730299

Zu dieser Beitrag

Im Juli 1932 fragt Einstein in einem offenen Brief den von ihm äoßerst geschätzten Sigmund Freud, wie man die Menschheit »den Psychosen des Hasses und des Vernichtens gegenüber widerstandsfähiger« machen könnte. In seiner Antwort zieht Freud die Bilanz seiner Kulturanalyse:

Nur durch Hemmung des Aggressions- und Destruktionstriebs könne Friede gestiftet werden, kein »ewiger« allerdings, da die erreichte Triebumbildung so leicht außer Kraft gesetzt werden könne. In diesem Dialog zwischen Freud und Einstein werden Fragen gestellt, die heute aktueller denn je sind. Kann der Pazifismus in Krisenzeiten den Krieg verhüten? Freud geht davon aus, dass der Kulturprozess »gegen den Krieg arbeitet«. Galt aber die Kriegstüchtigkeit nicht immer wieder als hoher Kulturwert? Und warum gehen Einstein und Freud über die Frage des »gerechten« Krieges im Fall eines von außen aufgezwungenen Verteidigungskriegs so behend hinweg?

Der Autor

Jacques Le Rider war wissenschaftlicher Assistent an der Sorbonne, maître de conférences an der Universität Paris XII-Val-de-Marne, Professor an der Universität Paris VIII-Saint Denis. Vom Herbst 1999 bis zum Sommer 2023 war er Professor an der Forschungsuniversität École pratique des hautes études (EPHE) in Paris. Im Picus Verlag erschien »Wien als das neue Ghetto? Arthur Schnitzler und Theodor Herzl im Dialog« (2013).

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