Details
| Autor | Vuillard, Éric |
|---|---|
| Verlag | Matthes u. Seitz, Berlin |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 1. Aufl. 29.04.2021 |
| Format | 18 × 10,5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 136 Seiten |
| Gewicht | 105g |
| ISBN | 9783751801010 |
Zu diesem Buch
Die faszinierende Geschichte von Buffalo Bill, dem Wilden Westen, dem Beginn der Gesellschaft des Spektakels, der Gründung der Vereinigten Staaten von Amerika und ihrer Abgründe.
Indianer zu Hunderten, Horden von Bisons und ihre Jäger, Hitze und Spannung, Staub und das unentwegte Knallen von Schüssen – Éric Vuillards Erzählung strotzt vor Abenteuer.
Doch die Spur verläuft im Kreis, die Männer bewegen sich vor einer riesigen Leinwand, die Rufe der Menge überdecken alle Geräusche: Billy Cody alias Buffalo Bill tobt im Zentrum eines Spektakels, das als Wildwestshow über zwei Jahrzehnte in der ganzen Welt bekannt war und eine Geschichte von Heldentum und gerechtem Zorn konstruierte.
Doch die Schlachten der Sieger, der heroische Gründungsmythos eines vermeintlich freien Landes, waren das Massaker an Amerikas indigener Bevölkerung, deren Überlebende nun gezwungen sind, im Kostüm der Besiegten zu posieren und ihre Erniedrigung bei jeder Darbietung abermals zu durchleben. Vuillard konfrontiert den amerikanischen Mythos der Eroberung des Westens mit den vergessenen Gesichtern ihrer Opfer und entlarvt das erste große Massenvergnügen der Neuzeit als lügenhafte Umerzählung der brutalen Ausrottung eines Volkes in ein gigantisches, von den Siegern zu Markte getragenes Spektakel.
Inhalt
- Cover
- Das Museum des Menschen
- Was ist das Wesen des Spektakels?
- Ein Schauspieler
- Buffalo Bill in Elsass-Lothringen
- Das Massaker bei Wounded Knee
- Ein Kind kaufen
- Die Schlacht von Wounded Knee
- Die Stadt Cody
- Die Wirklichkeit ist nicht mehr, was sie war
- Die Unterhaltungsprinzen sterben traurig
- Geschichten
- Der Schnee
Über den Autor
Éric Vuillard, 1968 in Lyon geboren, ist Schriftsteller und Regisseur. Für seine Bücher, in denen er große Momente der Geschichte neu erzählt und damit ein eigenes Genre begründete, wurde er u. a. mit dem Prix de l’Inaperçu, dem Franz-Hessel-Preis und dem Prix Goncourt ausgezeichnet.
Nicola Denis, 1972 in Celle geboren, arbeitet als freie Übersetzerin im Westen Frankreichs. Sie wurde mit einer Arbeit zur Übersetzungsgeschichte promoviert. Für Matthes & Seitz Berlin übersetzte sie u. a. Werke von Alexandre Dumas, Honoré de Balzac, Éric Vuillard, Pierre Mac Orlan und Philippe Muray. 2021 erhielt sie den renommierten Prix Lémanique de la traduction.
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