Details
| Autor | Langer, Marie |
|---|---|
| Verlag | Kore |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 1991 |
| Format | 14,5 × 20,0 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 280 Seiten |
| Abbildungen | Mit einigen Fotos im Text |
| Gewicht | 400 |
| SFB Artikelnummer (SFB_ID) | SFB-000199_AC |
»… [D]u wirst in einem bestimmten historischen Moment gebo-
ren, du reihst dich ein in das, was vorher gewesen ist, und du
lebst deinen Zyklus mit der Geschichte oder gegen sie. Zu einem
gewissen Zeitpunkt ist die Reihe an dir zu sterben, aber wenn du
mit der Geschichte gelebt hast, stirbst du mit dem Gefühl, in ihr
eingeschlossen zu bleiben, daß du jenseits deines persönlichen
Lebens weiterexistierst und daß du etwas zur Zukunft beigetra-
gen hast, auch wenn es nur minimal ist.«
»Die Leser, die ich mir wünsche, sind (…) Frauen. Und die Leser, die ich fürchte? Die gibt es auch. Was werden einige Kollegen sagen? Was hätte ich selbst vor einiger Zeit über eine Analytikerin gesagt, die ihr frühes Intimleben entblößt?«
Marie Langer
Zu dieser Autobiografie
In ihrer Biographie ´Von Wien bis Managua. Wege einer Psychoanalytikerin`, zuerst 1981 auf spanisch und dann auch 1986 – ein Jahr vor ihrem Tod – in deutschsprachiger Übersetzung beim - engagierten, seit Jahren leider nicht mehr bestehenden Freiburger Kore Verlag erschienen, zeichnete Marie Langer ihre in Wien noch zu Freuds Lebzeiten verbrachte Kindheit, ihre Begegnung und ihren Zugang zur Psychoanalyse und auch ihr politisches Engagement nach. 1987, ein Jahr nach Erscheinen der deutschsprachigen Ausgabe ihrer Autobiografie, verstarb Marie Langer in ihrer Wahlheimat Argentinien.
Die Autorin
Marie Langer, 1910 geboren als Kind wohlhabender assimilierter jüdischer Eltern in Wien, naseweis und schon als Schülerin brennend interessiert an dem kulturellen und politischen Geschehen ihrer Umgebung, später dann dort Medizinstudium und Ausbildung bei den Freud-Schülern der Zweiten Generation zur Psychoanalytikerin.
Marie Langer mußte fliehen vor den Nationalsozialisten und die Wahl ihres Exils fällt, anders als bei vielen ihrer jüdischen Kollegen, auf Länder in der Südhälfte des amerikanischen Kontinents; zuerst Mexiko, später Argentinien. Hier engagiert sich die Ärztin, Psychoanalytikerin und überzeugte Sozialistin Marie Langer in sozialmedizinischen Projekten und arbeitet bald schon als Lehranalytikerin und Dozentin am Aufbau eines analytischen Ausbildungsinstituts mit; von ihren Lehranalysen heißt es, sie seien beispielhaft und verdienten diese Bezeichnung auch.
Lieferbarkeitshinweis
Bei der SFB als ein verlagsfrischer und folienverschweißter Archivbestand zum Angebotspreis, beim Verlag vergriffen.
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