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Zwischen Amok und Alzheimer

Zur Sozialpsychologie des entfesselten Kapitalismus

Details

Verlag Brandes & Apsel
Auflage/ Erscheinungsjahr korr. Aufl.; 02.12.2015
Format 23,5 × 15,5 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 292 Seiten
Gewicht 500
ISBN 9783955581084

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24,90 €


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Zu diesem Buch

Der im Namen des Neoliberalismus von der Leine gelassene Kapitalismus hat ein gesellschaftliches Klima der Kälte und Feindseligkeit entstehen lassen, das sich in den Menschen als psychische Frigidität, Rücksichtslosigkeit und Indifferenz reproduziert.

Selbst auf die Kindheit fällt ein Kälteschatten: Die Gesellschaft des entfesselten Marktes mit den von ihr zunehmend konditionierten Menschen bemächtigt sich der Kinder immer ungehemmter und früher mittels immer ausgefeilterer elektronischer Sucht- und aufgeschäumter Verblödungsmittel mit Depotwirkung.

Derartige Verhältnisse dürften für die Zukunft Sozialisationstypen erwarten lassen, die in ihrer Problematik von ganz neuem Kaliber sein werden. Eisenmanns Befund: Die heute immer häufiger anzutreffenden Formen verwahrloster Nicht-Sozialisation werden sich im deutlich höheren Aufkommen an Psychopathen zeigen. Denn es wird ein Menschentyp herangezüchtet, der in seiner Bindungs-, Skrupel- und Gefühllosigkeit der Funktionsweise der Gesellschaft des entfesselten Marktes entspricht und ihr Leitbild Ich-meiner-mir-mich widerspiegelt.

Pressestimmen

»Eisenberg macht eine alltägliche Beobachtung und knüpft einen so frappierenden Gedanken daran, dass uns ein einziger Satz den medialen Schleier von den Augen nimmt.« (Matthias Altenburg, alias Jan Seghers, Frankfurter Rundschau)

Über den Autor

Götz Eisenberg, geboren 1951 in Arolsen, Hessen. Studium der Politik­wissenschaft, Soziologie und psychosomatischen Medizin an der Uni­versität Gießen. Promotion mit einer Arbeit zur Geschichte der sozialen Bewegungen. Ausbildung zum Familien­therapeuten. Seit 1993 Gefängnispsychologe an der JVA Butzbach. Organisiert dort Kulturprojekte, Theateraufführungen und Lesungen. Buch- und Zeitschriftenveröffentlichungen seit den frühen 1970er Jahren in der Tradition der Kritischen Theorie, u. a. zu Amok, Hass und Gewalt.

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