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Stekel, Wilhelm; Freud, Sigmund (Hg.)

Zentralblatt für Psychoanalyse - III. Jahrgang 1913

Medizinische Monatsschrift für Seelenkunde. Organ der Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung

Details

Verlag Wiesbaden, Verlag von J. F. Bergmann
Auflage/ Erscheinungsjahr 1913, EA
Format Gr.-8°
Einbandart/ Medium/ Ausstattung OHlwd. mit geprägtem Rückentitel
Seiten/ Spieldauer 6549 Seiten, mit Register
Gewicht 2200 g
SFB Artikelnummer (SFB_ID) SFB-007877_AQ

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Zur Redaktionsgeschichte dieser Zeitschrift

ZENTRALBLATT FÜR PSYCHOANALYSE

"In the wake of the Jahrbuch für Psychoanalyse, the psychoanalytic movement published its first monthly periodical, the Zentralblatt für Psychoanalyse (Central review of psychoanalysis) in 1911. For the first two years Freud was the editor and Wilhelm Stekel was the chief editor. Whereas the Jahrbuch addressed a specialist readership close to psychoanalysis and tended to reflect the specificity and specialization of clinical and theoretical psychoanalysis, the Zentralblatt had a more didactic mission. It tried on the one hand to afford a view of the rapidly growing wave of analytic literature and, on the other, to provide a forum for shorter works that were more accessible for the general public. Alongside more strictly medico-psychological articles, the Zentralblatt focused as well on interdisciplinary approaches involving history, literature, esthetics, teaching, and popular culture. The periodical addressed itself specifically to a lay readership both as the final consumer of psychoanalytic progress and as the author, thus becoming a witness to the "progress" of psychoanalytic knowledge.

The new periodical was introduced with a contribution by Freud, "The Future Prospects of Psycho-Analytic Therapy" (1910d). A considerable amount of space was reserved for brief observations in the form of examples, for the interpretation of dreams, parapraxes, and symptoms resulting from the "psychoanalysis workshop." In addition to providing a large space for reviews, intended as a guide to the mass of psychoanalytic publications, the Zentralblatt also provided the earliest information on psychoanalytic associations and their calendars of activities, beginning with the report on the first private psychoanalytic meeting held in Salzburg on April, 27, 1908.

After 1912 the Zentralblatt also contained the "correspondence sheet" (Korrespondenzblatt ), previously reserved exclusively for members of the International Psychoanalytical Association (IPA), and thus became its official organ. This official role provoked a conflict in 1912 between the association and the editor, Wilhelm Stekel: Freud withdrew as editor in November 1912 and Stekel, having disagreed with the master concerning the choice of Viktor Tausk to replace him, took single-handed control of the position. That same year saw the founding of a new periodical, Imago, which acted as an alternative spokesperson for psychoanalysis.

As a result of this tension the IPA suspended its official collaboration with the Zentralblatt and in 1913 it founded its own publication, the Internationale Zeitschrift für Psychoanalyse, which resumed publication of the "correspondence sheets." Following this new configuration of the market for psychoanalytic publications, the Zentralblatt suspended its activity in 1914."   Lydia Marinelli

Inhalt des Jahrgangsbandes in auswahl

H. 1: Juliusburger, O., Zur Psychologie d. Alkoholismus; Hellmutz, H.v., Zur weiblichen Masturbation; H. 2: Spielrein, S., Beiträge zur Kenntnis der kindlichen Seele; Silberer, H., Zur Charakteristik des lekanomantischen Schauens; H. 4/5: Adler, A., Die Rolle des Unbewussten in der Neurose; Stekel, W., Die Ausgänge der psychoanalytischen Kuren; Furtmüller, C., Wandlungen in der Freud'schen Schule; Wulff, M., Zur Psychogenität des Asthmas bronchiale; H. 6/7: Putnam, J., Psychoanalyse und Philosophie, Rorschach, H., Analytische Bemerkungen über die Gemälde eine Schizophrenen; Lachtin, M., Die Besessenheit auf dem Lande in Russland; Stekel, W., Die Ausgänge der psychoanalytischen Kuren; H. 12: Juliusburger, O., Psychotheraphie und die Philosophie Schopenhauers; Adler, A., Traum u. Traumdeutung; Stekel, W., Asken und Religiosität; Bd. 4 H. 1/2: Levy, P.-E., Die Rolle der Psychotherapie in der Behandlung des Ischias; Blüher, H., Studien über den perversen Charakter (m. besonderer Brücks. der Inversion); Furtmüller, C., Schnitzler's Tragikomödie "Das weite Land"; Laubi, O., Über den Wert der Psychoanalyse für Ätiologie und Therapie des Stotterns und verwandter Sprachstörungen; Rorschach, H., Analyse einer schizophrenen Zeichnung; H. 3/4: Stekel, W., Zur Psychologie und Therapie des Fetischismus; Schrecker, P., Die individualpsychologische Bedeutung der ersten Kindheitserinnerungen; Cornelius, R., Die Autosuggestion; Freschl, R.R., Von Janet zur Individualpsychologie; H. 5/6: Stekel, W., Zur Psychologie und Therapie des Fetischismus; Niedermann, J., Der "männliche Protest" im Lichte von Kinderanalysen; H. 9/10; Wyrubow, N.A., Über Zyklothymie und ihre Kombinationen; Birstein, J., W. M. Garschin's Traum; Cresta, M., Ein Beitrag zur Kritik der physiologischen Theorie der normalen und pathologischen Wahrnehmung; Schmid, A., Hermann Bang's "Hoffnungslose Geschlechter"; Schroeder, Th., Die gekreuzigte Heilige von Wildisbuch; H. 11/12: Gross, O., Über Destruktionssymbolik; Freimark, H., Das erotische Moment in der unbewußten Talentäusserungen der sogenannten Medien; Stekel, W., Fortschritte der Traumdeutung; Marcus, E., Die Objektwahl in der Liebe; u . a.

Der Mitherausgeber

Wilhelm Stekel (* 18. März 1868 in Bojan, Bukowina, Österreich-Ungarn, heute Bojany/Бояни, Ukraine; † 25. Juli 1940 in London) war ein österreichischer jüdischer Arzt und Psychoanalytiker. Er spielte eine bedeutende Rolle in der frühen Geschichte der Psychoanalyse. (...)

Werk und Wirkung: Wilhelm Stekels frühe Meinungsverschiedenheiten mit Sigmund Freud sind in der Biographie von Francis Clark-Lowes[10] ausführlich dargestellt. Sie entstanden aus Freuds Konzept der Entstehung von neurotischer Angst, welche bei den sogenannten Aktualneurosen aus schädlichen Sexualpraktiken wie coitus interruptus, Abstinenz oder auch übermässiger Masturbation unmittelbar als organische Reaktion entstünde. Stekel widersprach der Ansicht der Schädlichkeit der Onanie und meinte, dass nur Schuldgefühle und Konflikte zu Ängsten führen könnten[11] Andere Diskussionen lassen sich daraus verstehen, dass Stekel die metapsychologischen Konstruktionen Freuds ablehnte und sein Denken bei einer phänomenologisch-praktischen Haltung blieb, was den Vorstellungen Freuds von Wissenschaftlichkeit nicht entsprach. Andererseits anerkannte Freud die besondere Begabung Stekels für das Erfassen von Traumbedeutungen und das Erkennen von komplizierten neurotischen Konfliktdynamiken. Im Briefwechsel mit Jung bezeichnete er Stekel als „Trüffelschwein“, welches die schönsten psychoanalytischen Funde mache.[12] Nach dem Bruch mit Freud wurden Stekels Werke in den führenden Fachorganen der Psychoanalyse kaum mehr gelesen und zitiert. Es wurde dort allmählich vergessen, welche Gedanken und Begriffe er als erster eingeführt hatte. So hat er als erster den Ausdruck Todestrieb benutzt. Sein Buch Nervöse Angstzustände spricht als erstes von der „Organsprache des Psychischen“ und ist damit als ein Grundlagenwerk der Psychosomatik zu werten. Er behauptete, dass der Hass psychologisch älter als die Liebe sei,[13] was Freud später zögernd aufnahm[14] Stekel gehörte zu den frühesten psychoanalytischen Literaturinterpreten. Er betrieb empirische Forschung, indem er Dichter zu ihren Träumen befragte.[15]

Stekels Werke waren sehr verbreitet. Seine populäre Erziehungsschrift Briefe an eine Mutter wurde in 25 Sprachen übersetzt. Viele Ärzte und Psychotherapeuten haben von der Psychoanalyse früher über ihn als über die Werke Freuds erfahren. Seine Hauptwerke bilden eine Besonderheit in der psychoanalytischen Literatur, weil sie überwiegend aus sehr detaillierten und oft sehr langen Falldarstellungen bestehen. Man kann sein Werk daher auch als Fallsammlungen zu bestimmten psychischen Phänomenen (Traum) und Störungen betrachten. Sie dürften eine bisher noch nicht bemerkte erhebliche kulturhistorische Bedeutung haben.

Stekel vertrat die Auffassung, dass die Sexualwissenschaft nur psychoanalytisch sein könne. Die sogenannten Perversionen betrachtete er als Neurosen, so auch die Homosexualität. Er verwendete den von Friedrich Salomon Krauss geprägten Ausdruck Paraphilie für Perversion und analog Parapathie für Neurose und Paralogie für Psychose, und es geht auf Stekel zurück, dass Paraphilie von der amerikanischen psychiatrischen Nomenklatur DSM-IV aufgenommen wurde.[16]

Stekel hat keine geschlossene Neurosentheorie hinterlassen. Sein wissenschaftliches Werk ist insofern noch unerschlossen, als ein innerer Zusammenhang seiner Grundbegriffe und Grundannahmen durchaus besteht. Sie nehmen eine Reihe von Ideen und Konzepten der späteren Psychoanalysegeschichte vorweg. Seit den 1990er Jahren gibt es in der Fachliteratur wieder ein verstärktes Interesse an seinem Werk. (...)."

Quelle: Wikipedia

Zum Erhaltungszustand

Hier der zweite Jahrgang dieser eminent wichtigen und frühen Zeitschrift der Psychoanalyse in guter bis sehr guter Erhaltung und in der Originalbindung des Verlages mit goldgeprägtem Rückentitel. Innen erstaunlich frisch; auf sehr wenigen Seiten einige kaum sichtbare Bleistiftanstreichungen.

Rezensionen

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