Details
| Autor | Asen, Eia; Morris, Emma |
|---|---|
| Verlag | Carl-Auer Verlag |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 28.04.2026 |
| Format | 21.5 × 13.5 cm |
| Seiten/ Spieldauer | 194 Seiten |
| ISBN | 9783849703875 |
Zu diesem Beitrag
Eia Asen und Emma Morris beschreiben in diesem Buch einen innovativen Ansatz der Arbeit mit Familien, deren Kinder unter der feindseligen Beziehung ihrer Eltern leiden – vor, während oder nach einer gerichtlichen Auseinandersetzung. Es erläutert ein Modell therapeutischer Arbeit, das Kinder, ihre Eltern, die erweiterte Familie und ihr soziales Netz einbezieht. Der Ansatz zielt darauf, Kinder vor den Konflikten ihrer Eltern zu schützen und ihnen dadurch eine gedeihliche Beziehung zu beiden „Seiten“ ihrer Familie zu ermöglichen.
Das Buch wendet sich an alle, die psychotherapeutisch mit Kindern aus stark zerstrittenen Familien und /oder mit deren Eltern arbeiten; ebenso an alle Berufsgruppen, die beratend oder in anderer begleitender Funktion in dieser Thematik involviert sind.
Aus der Einleitung der AutorInnen
"Dieses Buch beschreibt die Begutachtung und therapeutische Arbeit mit getrennten Eltern, die sich in schwerwiegende Konflikte und Streitigkeiten verstrickt haben – bevor, während und nachdem die formellen juristischen Verfahren initiiert, durchgeführt und zum Abschluss gebracht wurden. Es ist vor allem für Fachleute gedacht, die mit stark zerstrittenen Eltern im Zusammenhang mit deren Trennung arbeiten – ganz gleich, ob es sich um Psychologen, Psychiater, Kinder- oder Erwachsenenpsychotherapeuten, Familientherapeuten, Sozialarbeiter, gesetzliche Verfahrensbeistände oder juristische Fachleute wie Rechtsanwälte und Mediatoren oder um Studenten und Auszubildende in all diesen unterschiedlichen Bereichen handelt. Das Buch sollte auch Eltern interessieren, die im Anschluss an ihre Trennung die ihre Kinder betreffenden Probleme zu lösen versuchen. (....)
Kapitel 1 steckt den familiären Kontext ab, in dem sich Kinder und ihre Eltern nach der Trennung bewegen und, wenn es zu keiner Einigung kommt, wo ihre gemeinsamen Kinder leben und wie viel Zeit sie bei jedem von ihnen verbringen sollen. Der konzeptionelle Rahmen und das Modell des Family-Ties-Ansatzes werden in Kapitel 2 erläutert. Die rechtlichen Zusammenhänge und Probleme, die im Falle einer juristischen Auseinandersetzung drohen, werden in Kapitel 3 beschrieben. Die Kapitel 4 bis 6 erörtern recht detailliert die Untersuchung von Eltern, Kindern und Familienbeziehungen, die ein
integraler Aspekt für die Planung therapeutischer Interventionen ist. In Kapitel 7 geht es darum, wie man Kindern und ihren Eltern helfen kann, eine »hinreichend gute« (Winnicott 1965) Beziehung zu einem bisher abgelehnten Elternteil wiederherzustellen und aufrechtzuerhalten. Kapitel 8 gibt Anregungen, wie man die oft sehr belastende Arbeit mit stark zerstrittenen Familien durch reflektierende Praxis erleichtern kann. Kapitel 9 enthält für Eltern, die juristische Streitigkeiten und Gerichtsverhandlungen vermeiden wollen, Empfehlungen bezüglich frühzeitiger therapeutischer Interventionen, die bei diesem Bemühen von Nutzen sein können. (...)"
Stimmen zu diesem Buch
„Dies ist momentan die beste Anleitung für den Umgang mit komplexen Situationen bei der Arbeit mit Familien. Das Buch wird alle unterstützen und leiten, die Familien helfen, Schwierigkeiten im Umgang mit Kindern im Kontext stark belasteter Beziehungen zu lösen.“
Peter Fonagy, Psychoanalytiker und autor, Chief Executive des Anna Freud National Centre for Children and Families, London
„Die Autoren sehen die dringende Notwendigkeit, dass zum Wohl von Kindern noch viel mehr Einrichtungen und Therapeuten eine solche Arbeit anbieten. Ihr großes Engagement ist aus jeder Zeile des Buches herauszulesen. [...] So ist zu wünschen, dass nicht nur Praktiker, sondern auch Kostenträger dieses Buch lesen und sich überzeugen lassen, die nötigen finanziellen und personellen Kapazitäten zur Verfügung zu stellen, damit solche Angebote in möglichst vielen Regionen aufgebaut werden können.“
Ausa einer Besprechnung in der Ztschr. Praxis Kinderpsychololgie Kinderpsychiatrie
Die AutorInnen
Eia Asen, Prof. Dr. med., FRCPsych (Fellow of the Royal College of Psychiatrists), ist Psychiater für Kinder, Jugendliche und Erwachsene und arbeitete 40 Jahre im britischen National Health Service. Er war viele Jahre lang klinischer Leiter des Marlborough Family Service, einer systemisch orientierten psychiatrischen Einrichtung für Kinder, Jugendliche und Familien im Zentrum von London. Von 2013 bis 2024 arbeitete er als Psychiater und Familientherapeut für das Anna Freud National Centre for Children and Families. Neben seiner Gastprofessur am University College London hält er Lehrveranstaltungen in Europa, den USA und Asien ab. Veröffentlichungen u. a.: Praxis der Multifamilientherapie (4. Aufl. 2019), Handbuch der Multifamilientherapie (2017, beide zus. mit Michael Scholz).
Emma Morris, Dr., DClinPsy, ist klinische Psychologin und hat zehn Jahre lang mit Prof. Asen beim Marlborough Family Service zusammengearbeitet, bevor sie im Jahre 2014 zum Anna Freud National Centre for Children and Families wechselte. Derzeit ist sie Co-Direktorin des Trauma Recovery Space London.
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