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Heimerl, Bernd (Hg.)

Unerhörte Stimmen

Psychoanalytische Erkundungen zu gesellschaftlichen Phänomenen

Details

Verlag Psychosozial-Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 06.2021
Format 21 × 14,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Paperback
Seiten/ Spieldauer 177 Seiten
Gewicht 272
Reihe Imago
ISBN 9783837930306

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22,90 €


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Zu diesem Buch

Unsere Gegenwart befindet sich im Umbruch: Zwischen weitreichenden humanitären Katastrophen, identitären Angriffen auf die offene Gesellschaft und pessimistischen Zukunftsvisionen drängt sich die Frage nach dem gesellschaftlichen Auftrag der Psychoanalyse, ihrer utopischen wie subversiven Kraft regelrecht auf.

Mit kulturanalytischem Anspruch zeigen die Autor*innen auf, wie gesellschaftliche Unordnung beschrieben, demaskiert und in größere Zusammenhänge eingebettet werden kann. Im Dialog mit Nachbardisziplinen und der klinischen Praxis entsteht dabei ein vielschichtiges Panorama, das grundlegende Fragen und individuelle Analysen verbindet. So unterschiedlich aktuelle Phänomene in den Bereichen Digitalisierung, Tierrecht, Sexualität oder Postmoderne auch sind – ihr gesellschaftliches Konfliktpotenzial verpflichtet die Psychoanalyse auf ihre Zeugenschaft und Verantwortung.

Inhalt

  • Bernd Heimerl: Unerhörte Stimmen. Psychoanalytische Erkundungen zu gesellschaftlichen Phänomenen – ein Vorwort
  • Kai Rugenstein: Utopie und Subversion der Psychoanalyse
  • Robert Weixlbaumer: Gebremste Beschleunigung. Über die Beziehungsgeschichte von Akzelerationismus und Todestrieb, mit einem libidinösen Umweg über Herbert Marcuse und die Postmoderne
  • Janne Harnischfeger: Adoleszente Ideologiekritik. Auf der Suche nach Identität in den Social Media
  • Maximilian Römer: Verleugnung und Projektion. Reflexionen zur Feindseligkeit gegenüber Pädophilen und zur Negation infantiler Sexualität in rechtspopulistischen und gesellschaftlichen Erregungsdiskursen
  • Anna Brenner: Chico Guevara – oder wann wird Tierliebe zu Menschenhass? Psychoanalytisch-sozialpsychologische Gedanken zu Querfrontbündnissen in Tierrechts- und Naturschutzbewegungen
  • Frauke Glöckner: Dr. Dolittle hat keine Katze
  • Bernd Heimerl: Ich bin Zeuge der Welt, die ich anschaue. Überlegungen zur psychoanalytischen Zeugenschaft
    im gesellschaftlichen Kontext
  • Mia Neuhaus: Im Raum des Anderen. Elemente einer Ethik der Solidarität

Der Herausgeber

Bernd Heimerl, Dr. rer.nat. Dipl.-Psych., ist Einzel- und Gruppenpsychoanalytiker, Supervisor und Lehranalytiker (DGPT/DPG/IPA) am Berliner Institut für Psychotherapie und Psychoanalyse e.V. (BIPP) und Vorsitzender des DPG-Instituts am BIPP. Sein Forschungsinteresse gilt der Interdisziplinarität und der Geschlechterkonstruktionen in der Psychoanalyse.

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