Details
| Autor | Adler, Alfred |
|---|---|
| Herausgeber | Bruder-Bezzel, Almuth (Hg.) |
| Verlag | Vandenhoeck u. Ruprecht |
| Auflage/ Erscheinungsjahr | 28.10.2009 |
| Format | 23,7 × 16 cm |
| Einbandart/ Medium/ Ausstattung | Geb. mit SU |
| Seiten/ Spieldauer | 239 Seiten |
| Gewicht | 538 |
| Reihe | Alfred Adler-Werkausgabe, Band 7 |
| ISBN | 9783525460559 |
Zu diesem Band der Werkausgabe
Der 7. Band der Alfred Adler-Werkausgabe umfasst 25 Aufsätze aus Adlers gesamter Schaffensperiode (1897 bis 1937), in denen er sich zu gesellschaftlichen, politischen und kulturellen Erscheinungen äußert, zu ihnen engagiert Stellung nimmt und sie im Licht seiner psychologischen Theorie erörtert.
Die ausgewählten Texte behandeln eine große Bandbreite von Themen wie Sozialmedizin, Sexualität und soziale Beziehungen unter gesellschaftlichem Gesichtspunkt, politische und weltanschauliche Phänomene wie Marxismus, Bolschewismus, Krieg, Massenbewegungen und Führerpersönlichkeiten, Fragen zur Literatur- und Künstlerpsychologie. Es eröffnen sich spannende Ausblicke sowohl auf diese Problembereiche als auch auf Adlers theoretisches und methodologisches Denken. In seinen Beiträgen zeigt sich ein hohes gesellschaftspolitisches Engagement, in dem auch der Mensch Alfred Adler sichtbar wird.Eine Besonderheit dieses Bandes ist es, dass sehr viele dieser Aufsätze bisher nur in einer Erstveröffentlichung durch Adler selbst an verstreuten Orten vorlagen und daher bisher weitgehend unbekannt waren.
Die gesamte Werkausgabe umfaßt die folgenden Bände
- Band 1: Persönlichkeit und neurotische Entwicklung – Frühe Schriften (1904–1912)
- Band 2: Über den nervösen Charakter (1912)
- Band 3: Persönlichkeitstheorie, Psychopathologie, Psychotherapie (1913–1937)
- Band 4: Schriften zur Erziehung und Erziehungsberatung (1913–1937)
- Band 5: Menschenkenntnis (1927)
- Band 6: Der Sinn des Lebens (1933) / Religion und Individualpsychologie (1933)
- Band 7: Kultur und Gesellschaft (1897–1937)
Der Autor
Alfred Adler (1870–1937) darf mit C.G. Jung zu den Gründerpersönlichkeiten der Psychoanalyse in der unmittelbaren Umgebung Sigmund Freuds gerechnet werden, und er gilt auch als deren erster Dissident (1911). In seinen Schriften legte Adler früh den Grundstein für eine eigenständige tiefenpsychologische Schulrichtung, die Individualpsychologie, die bestrebt ist, neben der subjektiven Befindlichkeit des einzelnen humanistische und sozialpsychologische Aspekte in den Behandlungskontext zu integrieren.
Adlers Thesen, die schließlich zum Bruch mit Freud führten, können rückblickend durchaus verstanden werden als Anstöße und Erweiterungen einer psychoanalytischen Theorie der Persönlichkeit, die Freud durch sein Beharren auf die Trieblehre anfangs zu verhindern suchte. Bezeichnend hierfür sind etwa das Mitbetonen psychosomatischer, sozialer und gesellschaftlicher Faktoren für Entstehung und Verlaufsformen psychischer Störungen sowie die Hervorhebung der Beziehungsdynamik, der Interaktion und Intersubjektivität.
Der Herausgeber
Karl Heinz Witte, Dr. phil. , hat Germanistik, Philosophie und Theologie studiert. Neben der hauptsächlichen Beschäftigung mit den Werken Meister Eckharts inklusive Beratungen, Vorträgen und Seminaren zur Lehre Meister Eckharts ist er auch noch in eigener psychoanalytischer Praxis tätig sowie Dozent und Lehranalytiker am Alfred Adler Institut München.
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