Details
| Autor | King, Stephen |
|---|---|
| Verlag | Heyne |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 10.04.2017 |
| Format | 18.8 × 11.9 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Paperback |
| Seiten/ Spieldauer | 816 Seiten |
| Gewicht | 490 |
| ISBN | 9783453438927 |
Zu diesem Sammelband
Abermals legt Stephen King, u.a. Träger des renommierten O.-Henry-Preises, eine umfassende und vielseitige Kurzgeschichtensammlung vor. Die Originale wurden teilweise in Zeitschriften vorabveröffentlicht; andere liegen erstmals in der Sammlung vor. Die Geschichte »Keksdose« wurde neu in die Taschenbuchausgabe aufgenommen.
Nicht immer blanker Horror, aber immer psychologisch packend und manchmal schlicht schmerzhaft wie ein Schlag in die Magengrube – Geschichten, die uns einladen, Stephen Kings Meisterschaft im Erzählen aufs Neue beizuwohnen, oder wie er selbst sie in seinem Basar der bösen Träume ausruft: »Hereinspaziert, ich habe die Geschichten eigens für euch geschrieben. Aber seid vorsichtig. Bestenfalls sind sie bissig und schnappen zu.« - Ebenfalls im Buch enthalten: Kings neue Story »Die Keksdose«
Vorbemerkung des Autors
Manche dieser Geschichten wurden bereits anderswo veröffentlicht, was jedoch nicht heißt, sie wären damals fertig gewesen oder wären es jetzt. Bevor ein Schriftsteller in den Ruhestand geht oder stirbt, ist sein Werk nicht vollendet; es kann immer noch ein wenig Schliff und ein paar
weitere Überarbeitungen gebrauchen. Außerdem sind allerhand neue Texte dabei. Und noch etwas will ich euch mitteilen: wie froh ich darüber bin, lieber treuer Leser, dass wir beide immer noch da sind. Cool, oder?
SK
Aus dem Vorwort
Ich habe einiges für dich gebastelt, lieber treuer Leser; du siehst es vor dir im Mondlicht ausgebreitet. Doch bevor du einen Blick auf die kleinen, handgearbeiteten Schätze wirfst, die ich feilhalte, wollen wir ein wenig darüber sprechen, ja? Es dauert nicht lange. Komm, setz dich neben mich. Und rück doch ein wenig näher. Ich beiße nicht. Allerdings … wir kennen uns nun schon seit sehr langer Zeit, und ich vermute, du weißt, dass das nicht so ganz stimmen kann.
Nicht wahr?
I
Ihr würdet euch wundern – zumindest nehme ich das an –, wie viele Leute mich fragen, weshalb ich immer noch Kurzgeschichten schreibe. Das hat einen ganz einfachen Grund: Sie zu schreiben macht mich glücklich, weil ich dazu geschaffen bin, andere Menschen zu unterhalten. Gitarre spiele ich nicht besonders gut, und Steptanzen kann ich gar nicht, aber das kann ich. Daher tue ich es. Zugegeben, von Natur aus bin ich Romancier und habe eine besondere Vorliebe für lange Texte, in die Autor und Leser mit Haut und Haar eintauchen können, weil die Literatur dort die Chance erhält, zu einer nahezu realen Welt zu werden. Gelingt ein langes Buch, so haben Autor und Leser nicht nur eine Affäre; sie sind verheiratet. Wenn Leser mir schreiben, wie schade es sei, dass The Stand oder Der Anschlag ein Ende finden mussten, habe ich das Gefühl, dass das betreffende Buch ein Erfolg war. Allerdings haben auch kürzere, intensivere Erfahrungen ihre Vorteile. Sie können erfrischend, ja schockierend sein, wie ein Walzer mit einem Fremden, den man nie wiedersehen wird, wie ein Kuss im Dunkeln oder wie ein wunderhübscher, kurioser Gegenstand, der bei einem Straßenflohmarkt auf einer billigen Decke ausliegt. Tja, und wenn meine kurzen Geschichten gesammelt erscheinen, komme ich mir wirklich immer vor wie ein Straßenhändler, wenn auch wie einer, der nur um Mitternacht verkauft. Ich breite mein Sortiment aus und lade die Leser – das seid ihr – dazu ein, herbeizukommen und etwas auszuwählen. Dabei füge ich immer die angemessene Warnung hinzu: Seid vorsichtig, meine Lieben, denn manche dieser Waren sind gefährlich. Das sind jene, in denen böse Träume verborgen sind, jene, die einem im Kopf herumgehen, wenn man nicht einschlafen kann und sich fragt, weshalb die Tür des Kleiderschranks offen steht, obwohl man doch bestens weiß, dass man sie geschlossen hat
Der Autor
Stephen King, 1947 in Portland, Maine, geboren, ist einer der erfolgreichsten amerikanischen Schriftstelle. Für sein Werk bekam er zahlreiche Preise, darunter 2003 den Sonderpreis der National Book Foundation für sein Lebenswerk und 2015 mit dem Edgar Allan Poe Award den bedeutendsten kriminalliterarischen Preis für Mr. Mercedes. 2015 ehrte Präsident Barack Obama ihn zudem mit der National Medal of Arts. 2018 erhielt er den PEN America Literary Service Award für sein Wirken, gegen jedwede Art von Unterdrückung aufzubegehren und die hohen Werte der Humanität zu verteidigen.
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