Details

Autor Freud, Sigmund; Bernays, Martha
Herausgeber Fichtner, Gerhard; Grubrich-Simitis, Ilse; Hirschmüller, Albrecht (Hg.)
Verlag S. FISCHER
Auflage/ Erscheinungsjahr 29.10.2025
Format 21.5 × 14 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung gebunden
Seiten/ Spieldauer 720 Seiten
Abbildungen Mit 17 s/w-Abbildungen und 9 Faksimiles
Reihe Die Brautbriefe, Band 5
ISBN 9783100228154

Zu diesem Band der Brautbriefe

Dieser Band bildet den Abschluss der ungekürzten Edition der zwischen Sigmund Freud und Martha Bernays ausgetauschten Brautbriefe:

Der fünfte, abschließende Band des Briefwechsels zwischen Sigmund Freud und Martha Bernays dokumentiert entscheidende Jahre im Leben des weltberühmten Begründers der Psychoanalyse. Der Aufenthalt an der Klinik Jean-Martin Charcots in Paris prägte Sigmund Freuds Weg zum Therapeuten. Seine Briefe berühren auch die aufreibenden familiären Verstrickungen, die die Verbindung der Verlobten beinahe zerrissen hätten. Die lang ersehnte Hochzeit bildet den Schlusspunkt der intimsten Korrespondenz von Sigmund Freud.

Die vorangegangenen Bände

  • Sei mein, wie ich mir's denke (Band 1 | 2011 )
  • Unser Roman in Fortsetzungen (Band 2 | 2013)
  • Warten in Ruhe und Ergebung, Warten in Kampf und Erregung (Band 3 | 2015)
  • Spuren von unserer komplizierten Existenz (Band 4 | 2019)
  • Dich so zu haben, wie Du bist (Band 5 | 2025)

Aus einer Rezension zu dieser Briefedition

"Hätten die Verlobten heute gelebt, dann hätten sie, noch abgesehen von den schnelleren und bequemeren Reisemöglichkeiten, zu jeder beliebigen Tageszeit mittels SMS, Whatsapp, Skype oder Facetime schriftlich, mündlich oder visuell direkt miteinander kommunizieren können. Wie anders wäre ihre Liebesgeschichte dann verlaufen! Wie viele Missverständnisse und Dissonanzen, verursacht durch die vom damaligen Postverkehr bedingte Zeitspanne zwischen Brief und Antwortbrief (ca. zwei Tage, per Eisenbahn), wären dann gar nicht aufgetreten. Der zeitliche Hiatus zwischen den einzelnen Briefen, die sich ständig kreuzen, erschwert auch die Lektüre dieser »dyschronen Monologe« (Molnar)

Die Herausgeber haben sich jedoch viel Mühe gemacht zu erklären, worauf jeder einzelne Brief antwortet. Wir verdanken nun dieser vom Liebespaar als schwere Prüfung erlebten Zeit der räumlichen Trennung sowie der Tatsache, dass ihre Briefe überhaupt erhalten geblieben sind, einen einzigartigen detaillierten Einblick in das Innen-, Alltags- und Berufsleben Freuds in diesen Jahren, in denen er – meist im Wiener Allgemeinen Krankenhaus tätig und wohnhaft – als Nervenarzt ausgebildet wurde und sich auf seine Privatpraxis vorbereitete. Außerdem lernen wir in bisher ungekannter Weise seine künftige Ehefrau Martha Bernays kennen als junges Mädchen, das den stürmischen und anspruchsvollen, ja bisweilen tyrannischen Geliebten liebevoll-diplomatisch zu bändigen hatte. »Mein guter, liebster, bester, unangenehmer, unausstehlicher Freund, mein sanfter, nachgiebiger Tyrann, mein Sigi« lautet einmal ihre vielsagende Anrede (2.9.1882). (...)"

Aus einer Rezension der Brautbriefe der ersten drei Bände von Walter Schönau, erschienen im Jahrbuch für Literatur und Psychoanalyse Bd 36. Würzburg 2017, Seiten 227-233

Editionsplan der Reihe:

Band 1: Sei mein, wie ich mir's denke (2011)
Band 2: Unser ›Roman in Fortsetzungen‹ (2013)
Band 3: Warten in Ruhe und Ergebung, Warten in Kampf und Erregung (2015)
Band 4: Spuren von unserer komplizierten Existenz (2019)
Band 5: Dich so zu haben, wie Du bist (ca 2021)

Pressestimmen

»Der Leser wird endlich zugelassen und bald mitgerissen, so als hätte er einen Roman vor sich. (…) ein bewegendes, höchst aufschlußreiches Dokument und zugleich ganz große Prosa.«

Süddeutsche Zeitung

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