Details
| Autor | Fürstenau, Peter (1930-2021) |
|---|---|
| Verlag | Klett-Cotta |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 18.06.2007 |
| Format | 21.1 × 13.6 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 259 Seiten |
| Abbildungen | Klassiker zum Thema |
| Gewicht | 318 |
| Reihe | Leben Lernen, Band 144 |
| ISBN | 9783608890556 |
Zu diesem Band der Reihe
Der Name Peter Fürstenau (1930-2021) steht für eine Psychoanalyse, die sich nicht scheut, von anderen Therapierichtungen zu lernen. Sein Blick war klar in die Zukunft gerichtet - und auf die Patienten. Er warnte davor, deren Probleme und Erfordernisse im Übereifer einer womöglich zu starr und regide praktizierten ´Psychoanalyse` zu opfern geopfert und das Patientenwohl dadurch hintanzustellen. Das zu bewahren und kontinuierlich zu vertiefen, was sich in der Psychoanalyse bewährt hat einerseits und dabei aufgeschlossen zu sein für das Kennen und Anerkennenkluge hilfreicher therapeutischer Ansätze benachbarter Schulrichtungen, das sind Fürstenaus Forderungen an die Kollegenschaft.
Peter Fürstenau, der selbst sein Leben lang als Psychoanalytiker tätig war, zählte zu jenem überschaubaren Kreis der kritischen Beobachter der Entwicklung der Psychoanalyse als Fach und als psychotherapeutische Praxis. Bereits seine früheren Bücher widmeten sich der kritischen Beschreibung des für seine Begriffe nicht selten unvorteilhaften Zustandsbildes der Psychoanalyse.
Auch in dieser Veröffentlichung geht es dem Autor darum, die Psychoanalyse zukunftsfähig zu machen, die Methode auf die heutigen gesellschaftlichen Bedürfnisse zu beziehen - ohne ihre Grundpositionen preiszugeben.
Wohin diese Veränderungen führen können, wo die Psychoanalyse wertvolles Wissen und Können einbringen kann, zeigen die Schwerpunkte des Buches: Um die Sterilität und Selbstläufigkeit psychoanalytischen Arbeitens aufzubrechen, schlägt Peter Fürstenau die Einbeziehung lösungsorientierter kurz- und mittelfristiger Psychotherapien vor. An konkreten Beispielen wird gezeigt, wie die Konzepte ineinandergreifen und miteinander kompatibel gemacht werden können. So, wie sich die inhaltlichen Ziele der Psychoanalyse wandeln müssen, werden auch die Lehrinhalte in der Ausbildung einer kritischen Revision unterzogen. Ein neues Curriculum wird zur Diskussion gestellt. Ein dritter Schwerpunkt beschäftigt sich mit den Anwendungsfeldern psychoanalytischen Wissens: Stärker als bisher sollen Psychoanalytiker in nicht-klinischen Bereichen tätig werden: In der psychologischen Beratung, in Supervision und Coaching. Daß die Psychoanalyse hierfür wichtige Basisfertigkeiten zur Verfügung stellt, wurde bisher meist übersehen.
Der Autor
Peter Fürstenau (* 20. Mai 1930 in Berlin; † 27. März 2021 in Düsseldorf) war ein deutscher Psychoanalytiker und Psychotherapeut. - Nach dem Studium der Philosophie, Soziologie und Klassischen Philologie (Gräzistik) in Berlin und Frankfurt am Main (1948–1956) und der Promotion am 10. Dezember 1956 an der FU Berlin war er wissenschaftlicher Assistent, später Dozent für Philosophie an der PH Berlin (1957–1962). Von 1962 bis 1973 war er Mitarbeiter am Zentrum für psychosomatische Medizin des Fachbereichs Humanmedizin der Universität Gießen. Nach der Habilitation für Psychoanalyse und Soziologie 1969 war er zuletzt wissenschaftlicher Rat und Professor als Abteilungsvorsteher, ab 1973 nebenamtlich als Honorarprofessor. In psychotherapeutischer Privatpraxis (Einzel-, Paar-, Familientherapie) war er als psychologischer Psychotherapeut (1977–2016) in Düsseldorf mit einem lösungsorientierten psychoanalytisch-systemischen Konzept tätig. (Quelle: Wikipedia)
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