Details

Autor Storck, Timo
Verlag Klett-Cotta
Auflage/ Erscheinungsjahr 15.03.2025
Format 21.5 × 13.5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 196 Seiten
Gewicht 248
ISBN 9783608988772

Zu diesem Buch

Klimawandel, Kriege und der Verlust biodiverser Lebensräume sind heute allgegenwärtig und können existenzielle Krisen bei den Menschen auslösen. Denn Verunsicherungen, die mit einem Verlust der Welt, wie wir sie kannten, zu tun haben, mobilisieren Ängste. Wie können wir mit diesen umgehen, ohne dass Erstarrung, Entwürdigung oder Ausgrenzung anderer sich Bahn brechen? Timo Storck nutzt die Methode der Psychoanalyse und das Bild eines (post-)apokalyptischen Denkens dazu, das Erleben des Menschen angesichts von Zeitlichkeit und grundlegender Veränderungen in der individuellen und sozialen Welt in den Blick zu nehmen. Dabei spielen psychische Erkrankungen des Individuums ebenso eine Rolle wie eine Untersuchung der großen Krisen unserer Zeit.

Was hilft? Der Weg zur Möglichkeit eines inneren und äußeren Dialogs und ein emotionales Gehaltensein angesichts grundlegender Verunsicherung. Dann wird Zukunft vorstellbar.

Inhalt

1 Einleitung: Kriegt die Psychoanalyse die Krise?

  • 1.1 Problematische Zustände
  • 1.1.1 (Mit) Verunsicherung umgehen
  • 1.1.2 Verunsicherung: Wege des Verstehens und der Veränderung
  • 1.1.3 Die Psychoanalyse als Zugangsweise: Gesundheits-begriff und emanzipatorischer Zugang
  • 1.2 Was ist Psychoanalyse?
  • 1.2.1 Das Unbewusste und seine Schicksale
  • 1.2.2 Beziehungsweise: Psychoanalytische Zugänge
  • 1.2.3 Die Psychoanalyse in der Krise
  • 1.3 Was ist (Post-)Apokalypse?
  • 1.3.1 Apokalyptisches und Postapokalyptisches
  • 1.3.2 Dystopie und Utopie
  • 1.3.3 Aufgaben der Psychoanalyse in postapokalyptischen Zeiten

2 Zugänge zu Krisenzuständen und krisenhaften Prozessen

  • 2.1 Die klinische Methode der Psychoanalyse
  • 2.1.1 Zerlegen
  • 2.1.2 Die analytische Beziehung
  • 2.1.3 Die analytische Haltung
  • 2.1.4 Deuten
  • 2.2 Was ist »Angewandte Psychoanalyse«?
  • 2.2.1 Drei Probleme im Methodentransfer
  • 2.2.2 Das gesellschaftlich Unbewusste und die Frage der Deutung
  • 2.2.3 Reichweite und Grenzen der Psychoanalyse
  • 2.3 Bewegte Zeiten: Zeitlichkeit als Kategorie des Denkens auf individueller und kollektiver Ebene
  • 2.3.1 Zeit als Zustandsverhältnis
  • 2.3.2 Zeitrichtungen
  • 2.3.3 Implizites und explizites Zeiterleben
  • 2.3.4 Fear of Breakdown
  • 2.3.5 Fallen und Gehaltenwerden als Momente der Subjektwerdung
  • 2.3.6 Nachträglichkeit
  • 2.4 Umgang mit Endlichkeit
  • 2.5 Die Psychodynamik des Wartens
  • 2.6 Was ist »Zeitgeschehen«?

3 Subjektive Zeit und Weltuntergang in psychischen Erkrankungen

  • 3.1 Psychische Gesundheit
  • 3.2 Störungsmodelle und Veränderungsmodelle
  • 3.2.1 Psychische Störungen und (unbewusste) Konflikte
  • 3.2.2 Psychische Störungen und Struktur
  • 3.2.3 Veränderungsmodelle in der Psychoanalyse
  • 3.3 Das Vermögen, sich selbst auf die Couch zu legen
  • 3.4 Zeiterleben und psychische Erkrankung
  • 3.5 Schizophrenie
  • 3.5.1 Zeitlichkeit und Schizophrenie
  • 3.5.2 Untergangsvorstellungen und Schizophrenie
  • 3.6 Depression
  • 3.6.1 Zeitlichkeit und Depression
  • 3.6.2 Untergangsvorstellungen und Depression
  • 3.7 Angststörungen
  • 3.7.1 Zeitlichkeit und Angststörungen
  • 3.7.2 Untergangsvorstellungen und Angststörungen
  • 3.8 Traumafolgestörungen
  • 3.8.1 Zeitlichkeit und Traumafolgen
  • 3.8.2 Untergangsvorstellungen und Traumafolgen
  • 3.9 Demenz
  • 3.9.1 Zeitlichkeit und Demenz
  • 3.9.2 Untergangsvorstellungen und Demenz
  • 3.10 Bemerkungen zur Methode I: Klinische Modellbildungen 

4 Das Ende des Menschen: Posthumanismus oder Postinhumanismus?

  • 4.1 Der bedeutungslose Mensch von heute
  • 4.1.1 Zum Verhältnis von Mensch, Welt und Planet
  • 4.1.2 Posthumanismus
  • 4.1.3 Bemerkungen zur Methode II: Gesellschaftsbezogene Modellbildungen
  • 4.2 Klimawandel
  • 4.3 Politische Radikalisierung und Gewaltausübung
  • 4.4 Geopolitische und klimabedingte Migration
  • 4.5 Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit

5 Zeitenwenden: Über den emanzipatorischen Auftrag der Psychoanalyse

  • 5.1 Was ist Veränderung?
  • 5.2 Die »gesunde« Gesellschaft und die vier Aufgaben der Psychoanalyse
  • 5.3 Katastrophische Veränderung und dialogisch-differente Resonanz
  • 5.4 Zeiterleben und Verunsicherungstoleranz in post-apokalyptischer Gesundheit
  • 5.4 .1 Grenzen der Psychoanalyse und interdisziplinäre Räume
  • 5.4 .2 Das dynamisch Ungewusste: Psychoanalyse und Futures Literacy
  • 6 Postapokalyptische Folgerungen: Vorträglichkeit

Literatur / Stichwortverzeichnis

Der Autor

Prof. Dr. Timo Storck lehrt Klinische Psychologie und Psychotherapie an der Psychologischen Hochschule Berlin. Er ist Diplom-Psychologe, psychologischer Psychotherapeut und Psychoanalytiker in eigener Praxis sowie Herausgeber mehrerer Buchreihen und Fachzeitschriften, u. a. der PSYCHE.

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