Details

Autor Hoffmann, Oliver
Verlag Königshausen u. Neumann
Auflage/ Erscheinungsjahr 20.07.2026
Format 14,0 × 22, cm (B × H)
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 198 Seiten
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-005293

Zu diesem Beitrag

Was, wenn nicht der Fortschritt scheitert – sondern unsere Idee von ihm? 

Das Buch des renommierten Autors möchte seinen LeserInnen zeigen, warum Gesellschaften nicht am Mangel zerbrechen – vielmehr am Unvermögen, weniger wollen zu müssen: weniger Verschwendung, weniger Statussucht und Gier, weniger ins Leere laufender Turbo auf allen Kanälen. - Oliver Hoffmann hinterfragt in diesem Buch den ewig neuen Mythos vom ewigen Wachstum als irrationalem Wahn, und er bedenkt verträgliche Wege seiner Überwindung. Im Zentrum steht für Hoffmann die Frage, wie sich das Zurück auf ein gemeinwohlverträgliches Maß in zahlreichen Belangen und Feldern des individuellen und gesellschaftlichen Lebens vermitteln und als ein anzustrebender und Hoffnung gebender Ausweg jenseits von Moralisieren und Besserwisserei transportieren läßt.

Der Autor zu seinem Buch auf LinkedIn:

"Wir haben uns daran gewöhnt, gesellschaftliche Entwicklung in Steigerungen zu messen: mehr Wohlstand, mehr Mobilität, mehr Auswahl, mehr technische Verfügung, mehr individuelle Optionen. Mehr Mehr! Doch eine Gesellschaft, die nur wachsen kann, solange sie immer mehr verbraucht, ist hochgradig abhängig. Sie ähnelt einem Menschen, der seine innere Stabilität nur noch aufrechterhält, indem er die Dosis erhöht.

Die entscheidende Frage unserer Zeit wandelt sich für mich gerade stark: „Wie erzeugen wir weiteres Wachstum“ muss eine Alternative bekommen. Es ist viel interessanter, zu überlegen, wie man das Weniger organisieren kann, ohne aus ihm eine Demütigung zu machen.

Denn weniger ist niemals nur eine ökonomische Größe. Weniger Einkommen, weniger Einfluss oder weniger Konsum bedeuten für Menschen häufig auch weniger Anerkennung und weniger sozialen Wert. Das eigentliche Problem der Reduktion liegt daher nicht im materiellen Verlust selbst, vielmehr in seiner psychologischen Übersetzung. Sobald Menschen den Eindruck gewinnen, nicht nur weniger zu besitzen, sondern selbst weniger zu zählen, verwandelt sich Knappheit in Kränkung, Kränkung in Ressentiment und Ressentiment in politische Härte. - Genau deshalb wird sich sozialer Fortschritt künftig daran messen müssen, ob eine Gesellschaft das Weniger intelligent, gerecht und würdig gestalten kann. (...)"

Der Autor

Oliver Hoffmann, Professor Dr. Dr., ist Psychologe, Philosoph und Wirtschaftswissenschaftler. Er forscht und publiziert zu systemischen Krisen, Resilienz und ökonomischer Psychologie. Neben seiner akademischen Tätigkeit berät er internationale Unternehmen und Privatklienten an der Schnittstelle von Technologie, Psychologie und strategischer Transformation.

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