Details

Autor David-Menard, Monique
Verlag Verlag Turia + Kant
Auflage/ Erscheinungsjahr 1999
Format 20,0 × 12,2 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 200 Seiten
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-006315_AC

Zu diesem Buch

»Der Begriff des Allgemeinen (universel), der zu einem Gutteil unsere Logik, unsere politische Philosophie, unsere Moral und sogar unsere Auffassung von der Differenz der Geschlechter organisiert, ist nicht nur komplexer, als gemeinhin behauptet wird, sondern zudem noch konfus.« Er soll aber auch nicht »abgeschafft« werden, sondern die Autorin schlägt vor, die anthropologischen und phantasmatischen Quellen dieser Konfusion zu analysieren. Sie nimmt die Erörterungen zu »Kant und Sade« auf, zur Funktion des Begriffs des Allgemeinen im Verhältnis der Geschlechter, zum Verhältnis von Kunst und Philosophie und zum weiblichen Begehren. Dabei entwickelt sie sukzessive einen Begriff des Denkens als eines sublimatorischen Prozesses, der die Konfusionen im Begriff der Universalität vermeiden könnte.

»Kant mit Sade« ist einer der beunruhigendsten Texte Lacans, erweckt er doch den Eindruck, als würde der Philosoph des kategorischen Imperativs und der universellen Pflichtethik durch den Vergleich mit dem ruchlosen Marquis in eine Nähe zur Perversion gerückt.

Doch was vielmehr zwischen Kant und Sade und darüber hinaus in Lacans asymmetrischer Theorie des Geschlechtsverhältnisses zur Disposition steht, sind Konstruktionen des Allgemeinen: Einem unbedingten Allgemeinen, das a priori Geltung für alles und jeden beansprucht, wird ein serielles Allgemeines gegenübergestellt, in dem sich die Allgemeinheit Schritt für Schritt bildet.

Lieferbarkeitshinweis / Erhaltungszustand

Bei der SFB als verlagsfrisches und folienverschweißtes Archivexemplar; beim Verlag vergriffen.

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