Details

Autor von Uthmann, Jörg
Verlag Droemer Taschenbuch
Auflage/ Erscheinungsjahr 1976
Format cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 206 Seiten
Reihe Knaur Taschenbücher - Sachuch
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-002211_AQ

Zu diesem Buch

Inhalt

  • Vorwort 

Die Juden sind unser Unglück 

  • Antiker und christlicher Judenhaß - Ein Theologe gründet die erste antisemitische Partei Deutschlands- »Versuch über die Ungleichheit der Menschenrassen« - Schlüsseljahr 1878 - Adolf Lanz und Artur Dinter - Antisemitismus als Staatsreligion - »Judenflinten«

Deutschland, Deutschland über alles!

  • Moses Mendelssohn - »Mit dem deutschen Vaterlande ist den deutschen Juden der Messias gekommen«—Zionismus als Landesverrat - Das »Deutsche Reich jüdischer Nation« - Der jüdische Beitrag zur deutschen Kultur- Erster Weltkrieg -Jüdischer Antisemitismus - »Ehrenarier« - »Wenn die Vorschriften so sind ..« - Der Spitzzahn-Abudefduf - »Zur Grausamkeit zwingt bloße Liebe mich« - Von Spiegeln und Doppelgängern - Hitler und die »Protokolle der Weisen von Zion«

Auf der Suche nach der verlorenen Identität

  • »Deutschland, aber wo liegt es?« - Zersplitterung als nationales Schicksal — »O Bund, du Hund, du bist nicht gesund« - Les querelles allemandes - Wurststulle und Sedanslächeln - Spenglers magisches Nationalgefühl — »Ohne die Thora gleicht der Staat Israel einem Körper ohne Seele« - Wer ist Jude? - Der Fall Rufeisen - Hitler ein Mischling zweiten Grades? - »Nie sollst du mich befragen« - Größenwahn und Masochismus - Gestörtes Sprachgefühl - Jüdischer Selbsthaß

Jüdische und deutsche Geschichtstheologie

  • Die drei Reiche - Hat die Bibel wirklich recht? - Der israelitische Monotheismus, eine Fiktion - Moses, ein Ägypter? - Bildzauber - David und der Aufstieg Judas -Teilung des Reiches-Untergang Israels - Babylonische Gefangenschaft-Apartheid - Der Aufstand der Makkabäer - Thronprätendent Jesus - Hellenisierung des Christentums — »Novus David« — Das »Heilige Römische Reich«, eine Erfin-düng Rainald von Dassels - Die Freiheit eines Christenmenschen in den Händen des christlichen Adels deutscher Nation - Theokratie Preußen - Judentum und Protestantismus — Der Geist des Kapitalismus — Jüdische Gewissensangst und protestantisches Büßerpathos - »Die Freuden der Pflicht« - Die Wiederentdek-kung des Alten Testaments — Moses Germanus — »Jewish Christians« — Preußische Reichsfeindschaft - »Barbablanca«

Die drei großen chiliastischen Systeme

1. Der Zionismus

  • Ezechiel - Das Tausendjährige Reich - Nulla salus extra ecclesiam - Königreich Jerusalem - Quirinus Kuhlmann - Pietistische Schwärmer - Die Zeugen Jehovas - Moses von Kreta - Sabbatai Zwi - Karl Friedrich Seyfart - Damaskus-Affäre und Dreyfus-Prozeß - Antisemitismus und Zionismus: »imitation par Opposition«

2. Der Mythos vom Reich 

  • Das Täuferreich in Münster - Der deutsche Zionsberg - Joachim von Fiore - Die falschen Friedriche - Das dritte Reich in der deutschen Philosophie - Moeller van den Bruck - »Unternehmen Barbarossa«

3. Der Kommunismus 

  • Frühchristliche Gütergemeinschaft - »Duodezausgaben des neuen Jerusalems« - Der traumatische Bodensatz des Marxismus - Arier und Proletarier - Der »neue Mensch«

Das dritte Reich  

  • Israel und die Linken — Ein SS-Mann reist nach Palästina - Seltsame Waffenbrüderschaft - Jüdischer Nationalsozialismus - Blut und Boden - »Judaismus mit umgekehrtem Vorzeichen« - Der Kibbuz-Großjüdische Volkstumspolitik-Abschied vom Zionismus

Personenregister

Pressestimmen zum Buch

Wie Deutsche?

Deutsche und Juden seien geistige Doppelgänger; der Zionismus und der Antisemitismus hatten einen »gemeinsamen Denkansatz«, behauptet ein deutscher Diplomat in einem Buch.

Theodor Duesterberg, Führer des »Stahlhelm« in den zwanziger Jahren, entstammte einer Rabbiner-Familie. Philip Rosenthal, heute SPD-Bundestagsabgeordneter, war 1932, trotz eines jüdischen Großvaters, Mitglied der Hitler-Jugend. Alfred Kerr, jüdischer Literaturpapst in Berlin, stärkte im Ersten Weltkrieg die deutschen Soldaten mit Durchhalteversen. Beispiel: »Das wahre Glück bringt Schießen nur, drum gaudeamus igitur.« - Beweisen solche Daten und Zitate. daß es eine »Wahlverwandtschaft zwischen Deutschen und Juden« gibt -- eine militaristische vielleicht, eine »Wesensähnlichkeit« gar?

Jörg von Uthmann, 40, zur Zeit [Das war Mitte der 70er-Jahre des vergangenen Jahrhundrts, S; ANM: D: rD:s. h.  ]Botschaftsrat der bundesdeutschen Vertretung bei den Vereinten Nationen, ist offenkundig dieser Meinung. Er hat ein Buch geschrieben, das eben jene These von der geistigen Verwandtschaft der Deutschen und der Juden vertritt*. Zu seinem Beweismaterial gehören die Duesterberg-, die Rosenthal- und Kerr-Daten und viele andere.

* Jörg von Uthmann: »Doppelgänger, du bleicher Geselle. Zur Pathologie des deutsch-jüdischen Verhältnisses. Seewald Verlag, Stuttgart; 192 Seilen: 22 Mark.

Die Anregung -- zu seinem Buch hat Uthmann in Israel empfangen. Er war persönlicher Referent von Botschafter Pauls. Er begleitete den Missionschef. als der im August 1965 bei Präsident Schasar seinen Antrittsbesuch machte. Er passierte mit ihm den sich daran anschließenden Steinhagel auf der Straße. »Nie werde ich die haßverzerrten Gesichter vergessen«, gesteht er in seinem Buch. Wenige Zeilen zuvor: »Nirgendwo sonst findet man eine so tiefe Liebe zu Deutschland wie in Israel.«

Ein »gelassenes Miteinander« falle, meint Uthmann aufgrund seiner zwiespältigen Israel-Erlebnisse, Deutschen und Juden schwerer als anderen Völkern -- was er sich dadurch erklärt, daß die deutsche und die jüdische Nation geistige »Doppelgänger« seien.

Uthmanns »Doppelgänger«-Theorie ist keineswegs völlig neu. Goethe, Heine, Moses Hess und andere haben sich aphoristisch ähnlich geäußert. Auch Hitler meinte, »daß der Jude in allem und jedem das genaue Gegenteil des Deutschen ist und ihm doch wieder so verwandt, wie es nur zwei Brüder sein können«. (...)

Aus einer ausführlichen Besprechung des Buches om SPIEGEL, Ausgabe 30 (1976) - Der vollständige Beitrag kann über den folgenden LINK erreicht werden: 
https://www.spiegel.de/kultur/wie-deutsche-a-97261c5a-0002-0001-0000-000041210911

Der Autor

Dr. Jörg von Uthmann trat nach dem Jurastudium 1962 in den diplomatischen Dienst. Er arbeitete an den deutschen Botschaften in Israel und Saigon, bei der ständigen Vertretung der Vereinten Nationen in New York, als Kulturattache in Paris und als Experte für Fragen der Dritten Welt im Auswärtigen Amt. 1985 ging er als Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nach New York. Veröffentlichungen: »Der Ring des Nibelungen im Lichte des deutschen Strafrechts« (1968); »Es steht ein Wirtshaus an der Lahn. Ein Deutschlandführer für Neugierige« (1979); »Paris für Fortgeschrittene« (1981); »Le diable est-il allemand ? — Deux cents ans de préjugés franco-allemands« (1984); »Die Diplomaten« (1985).

Lieferbarkeit / Erhaltungszustand

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