Details

Autor King, Stephen
Verlag Heyne
Auflage/ Erscheinungsjahr 08.02.2011
Format 18.7 × 12 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 800 Seiten
Gewicht 477
ISBN 9783453435735

Zu diesem Beitrag des Autors

Nur die Tapfersten sollten dieses Buch lesen: In Danse Macabre zeigt der Meister der Horrorliteratur Stephen King, was ein Albtraum ist.

Aus einer Reihe von Vorträgen, die der ´King des Horrors` seinerzeit an der University of Maine hielt, entstand das vorliegende Kompendium über Horror in Literatur und Film. Eine einzigartige Zusammenstellung der Meilensteine des Genres, geprägt von den persönlichen Vorlieben und Interessen des Meisters. Stephen King analysiert alle Kniffe seiner Kollegen, enthüllt ihre Tricks und beschreibt die Entwicklung des Genres. Wer Danse Macabre gelesen hat, der weiß, warum er keinen Schlaf findet. Ein brillant formuliertes und umfassend recherchiertes Buch.

Aus dem Vorwort des Autors

"(....) In Danse Macabre, einem Buch, das ich vor fast dreißig Jahren geschrieben habe, behauptete ich, dass Menschen, die sich von Geschichten über Monster und Katastrophen angezogen fühlen, im Grunde ziemlich gesund (wenn auch manchmal morbid) sind. Kritiker des Buches – und es gab einige davon – antworteten wie vorherzusehen war: »Ja, klar, was sollst du auch sonst sagen? Dass ihr alle ein Haufen kranker Hunde seid?« Nun, vermutlich sind wir das – aber wir haben auch übermäßig viel Fantasie (was manchmal ein Segen, zu anderen Zeiten aber – insbesondere spätnachts, wenn man nicht schlafen kann – ein Fluch ist). Eine der Beigaben, die man erhält, wenn man vom Amt für Gene mit übermäßig viel Fantasie ausgestattet wird, ist, sich viel mehr Sorgen als der Durchschnittsmensch zu machen. Während Mutter und Vater sich also eine Etage tiefer Doritos knabbernd American Idol* im Fernsehen ansehen und sich darum sorgen, dass ihr Lieblingsträllerer vielleicht aus der Show fliegt, sitzt ihr mit überreicher Einbildungskraft ausgestatteter kleiner Junge (oder ihr kleines Mädchen) oben in seinem Zimmer, hört Songs von Slipknot und fragt sich, ob man von Doritos eigentlich Krebs bekommen kann.

Fantasievolle Menschen haben eine klarere Vorstellung von ihrer Verletzlichkeit; fantasievolle Menschen wissen, dass alles verheerend schieflaufen kann, jederzeit. Fantasievolle Menschen glauben nicht daran, dass es immer nur die anderen trifft, von einem Serienmörder umgebracht zu werden; sie wissen, dass Burschen wie Henry (der Mörder aus dem Film HENRY: PORTRAIT OF A SERIAL KILLER ) tatsächlich da draußen sind, und es viel wahrscheinlicher ist, einem von ihnen in die Arme zu laufen als den 350-Millionen-Dollar-Jackpot in der Powerball-Lotterie zu gewinnen. Und es gibt noch viele andere Serienmörder da draußen. Sie tragen Namen wie Krebs, Schlaganfall oder Begegnung mit einem mit Wodka abgefüllten Alkoholiker, der als Geisterfahrer auf der falschen Spur der Autobahn – Ihrer Spur – mit 110 Meilen pro Stunde entlangbrettert und sich einbildet, dass sein beschissener kleiner Honda Accord der Millennium-Falke ist. In einem solchen Fall sind Enthauptung und sofortiger Tod vielleicht das Bester-Fall-Szenario. Der schlimmste Fall? Sie sind querschnittsgelähmt und müssen die nächsten fünfundzwanzig Jahre oder so in einen Beutel pissen, der an ihrer Hüfte hängt. Und der Mensch mit der Fantasie im Übermaß weiß das. (...)"  - * Die amerikanische Variante von DEUTSCHLAND SUCHT DEN SUPERSTAR (Anm. d. Red.)

Inhalt

  • Über das Unheimliche – ein Vorwort zur Ausgabe von 2010
  • Vorwort zur Originalausgabe
  • Vorwort zur Ausgabe von 1983

Kapitel 1 - Der 4. Oktober 1957 und eine Einladung zum Tanz

Kapitel 2 - Geschichten vom Haken

Kapitel 3 - Geschichten vom Tarot

Kapitel 4 - Eine ärgerliche autobiografische Unterbrechung

Kapitel 5 - Das Radio und die Kulisse der Realität

Kapitel 6 - Der moderne amerikanische Horrorfilm – Text und Subtext

Kapitel 7 - Der Horrorfilm als Billigfraß

Kapitel 8 - Die Mattscheibe – oder: Dieses Monster wurde Ihnen präsentiert von Gaines-Burgers

Kapitel 9 - Horrorliteratur

Kapitel 10 - Der letzte Walzer – Horror und Moral, Horror und Magie

Nachwort / Anhang: Die Filme; Die Bücher / Titelregister

Der Autor

Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftstelle. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.

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