Details
| Herausgeber | Reed, Geoffrey M.; Ritchie, Pierre L.-J.; Maercker, Andreas; Rebello, Tahilia J. (Hg.) |
|---|---|
| Verlag | Hogrefe AG |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 15.12.2025 |
| Format | 25.5 × 15.5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Hardcover |
| Seiten/ Spieldauer | 440 Seiten |
| Abbildungen | Mit 2 Abbildungen |
| Gewicht | 1038 |
| ISBN | 9783456864020 |
Zu diesem Reader
Internationale Fachexpert*innen, viele davon maßgeblich an der Entwicklung der ICD-11 beteiligt, erläutern systematisch die Diagnostik psychischer Störungen nach diesem grundlegend revidierten Klassifikationssystem der WHO (Weltgesundheitsorganisation).
Im Fokus dieses Beitrages steht ein diagnostischer Ansatz, der psychologische Mechanismen und Prinzipien unabhängig von der Fachdisziplin betont - als integraler Bestandteil klinischer Praxis und differenzierter Fallkonzeption. Die Kapitel des Buches behandeln systematisch alle psychischen Störungen sowie dazugehörige Themenfelder wie sexuelle Funktionsstörungen, Schlaf-Wach-Störungen und Entwicklungsstörungen. Jedes Kapitel bietet differenzierte Darstellungen von Erscheinungsformen und Symptomkonstellationen, Spezifizierungen und Subtypen, Kriterien zur Abgrenzung zwischen Normalität und psychischer Störung, Differenzialdiagnosen, häufigen Komorbiditäten, Erkrankung im Lebensverlauf, sowie kulturgeprägten und geschlechtsspezifischen Aspekten.
Ergänzende und weiterführende Inhalte wie psychologische Modelle zur Symptomerklärung sowie praxisnahe Empfehlungen zur psychologischen Beurteilung ermöglichen darüber hinaus einen besonderen Zugang aus psychologischer Perspektive.
Aus dem Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe
"(...) Warum heißt das vorliegende Buch nun „ICD-11: ein psychologischer Ansatz“. Dazu wird bereits im Geleitwort vom Psychiater Michael B. First von der Columbia University in New York sowie im ersten Buchkapitel etwas gesagt. Hier nur ein paar Zusatzgedanken: Nach Jahrzehnten, in denen die DSM-Versionen III und IV (Diagnostisches und Statistisches Manual psychischer Störungen) der American Psychiatric Association immer im viel größeren Umfang wissenschaftlich begründet waren und die ICD bis zur Version 10 hauptsächtlich aus Gründen der allgemein bekannten Ressourcenknappheit der WHO wissenschaftlich mit diesen DSM-Versionen nicht mithalten konnte, wurde das mit der ICD-11 erfreulicherweise anders. Hier wurde erstmals in größerem Umfang wissenschaftlich gearbeitet und zwar sowohl grundlagenbezogen als auch im Sinne einer auf den größtmöglichen klinischen Nutzen abzielende Implementierungsforschung. In allen diesen Forschungsgebieten spielt die Psychologie eine hervorragende Rolle. Dennoch – wie im Buch mehrfach ausgedrückt – Zielgruppen des Buchs sind nicht nur Psychologinnen und Psychologen, sondern auch die Professionen der Psychiatrie und Psychotherapie, der Psychosomatik, der Pflege und der Sozialarbeit.
Oft werde ich gefragt: „Wann wird denn die ICD-11 nun endlich in den Gesundheitssystemen der deutschsprachigen Länder offiziell eingeführt?“ Das ist ein leidiges Thema, denn die Gesundheitspolitik der einzelnen Länder hat beschlossen, diese Einführung mit einer gleichzeitigen, erneuten Tarif- und Abrechnungsreform für Gesundheitsleistungen umzusetzen. Bis diese Finanzpauschalen für alle Diagnosegruppen aller körperlichen und psychischen Erkrankungen politisch überhaupt neuverhandelt werden, was lange brauchen wird, müssen wir klinsch Tätige wohl noch mit einem „Zwitterzustand“ leben: Die neue ICD-11 ist der State of the Art, der in Behandlungen und bei Gutachten Primat haben muss – die ICD-10 dient weiterhin als Abrechnungsstatistik der deutschsprachigen nationalen Gesundheitssysteme. (...)" - Zürich, im Herbst 2025, Andreas Maercker
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