Details

Autor Wyss, Hedy Alma
Herausgeber Disler, Werner A.; Läderach, Daniel (Hg.)
Verlag Origo Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 24.06.2025
Format 24 × 19 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Gebunden, mit Schutzumschlag
Seiten/ Spieldauer 464 Seiten
Abbildungen Mit zahlr. ganzseitige farbigen und sw-Abb
Gewicht 1200
ISBN 9783282002115

Zu diesem Bericht einer analytischen Therapie bei C.G. Jung aus Patientinnensicht

Die junge Zürcher Malerin Hedy Alma Wyss beschreibt in diesem rückblickenden Bericht, wie sie in ihrer psychischer Not zu C.G. Jung kam, der sie dann tatsächlich in Behandlung nahm.

Neben interessanten Eindrücken aus dem Behandlungszimmer erhält der Leser ein äußerst farbiges Lebensbild und höchst interessante zeithistorische Einblicke, die mit dem Jahr 1936 beginnen, über die Kriegszeit andauern und sich bis ins Jahr 1956 erstrecken. Hedy Alma Wyss beschreibt, wie C. G. Jung ihr in ihrer Therapie half, die für sie so schwierig gewesene Zeit der Ablösung von ihrer Herkunftsfamilie zu bearbeiten und zu verstehen. Es war ihr nun möglich, eine Beziehung zu beginnen, zu einem Amerikaner, den sie schließlich heiratete.

Die Leser erhalten nicht nur Einblick in intime und subtile gemeinsame Erfahrungen zwischen der Patientin und Jung während der Therapie, sondern darüber hinaus auch Reflexionen über die Kriegszeit, über Nazideutschland und Jungs spontane Äußerungen über den Nationalsozialismus und Adolf Hitler. Dieser Bericht ist somit auch ein Zeitzeugnis, das geeignet erscheint, die Jung vielfach zugeschriebene unkritische Haltung gegenüber der Nazi-Ideologie zumindest zu relativieren.

Die Herausgeber befinden, daß Hedy Wyss mit ihrem Text das vermutlich lebendigste, persönlichste biografische Bild von C. G. Jung zeichnet, das bislang geschrieben wurde.

Daniel Läderach kommentiert den Text aus Sicht der Analytischen Psychologie, und Werner A. Disler analysiert das Übertragungs- und Gegenübertragungsgeschehen aus psychoanalytisch-selbstpsychologischer Sicht.

Die Protagonistin

Hedy Alma Wyss (1906 – 2009) war eine Kunstmalerin in Zürich und Gudo, Tessin. Sie wurde in Zürich geboren und ist in einem Ärztehaus aufgewachsen, wo sie im jüngeren Erwachsenenalter Konflikte und Ablösungsprobleme mit der Familie hatte. Daher begab sie sich in Behandlung bei C.G. Jung. Sie war Zeichenlehrerin an einem Gymnasium, vertrat dort die männlichen Kollegen, als diese während des 2. WK ins Militär mussten. Sie konnte von ihrer Kunst finanziell nicht überleben und musste daher immer wieder Gelegenheitsarbeiten annehmen, wie z.B. Sekretariatsarbeiten oder Kleinaufträge für Porzellanmalereien und anderes mehr. Später lebte sie mit ihrem Ehemann, Paul Albert Frasca (1919 – 2003) aus New York, auf einem ländlichen Anwesen in Gudo, im Tessin. Paul Albert Frasca ging in den 50iger Jahren bei der bekannten Jung-Schülerin Marie-Louise von Franz (1915 – 1998), die mit Hedy Wyss bekannt war, in Analyse und studierte am Jung-Institut.

Die Herausgeber

  • Dr. phil. Werner A. Disler arbeitet seit 50 Jahren als Psychotherapeut und Autor. Zahlreiche Veröffentli-chungen, unter anderem mit Bezug auf C.G.Jung: Moses und Siegfried – Freud und Jung in ihren Metaphern (2009); – Freud, Jung, Nationalsozialismus und Intersubjektivität (2010); Indignation or Fairness, Jung Journal San Francisco (2012); – C.G. Jungs kritische Theorie (2022).
  • Lic. phil. Daniel Läderach studierte Psychologie an der Universität Zürich und arbeitet als eidgenössisch anerkannter Psychotherapeut in Zürich. Psychotherapeutische Ausbildung in analytischer Psychologie und Psychotherapie am C.G. Jung – Institut Zürich (Küsnacht), sowie EMDR-Therapeut. Autor von: „Der Traum bei C.G. Jung und Rudolf Steiner. Konvergenzen und Divergenzen.“ (2012)

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