Details

Autor Stasch, Michael; Ehrenthal, Johannes C.; Grande, Tilman; Janssen, Paul L.; Oberbracht, Claudia; Rudolf, Gerd; von Haebler, Dorothea
Verlag Hogrefe AG
Auflage/ Erscheinungsjahr 15.06.2026
Format 24.7 × 17 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 176 Seiten
Abbildungen Mit 8 Abbildungen
ISBN 9783456864648

Zu diesem Manual

Erfahrene OPD-Trainer*innen zeigen praxisnah, wie OPD-gestützte Urteilsbildung und Befundformulierung gelingen: von der Strukturierung klinischen Materials bis zu psychodynamischen Reflexionen. Beispiele aus verschiedenen Settings erleichtern die Umsetzung im therapeutischen Alltag.

In diesem Buch bündeln erfahrene OPD-Trainer*innen, Gutachter*innen und Antragssteller*innen aus der Praxis ihre Expertise in der Richtlinien-Psychotherapie. Anhand zahlreicher Beispiele wird der Prozess der OPD-gestützten Urteilsbildung und Befundformulierung nachvollziehbar dargestellt – von der ersten Kontaktaufnahme über die Strukturierung des klinischen Materials bis hin zu psychodynamischen Reflexionen und der konkreten Formulierung des Berichts für den Antrag.

Schritt für Schritt, eng am OPD-Manual orientiert und praxisnah aufbereitet, erleichtert das Buch die Umsetzung der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik im klinischen Alltag. Die verschiedenen Settingvarianten psychodynamischer Psychotherapie (Einzel, Gruppe und Einbezug der Bezugspersonen) werden ebenso wie unterschiedliche klinische Aspekte – etwa Behandlungsplanung bei neurotischen, strukturell beeinträchtigten, psychotischen oder traumatisierten Patient*innen – exemplarisch dargestellt.

Das vorangegangene Buch („OPD-2 in der Psychotherapie Antragsstellung“) wurde gründlich überarbeitet, um die Neuerungen und Erweiterungen von OPD-3 zu integrieren und an die aktuell gültige Psychotherapierichtlinie anzupassen. Ein unverzichtbares Werkzeug für alle, die OPD-3 fundiert in der Antragstellung einsetzen möchten.

Inhalt

  • Vorwort 9

1 OPD in der Praxis der ambulanten Richtlinienpsychotherapie 

  • 1.1 Die Entwicklung der Operationalisierten Psychodynamischen Diagnostik (OPD) 
  • 1.2 Das Gutachterverfahren in der Richtlinienpsychotherapie 
  • 1.3 OPD in der Richtlinienpsychotherapie: Bisherige Erfahrungen 

2 Übersicht zu den Achsen der OPD 

  • 2.1 Krankheitserleben und Behandlungsvoraussetzungen 
  • 2.2 Beziehung 
  • 2.3 Konflikt 
  • 2.4 Struktur 
    2.4.1 Variabilität der Verfügbarkeit struktureller Fähigkeiten
  • 2.5 Neuerungen zur besseren Erfassung von Menschen mit Psychosen 
    2.5.1 Dilemmata 

3 Von der Diagnostik zum OPD-Befund 

  • 3.1 Grundsätze der psychodynamischen Diagnostik 
  • 3.2 Voraussetzungen für die Durchführung eines OPD-Interviews 
  • 3.3 Die Phasen des OPD-Interviews 
    3.3.1 Eröffnung des Gespräches 
    3.3.2 Ermittlung von Beziehungserfahrungen und Beziehungsepisoden 
    3.3.3 Ermittlung des Objekterlebens und der erlebten wie faktischen Lebensgestaltung 
    3.3.4 Ermittlung des Selbsterlebens und der erlebten wie faktischen Lebensbereiche 
    3.3.5 Ermittlung der Einsichtsfähigkeit, der Behandlungsvoraussetzungen, der Psychotherapiemotivation und Beendigung des Interviews 
    3.3.6 Die schriftliche Darstellung des Interviews 
  • 3.4 Beispiele für ein OPD-Interview 
    3.4.1 Beispiel für ein OPD-Interview mit Schwerpunkt Beziehungsdiagnostik und Konfliktdiagnostik 
    3.4.2 Beispiel für ein OPD-Interview mit dem diagnostischen Schwerpunkt einer strukturellen Störung 
  • 3.5 Besonderheiten bei der Interviewführung bei Trauma und Psychose 
    3.5.1 Belastende Lebensereignisse und Traumafolgestörungen 
    3.5.2 Psychose 

4 Vom OPD-Befund zur psychodynamischen Fallformulierung 

  • 4.1 Auslösende Situation 
    4.1.1 Auslösende Situation bei konfliktbedingten Störungen 
    4.1.2 Auslösende Situation bei strukturell bedingten Störungen 
    4.1.3 Auslösende Situationen in Verbindung mit der Bewältigung bzw. Konfliktabwehr 
    4.1.4 Zusammenfassung
  • 4.2 Die diagnostische Abgrenzung von Konflikt und Struktur 
    4.2.1 Inhalt versus Form (Konfliktinhalt versus strukturelle Fähigkeit) 
    4.2.2 Mischungen auf dem Konflikt-Struktur-Kontinuum 
    4.2.3 Therapeutische Überschätzung von Patient:innen mit eingeschränktem Strukturniveau
  • 4.3 Das Übertragungs-Gegenübertragungs-Geschehen als Diagnostikum
    4.3.1 Dysfunktionale Beziehungsmuster als Konfliktbewältigung 
    4.3.2 Ein strukturelles Unvermögen „vergröbert“ das Beziehungsmuster 
    4.3.3 Das Beziehungsmuster schützt strukturelle Vulnerabilitäten 
    4.3.4 Schlussfolgerung für die Handhabung der therapeutischen Beziehung: Was intendiert die Patient:in aktiv, was erleidet sie passiv?
  • 4.4 Biografische Aspekte der Psychodynamik

5 Von der Psychodynamik zur Therapieplanung 

  • 5.1 Behandlungsplanung und therapeutischer Fokus 
  • 5.2 Indikation zur Richtlinienpsychotherapie 
    5.2.1 Indikation und Zielsetzung der tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie 
    5.2.2 Indikation und Zielsetzung der analytischen Psychotherapie 
    5.2.3 Indikation und Zielsetzung der psychodynamischen Gruppenpsychotherapie 
    5.2.4 Indikation zum Einbezug von Bezugspersonen 
  • 5.3 Vom Befund zur Psychodynamik und Therapieplanung: eine zusammenfassende Kasuistik 
    5.3.1 Fallvariante 1: Eine überwiegend konfliktbedingte Störung 
    5.3.2 Fallvariante 2: Eine konfliktbedingte Störung mit ausgeprägten strukturellen Einschränkungen 
    5.3.3 Fallvariante 3: Eine überwiegend strukturbedingte Störung 

6 OPD im Bericht zum Antrag 

  • 6.1 Allgemeine Vorgehensweise bei der Berichterstellung mithilfe von OPD 
  • 6.2 Konkrete Vorgehensweise bei der Berichterstellung mithilfe von OPD-3 
    6.2.1 Punkt 1 des Berichts: Relevante soziodemografische Daten 
    6.2.2 Punkt 2 des Berichts: Symptomatik und psychischer Befund 
    6.2.3 Punkt 3 des Berichts: Somatischer Befund und Konsiliarbericht 
    6.2.4 Punkt 4 des Berichts: Behandlungsrelevante Angaben zur Lebensgeschichte, zur Krankheitsanamnese und zur Psychodynamik 
    6.2.5 Punkt 5 des Berichts: Diagnose zum Zeitpunkt der Antragstellung 
    6.2.6 Punkt 6 des Berichts: Behandlungsplan und Prognose 

7 OPD im Bericht zum Antrag: Beispielfälle 

  • 7.1 Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie 
  • 7.2 Antrag auf modifizierte analytische Psychotherapie 
  • 7.3 Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie 
  • 7.4 Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie als Langzeittherapie 
  • 7.5 Antrag auf unmodifizierte analytische Psychotherapie 
  • 7.6 Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie unter Einbezug der Bezugspersonen 
  • 7.7 Antrag auf analytische Gruppenpsychotherapie 
  • 7.8 Antrag auf modifizierte analytische Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Psychose 
  • 7.9 Antrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Trauma

8 Der Bericht zum Umwandlungs- bzw. Fortführungsantrag 

  • 8.1 Die Heidelberger Umstrukturierungsskala (HUS) 
    8.1.1 Konzeptionalisierung 
    8.1.2 Praktisches Vorgehen 
    8.1.3 Klinische Bedeutung und Anwendung der HUS 
  • 8.2 Konkrete Vorgehensweise bei der Berichterstellung zum Fortführungsantrag/Umwandlungsantrag 
    8.2.1 Darstellung des bisherigen Behandlungsverlaufs seit dem letzten Bericht 
    8.2.2 Aktuelle Diagnose/n 
    8.2.3 Begründung der Notwendigkeit der Fortführung der Behandlung 
  • 8.3 Beispiele 
    8.3.1 Bericht zum Fortführungsantrag auf tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie (Erstantrag Kap. 7.3) 
    8.3.2 Bericht zum Fortführungsantrag auf analytische Psychotherapie (Erstantrag Kap. 7.5)

Anhang 

  • Anhang A: Synopsis zum Erstantrag (Kap. 6) 
  • Anhang B: Die Heidelberger Umstrukturierungsskala (HUS) 
  • Anhang C: HUS-Manual 
  • Anhang D: Synopsis zum Fortführungsantrag (Kap. 8) 

Autoren 
Sachwortverzeichnis 

Dieses Buch richtet sich an:

Instituts- und Klinikbibliotheken, Ärztliche und Psychologische Psychotherapeut*innen; Fachärzt*innen für Psychiatrie und Psychotherapie; Fachärzt*innen für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie; Klinische Psycholog*innen; Psychologische Berater*innen; Studierende und Lehrende in der psychotherapeutischen Aus-, Fort- und Weiterbildung

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