Details

Herausgeber Pioch, Eckehard; von Hauenschild, Luisa; Meinert, Katarzyna; Mühlinghaus, Isabel; Watzel, Tilman (Hg.)
Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 04.2025
Format 21 × 14.8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 261
Gewicht 384
Reihe Bibliothek der Psychoanalyse
ISBN 9783837934144

Zu diesem Band der Reihe

Kriege, Klimawandel, gesellschaftliche Spaltungen und toxische Polarisierungen – die sich bedrückend zuspitzenden Krisen der Gegenwart machen vielen Angst und erzeugen Gefühle von Desintegration und Fragmentierung. Verleugnung, Bagatellisierung, aber auch die Flucht in Omnipotenzfantasien und paranoide Mechanismen behindern die Anerkennung von und die Auseinandersetzung mit der Realität.

Die gegenwärtig omnipräsenten Krisen fordern Psychoanalytiker*innen sowohl innerhalb als auch außerhalb ihrer Behandlungszimmer heraus. Wie können sie es schaffen, trotz Ängsten und Katastrophenszenarien das Hoffnungsvolle nicht aus dem Blick zu verlieren, ohne das Zukunft nicht denkbar wäre und das so die Grundlage jeder psychoanalytischen Behandlung bildet?

Die Beiträge des Bandes

Vorwort

  • Eckehard Pioch: »Rottet die Bestien aus!« versus »Man müsste an so was wie Liebe glauben!«
  • Omnipotenz und toxische Polarisierung als individuelle und kollektive Abwehr des existenziellen Angewiesenseins des Menschen
  • Karin Johanna Zienert-Eilts: »Wehe denen, die Böses gut und Gutes böse heißen …« Psychoanalytische Überlegungen zur Entwicklung der Anfälligkeit für Verschwörungsnarrative und für »pervertiertes containing«
  • Martin Ehl: Rettung der Welt – Fantasien in Krisenzeiten. »Imaginative« versus »Omnipotente« Fantasie
  • Kai Rugenstein: Zurück wohin? Gestalten der Regression
  • Igor M. Kadyrov: Angst, Tod und das Ich-zerstörende Über-Ich Im sozialen Raum
  • Shmuel Erlich; Mira Erlich-Ginor: Zeitgemäßes über Antisemitismus
  • Angela Mauss-Hanke: Rache, Vergeltung, Ressentiment. Psychoanalytische Erkundungen zu einigen allzu menschlichen Impulsen
  • Cécile Loetz; Jakob Müller: Resignation: Die Aufgabe der Aufgabe
  • Sally Weintrobe: Über die Gefahren einiger Arten omnipotenten Denkens
  • Luise Bringmann: Unser Trip auf der Titanic. Gedanken zum emotionalen Klimawandel in der Gesellschaft
  • Jonathan Lear: Vulnerabilitäten für Bedeutung und die Wechselfälle von Hoffnung und Dankbarkeit
  • Herbert Will: Hoffen heißt, sich verzaubern lassen. Ein psychoanalytisches Prozessmodell der Hoffnung
  • Nils F. Töpfer: Zwischen Regression und Progression.Dialektik und Dynamik der Hoffnung in der Psychoanalyse

Die Herausgeber:innen

Stimmen zu diesem Buch

»Der Band überzeugt sowohl durch die thematische Relevanz und die Vielfalt der theoretischen Positionen als auch durch die Mischung aus etablierten und jüngeren, bislang weniger bekannten Autorinnen und Autoren. Neben dem Umstand, dass wesentliche Beiträge zum sozialpsychologischen Verständnis aktueller gesellschaftlicher Krisen sowie Ansätze für deren Bewältigung vorgestellt werden, ist die Lektüre auch deshalb anregend und lohnenswert, weil man zeitgenössischen psychoanalytischen Konzepten bei der Arbeit zusehen kann.«

Otmar Klett, in: Psychotherapeutenjournal 2/2026

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