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Wie die Couch nach Kalkutta kam

Eine Globalgeschichte der frühen Psychoanalyse

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 10.03.2019
Format 22,2 × 14,6 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 538 Seiten
Gewicht 720
ISBN 9783518428658

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28,00 €


Merkliste

»Wir sollten weniger darüber staunen, dass die Psychoanalyse in Kalkutta auf Interesse stieß, als darüber,
daß uns das knapp 100 Jahre später noch überrascht.«

Jensen, Uffa

Zu diesem Buch

Ende des 19. Jahrhunderts begründete Sigmund Freud in Wien die Psychoanalyse. Innerhalb weniger Jahrzehnte entwickelte sie sich zu einer ganz eigenen Erkenntnis-, Forschungs- und Behandlungsmethode. Klassische psychoanalytische Begriffe wie »Über-Ich«, »Narzissmus« oder »Ödipuskomplex« sind längst in die Alltagssprache eingegangen.

Uffa Jensen interessiert sich für das Wie und Warum des weltweiten Ausbreitens dieser von Freud ausgehenden psychodynamischen  Bewegung und befasst sich daher mit drei Metropolen, die neben Wien für die psychoanalytische Bewegung von großer Bedeutung waren: Berlin, London und Kalkutta.

Jensen zeigt, wie Lehre und Behandlungstechnik dort vor dem Hintergrund existierender Therapieformen und lokaler Traditionen angepasst wurden und auf welchen Wegen solche Neuerungen dann wiederum Freud beeinflussten. Mittels erzählerischer »Schlüssellochtexte« schaut er direkt in die Behandlungszimmer, beleuchtet aber auch die politischen und gesellschaftlichen Aspekte der globalen Psychoanalyse. Von Anfang an als »Selbsttechnologie« konzipiert, hat sie den Weg bereitet für die heutige Ratgeber- und Coachingkultur. Zentral war dabei, auch das demonstriert diese Globalgeschichte, der therapeutische Umgang mit Emotionen: Schon Freud verstand seine Therapie als »Heilung aus Liebe«.

Stimmen zum Buch

»Uffa Jensens Buch, in dem sich erzählerisches Talent und ein ausgeprägter Sinn für intellektuelle Überraschungen verbinden, dient der geistreichen Verflüssigung von erstarrten Gedanken, es bringt Bewegung in eine alte, geschlossene Geschichte, die, in globalem Maßstab betrachtet und vorgeführt, an Frische und Kraft gewinnt und zum Paradebeispiel für die Reiseerzählungen von Ideen avanciert.«

Eberhard Rathgeb, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung

Der Autor

Uffa Jensen, geboren 1969, lehrt Geschichte an der Technischen Universität Berlin und forscht am dortigen Zentrum für Antisemitismusforschung.

Rezensionen

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