Details
| Autor | Quincey, Thomas de |
|---|---|
| Herausgeber | Tippel, Georg (Buchschmuck) (Hg.) |
| Verlag | Julius Bard, Berlin |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 1902, EA |
| Format | Oktav, 18,5 bis 22,5 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Okart. |
| Seiten/ Spieldauer | (4), 231 Seitem |
| SFB Artikelnummer (SFB_ID) | SFB-001138_AQ |
Erste deutsche Ausgabe. Mit Buchschmuck der Offizin von Poeschel und Trepte auf Papier von Bertold Sigismund. Die Nachbildungen der Zeichnungen in Zinkätzung wurden hergestellt in der Anstalt von Fischer und Brökelmann in Berlin
Zu diesem autobiografischen Bericht
"Bekenntnisse eines englischen Opiumessers ist der autobiografisch Bericht des englischen Autors Thomas De Quincey. Der Text wurde erstmals unter dem Titel Confessions of an English Opium-Eater im September und Oktober 1821 im London Magazine anonym veröffentlicht, 1822 folgte die Veröffentlichung als Buch und 1856 eine durch De Quincey durchgesehene weitere Ausgabe. Das Buch ist De Quinceys Erstlingswerk, es gilt als die erste literarische Darstellung selbst erlebter Rauschzustände und machte seinen Autor mit einem Schlag bekannt.
Das Buch ist in drei Teile untergliedert. Nach einer kurzen biografischen Einleitung schildert De Quincey die Freuden des Opiums, es folgt ein Bericht über die Leiden des Opiumkonsumenten und schließlich das Kapitel „Schrecken des Opium“. -Im ersten Teil beschreibt De Quincey, der seit dem siebten Lebensjahr verwaist ist und unter der nachlässigen Vormundschaft von vier Personen aufgewachsen ist, seine Schulzeit im Internat. Als 17-Jähriger flieht er aus dem Internat, nachdem er erfolgreich eine ältere Dame aus seinem Bekanntenkreis um Geld angebettelt hat. Er schlägt sich nach London durch und freundet sich mit der jungen Prostituierten Anna an. Das Geld ist schnell ausgegeben, und er findet Unterschlupf in einem Abbruchhaus, das einem zwielichtigen Winkeladvokaten gehört. Er lebt von Abfällen, leidet meistens Hunger. Ein Projekt, Geld mit literarischen Arbeiten zu verdienen, schlägt fehl.
Im Jahr 1804 befindet er sich in London und nimmt wegen starker Kopf- und Gesichtsschmerzen auf Anraten eines Studienfreundes zum ersten Mal Opium in der Form von Laudanum ein. Die beruhigende Wirkung der Droge, die positive Wirkung auf das seelische Gleichgewicht und die geistige Klarheit und Kreativität führen in den nächsten acht Jahren zu einem maßvollen und kontrollierten Konsum von Opium, der immer wieder von längeren Phasen unterbrochen wird, in denen er ohne Droge auskommt.
Inzwischen lebt er in einem einsamen Bauernhaus und beschäftigt sich immer noch, wie während seiner Universitätszeit, mit dem Studium deutscher „Metaphysiker: Kant Fichte, Schelling“. Die Opiumdosis liegt bei 25 Tropfen am Tag. 1813 kehrt ein schmerzhaftes Magenleiden zurück, an dem er schon in seiner Jugend gelitten hat. Ab jetzt nimmt er täglich Opium und betrachtet sich selbst als „gewohnheitsmäßigen und regelmäßigen Opiumesser“. Das führt zu schwankenden Gemütsverfassungen, zu Trübsinn und Melancholie, zu Traumzuständen und plötzlichen Glücksmomenten. Irgendwann taucht ein dubioser Malaie auf, der bei ihm übernachtet, Mengen von Opium zu sich nimmt und irgendwann verschwindet.
Bei all dem Wohlbefinden, das ihm das Opium verschafft, reagiert sein Körper schließlich auf den jahrelangen Missbrauch. Er bekommt Magenschmerzen, Schweißausbrüche, und seine intellektuellen Fähigkeiten lassen nach. 1819 fällt ihm ein Buch des britischen Nationalökonomen Ricardo in die Hände, das ihn fasziniert und in das er sich vertieft, was schließlich zu einer allmählichen Laudanum-Abstinenz führt. (...) Wie der Entzug im Einzelnen verläuft, darüber gibt er nur vage Informationen. Allerdings beschreibt er ausführlich das Ausmaß und die Themen seiner vorgehenden nächtlichen Alpträume, von den „architektonischen“ Träumen, die den Visionen eines Piranesi ähneln, dann Visionen über Seen und Wasserflächen, orientalische Träume und den Verlust von Gefühlen für Raum und Zeit. Schließlich steigen Bilder und lange vergessene Ereignisse aus seiner Kindheit in vollkommener Klarheit und Intensität aus seinen Erinnerungen auf, die ihn schreiend aus dem Schlaf auffahren lassen." (Quelle:; Wikipedia, gekürzt)
Erhaltungszustand
Seltene Erstausgabe aus dem Jahr 1902 in der schönen Originalbindung des Verlages in einem noch erstaunlich guten Zustand; die Einbandkanten leicht berieben, der Buchrücken oben etwas bestoßen und am unteren Kapital minimal lädiert mit winziger Fehlstelle (vgl. Fotos). Das an einer kleinen Stelle am Einband gelöste Überzugspapier wurde professionell fixiert. Innen gut und textsauber; auf dem dem Titelblatt unten im weißen Rand schwache Spuren eines kleinen Stempels in ungarischer Sprache; verso auf der letzten Seite. Insgesamt ein vergleichbar noch recht gut erhaltenes (Einband), innen gutes und mithin sammelwürdiges Exemplar.
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