Details

Autor Abraham, Karl
Verlag Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Wien
Auflage/ Erscheinungsjahr 1925
Format 24,0 × 16,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OBrosch.
Seiten/ Spieldauer 64 Seiten
Reihe Internationale Psychoanalytische Bibliothek, Band 16
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-000628_AQ

Erste Ausgabe - Grinstein 108

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"Dieses kleine Meisterwerk kann sowohl dem wertvollen Inhalt als der klaren Darstellung nach als Vorbild für die psychoanalytische Literatur gelten. Es enthält kein Wort zuviel; darum ist es schwierig, über den Inhalt zu berichten, ohne es in Gänze wiederzugeben. Der klare und flüssige Stil des Autors macht das Buch zu einer anregenden Lektüre. Es besteht aus folgenden drei Teilen:

1. Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter. Als Referent den Versuch unternahm, die damals bekannten Beiträge der Analerotik zur Charakterbildung übersichtlich zusammenzufassen, begegnete er der Kritik, daß er „alles auf Analerotik zurückführe“. Die Sachverständigen waren jedoch anderer Ansicht, und Abraham bemerkt mit Recht, daß jener Versuch keineswegs erschöpfend war. Er stimmt mit allen Punkten jener Abhandlung überein, ergänzt sie aber durch die Hinzufügung neuer und erläutert außerdem viele dort angedeutete Gesichtspunkte aus seinem reichen Erfahrungsschatze. Er stellt die beiden Typen von auffallender Fügsamkeit und Trotz einander gegenüber und zeigt, wie beide in derselben Person vereint sein können. Er betont die Zusammenhänge zwischen Analerotik und Machtgefühl und bespricht die Möglichkeit einer Regression von der genitalen zur analen Stufe, die dann in ihrer negativen Form zu der von ihm treffend so genannten intestinalen Impotenz führt. Er erörtert einige Möglichkeiten, wie anale Verhaltungsweisen auf die analytische Situation übertragen werden können, wobei er wieder zwei gegensätzliche Typen unterscheidet, einerseits den zuerst von Abraham in einer früheren Arbeit beschriebenen Typus, der Patient, der, unabhängig vom Analytiker, selbst die Führung der Analyse übernehmen will, andererseits der Patient, der die ganze Arbeit dem Analytiker überlassen möchte; der Erfolg ist in beiden Fällen eine Weigerung, dem Gebot der freien Assoziation nachzukommen. Der Autor hebt richtig hervor, daß der anale Charakter sich in manchen Fällen physiognomisch ausprägt, besonders durch einen gewissen mürrischen Ausdruck."

Ernest Jones, in: einer Besprechung des Buches in:.Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse,11(3):S. 377-378 (1925)

Aus dem Inhalt

  • Ergänzungen zur Lehre vom Analcharakter
  • Beiträge der Oralerotik zur Charakterbildung
  • Zur Charakterbildung auf der "genitalen" Entwicklungsstufe

Zum Erhaltungszustand

Das Klassische Fachantiquariat der SFB verfügt über ein noch unbeschnittenes Exemplar dieses Beitrags als Broschurausgabe in guter /sehr guter Erhaltung. Der empfindliche Broschureinband rückseitig lose. Innen erstaunlich frisch und ohne Einträge, Anstreichungen oder Stempel; das Papier minimal nachgedunkelt (s. Fotos)

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