Details
| Autor | Reik, Theodor (1888-1969) |
|---|---|
| Herausgeber | Doris, Schildknecht (Hg.) |
| Verlag | VTA |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 01.08.2019 |
| Format | 24 × 15.5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Hardcover |
| Seiten/ Spieldauer | 340 Seiten |
| Gewicht | 650 |
| ISBN | 9783946130208 |
Zu dieser Ausgabe
Theodor Reik wurde 1888 in Wien geboren und starb 1969 in den USA. Er war ein Schüler Freuds in erster Generation und emigrierte 1938 aufgrund der Judenverfolgung mit seiner Familie nach New York. Als Psychoanalytiker, Literaturwissenschaftler und Schriftsteller wurde er in den Vereinigten Staaten vor allem durch seine Schrift "Listening with theThird Ear" (Hören mit dem dritten Ohr, 1948) berühmt.
Das vorliegende Buch ist die deutsche Erstübersetzung seiner Autobiografie, die 1949 in den USA unter dem Titel "Fragment of a Great Confession" erschien. Die Veröffentlichung erfolgt anlässlich seines 50. Todesjahres. Die Autobiografie ist ein lebendiges Beispiel für seine von ihm ausgearbeitete Verstehensmethode "Hören mit dem dritten Ohr“. Als herausragender Freud- und Goethekenner bringt er seine Lebensgeschichte, die zugleich Selbstanalyse ist, mit Hilfe zahlreicher Aphorismen lebendig und facettenreich zum Ausdruck. Seine Lebensgeschichte wird bereichert durch seine jahrzehntelange Erfahrung als Psychoanalytiker, aus der er in Weiterführung von Freuds Werk eigene Theorien über Zwang, Masochismus, Schuld und Selbstbestrafung, Liebe und Verstehen entwickelt. Nicht zuletzt gewinnt er wertvolle Erkenntnisse aus den Erfahrungen seiner eigenen Analyse bei Freud, die er noch vor seiner Emigration nach New York absolviert hatte.
Der Autor
Theodor Reik (* 12. Mai 1888 in Wien ; † 31. Dezember 1969 in New York City ), österreichisch Psychoanalytiker jüdischer Religion; emigrierte 1939 in die USA.
Theodor Reik studierte unter bedrückenden materiellen Verhältnissen in Wien Psychologie , Philosophie , Literatur - und Religionswissenschaft . 1910 machte er Bekanntschaft mit Sigmund Freud und las dessen Werk Die Traumdeutung. Freud, der sich mit dem jungen Studenten anfreundete, unterstützte bald darauf mehrere Jahre dessen Ausbildung zum Psychoanalytiker durch einen monatlichen Geldbetrag. 1912 erschien Reiks Doktorarbeit Flaubert und seine 'Versuchung des heiligen Antonius', die erste auf psychoanalytischer Grundlage stehende literaturkritische Studie.
Reik arbeitete bis 1928 als Sekretär der Wiener Psychoanalytischen Vereinigung. Danach wurde er Mitarbeiter am Psychoanalytischen Institut Berlin , bis er 1933 aufgrund der nationalsozialistischen Machtübernahme zur Emigration gezwungen war. Reik floh zunächst in die Niederlande , 1938 emigrierte er in die USA . - Theodor Reik war im Gegensatz zu den meisten Psychoanalytikern seiner Zeit kein ausgebildeter Mediziner, was ihn in Konflikt mit dem damaligen Gesetz brachte, das nur Ärzten die Ausübung von Heilberufen gestattete. 1925 wurde er wegen Verstoß gegen das so genannte Kurpfuscherei-Gesetz angeklagt, da er ohne medizinische Ausbildung psychoanalytische Therapien betrieb. Sigmund Freud, der Begründer der Psychoanalyse nahm dies zum Anlass, die Schrift Zur Frage der Laienanalyse (1926) zu veröffentlichen, in der Freud klar Stellung bezog für eine fundierte psychotherapeutische Ausbildung und für die Zulassung anderer Berufssparten zur Psychtherapie und Psychoanalyse. Das Klima in der US-amerikanischen Psychoanalyse, die sich in diesem Punkt den Wünschen Freuds widersetzte und Nicht-Medizinern die Zulassung zur Ausbildung und Ausübung der Psychoanalyse verwehrte, erschwerte es Reik sich dort psychoanalytisch zu betätigen. So verweigerte ihm die Psychoanalytische Vereinigung von New York die vollwertige Mitgliedschaft. 1948 gründete Reik eine eigene Psychoanalytische Vereinigung, die auch Nichtmedizinern offen stand. Ihr angegliedert war eine Klinik, die seinen Namen trug.
Reik hinterließ ein umfassendes Werk, von dem die religionspsychologischen neben den kriminal- und kunstpsychologischen Schriften als das bedeutendste gilt. (Quelle: gekürzt aus Wikipedia)
Die Herausgeberin
Doris Schildknecht, Dr. phil, lebt und arbeitet als tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapeutin in eigener Praxis in Berlin.
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