Details
| Autor | Pap, Gabriela |
|---|---|
| Verlag | Springer |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 18.04.2017 |
| Format | 21 × 14.8 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | XII, 171 Seiten |
| ISBN | 9783658178871 |
Zu diesem Buch
Gabriela Pap widmet sich dem in der Individualpsychologie zentralen, aber kontrovers diskutierten Begriff des Gemeinschaftsgefühls, zu dem bislang eine genaue Definition fehlt. Die Autorin zieht die Philosophie des deutschen Idealismus, die moderne Psychoanalyse sowie die neueren Entwicklungen angrenzender Wissenschaften, die sich mit der Intersubjektivitätsfähigkeit des Menschen beschäftigen – wie die Entwicklungspsychologie, die Säuglings- und Bindungsforschung, die Neurowissenschaften und die Theorie der Affektregulierung und Mentalisierung –, heran, um das Gemeinschaftsgefühl als Begriff zu präzisieren. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dieser Zusammenschau können sich nicht nur auf die individualpsychologische Entwicklungspsychologie, sondern auch auf die klinische Arbeit der Individualpsychologen auswirken.
Inhalt
1. Vorwort
2. Einführung
3. Theoretischer Hintergrund
- 3.1 Definition des Gemeinschaftsgefühls in der Individualpsychologie
3.1.1 lntersubjekiivität in der Philosophie
3.1.2 lntersubjekiivität in der Psychoanalyse
3.1.3 Parallelen und Unterschiede zwischen dem Begriff des Gemeinschaftsgefühls und der Intersubjektivität
4. Intersubjektivitätstheorien in der Philosophie
- 4.1 Intersubjektivität und deutscher Idealismus - J-G- Fichte und G.W. Hegel
4.1.1 J.G. Fichte - Grundlage des Naturrechts
4.1.2 G.W.F. Hegel - Die Phänomenologie des Geistes
4.1.3 Zusammenfassung deutscher Idealismus und Intersubjektivität - 4.2 Jean-Paul Sartre - Das Sein und das Nichts
4.2.1 Das „An-sich' und das Für-sich"
4.2.2 Die Existenz Anderer
4.2.3 Der Blick
4.2.4 Der Körper
4.2.5 Die konkreten Beziehungen zu Anderen
4.2.6 Zusammenfassung der Position Sartres - 4.3 Zusammenfassung: Intersubjektivität in der Philosophie
5. Intersubjektivitätstheorie der Psychoanalyse
- 5.1 Entstehung der Intersubjektivitätstheorie der Psychoanalyse
5.1.1 Erste Phase: „Faces in a cloud“ (Stolorow und Atwood [1979J])
5.1.2 Zweite Phase: „Structures of Subjectivity“ (Atwood und Stolorow [Orig. 1984])
5.1.3 Dritte Phase: „Psychoanalytic Treatment“ (Stoloruw, Brandchaft und Atwood 1987)
5.1.4 Vierte Phase: Contexts of being (1992)
5 1.5 Fünfte Phase; „Intersubjektivität in der Psychoanalyse. Kontextualismus in der psychoanalytischen Praxis“ - 5.2 Konsequenzen der Intersubjektivitätstheorie für die klinische Arbeit
5.2.1 Die isolierte Seele
5.2.2 Neutralität - Abstinenz
5.2.3 Die unkontaminierte Übertragung
5.2.4 Gegenübertragung - Co-Übertragung
5.2.5 Schlussfolgerungen für den therapeutischen Prozess
5.2.6 Zusammenfassung Intersubjektivitätslheorie der Psychoanalyse - 5.3 Intersubjektivität - Entwicklungen in Europa
5.3.1 Positionen im Rahmen der Intersubjektivität
5.3.2 Affektregulierung, Mentalisierung, Entwicklung des Selbst
5.3.3 Bindungstheorie
5.3.4 Zusammenfassung
6. Individualpsychologie
- 6.1 Philosophische Grundlagen der Methode
6.1.1 Deutscher Idealismus und Tiefenpsychologie
6.1.2 Adlers philosophische Position
6.1.3 Sartre - Adler - 6.2 Grundlegende Konzepte der Individualpsychologie
6.2.1 Minderwertigkeit
6.2.2 Überwindung des Minderwertigkeitsgefühls - Kompensation
6.2.3 Geinemschaftsgefühl
6.2.4 Beziehung und Gemeinschaftsgefühl
6.2.5 Individualpsychologische Entwicklungspsychologie unter Einbeziehung des Gemeinschaftsgefühls
6.2.6 Gemeinschaftsgefühl und das Konzept der Anerkennung
6.2.7 Neueste Entwicklungen der individualpsychologischen Entwicklungspsychologie - 6.3 Individualpsyehologie und Intersubjektivität
7. Fazit
Literatur
Aus dem Vorwort der Autorin
"Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem individualpsychologischen Begriff des Gemeinschaftsgefühls. Dieser Begriff wurde von Alfred Adler erst ab 1918 als einer der wichtigsten Pfeiler seiner Theorie betrachtet, danach einem starken Wandel unterzogen, was zu vielen Missverständnissen und Kontroversen geführt hat. Diese unzufriedenstellende Lage versuche ich im Rahmen dieser Arbeit auszugleichen, indem ich das Gemeinschaftsgefühl aus der Perspektive verschiedener Intersubjektivitätstheorien beleuchte.
Zunächst findet eine Auseinandersetzung mit den Intersubjektivitätstheorien der Philosophie von Fichte, Hegel und Sartre statt. Danach wird die Intersubjektivitätstheorie der Psychoanalyse vorgestellt, um schließlich die aktuelle Entwicklung bezüglich Intersubjektivitätsforschung in Europa darzulegen.
Die Auseinandersetzung mit den Intersubjektivitätstheorien der Philosophie hat es ermöglicht, einige Aspekte des Gemeinschaftsgefühls zu präzisieren. In diesem Zusammenhang kann man das Konzept des Gemeinschaftsgefühls als Werteinstanz, Moral, Vernunft bzw, Common Sense definieren. Die intersubjektive Psychoanalyse hilft bei der
Präzisierung des Begriffs insofern, als dass sie danach verlangt, das Intrapsychische zu kontextualisieren, d.h. es in Bezug zur sozialen Umwelt zu setzen. Die fruchtbarste Auseinandersetzung war jedoch die mit den neueren Entwicklungen in den angrenzenden Wissenschaften wie z.B., der Entwicklungspsychologie, Säuglings- und Bindungsforschung, den Neurowissenschaften und der Theorie der Affektregulierung und Mentalisierung, die sich mit der Intersubjektivitätsfähigkeit des Menschen beschäftigen und hier nach Erklärungen suchen. Anhand dieser Theorien kann das Konzept des Gemeinschaftsgefühls als ein komplexes Gefüge verstanden werden, das zum Teil auf angeborenen Fähigkeiten des Menschen beruht bzw. auf gewissen erworbenen Fertigkeiten. Dies wirkt sich nicht nur auf die individualpsychologische Entwicklungspsychologie aus, sondern auch auf die klinische Arbeit der Individualpsychologen."
Die Autorin
Dr. Gabriela Pap ist Psychotherapeutin in eigener Praxis (Arbeit mit Kindern, Jugendlichen sowie Erwachsenen) sowie Lehranalytikerin und Supervisorin im Fach Individualpsychologie an der Sigmund Freud PrivatUniversität Wien (SFU).
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