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Über-Empfindlichkeit

Spielformen der Idiosynkrasie

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr 03.09.2000
Format 20,4 × 12,7 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 265 Seiten
Gewicht 358
ISBN 978-3-518-41176-6

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Zu diesem Buch

Ein spannendes, vergnügliches und unterhaltsames Buch über eine wichtige Unwichtigkeit des Alltags: Silvia Bovenschen befaßt sich mit einem Phänomen, das uns allen vertraut ist – die Idiosynkrasie, die unerklärliche, manchmal skurrile Abneigung gegen unterschiedlichste Dinge.

»Etwas hat uns für einen kurzen Moment erstarren lassen: ein Geruch, ein Zeichen, eine Bewegung, ein Wort, ein Detail – nicht der Aufregung wert, und doch hat es uns in schrille Aufregung versetzt. Ein Bild, ein Ton, ein Satz – nicht der Beachtung wert, gleichwohl hat es alle Beachtung auf sich gezogen. Jeder kennt diese skurrilen, absurden Abneigungen, jeder hat eigene Formen der Idiosynkrasie, der unerklärlichen Überempfindlichkeiten.

Der griechische Begriff der Idiosynkrasie, meist übersetzt mit: eigene oder eigentümliche Mischung, bezeichnet diese Wahrnehmungs- und Verhaltensweisen. Solche Prägungen haben in den letzten Jahrhunderten kontroverse Beurteilungen erfahren: Für die einen sind sie irrationale, vernachlässigbare Verhaltensweisen, für die anderen Auslöser von Innovation in Kunst und Wissenschaft. Silvia Bovenschen nähert sich diesem Mischphänomen in seinen vielgestaltigen Erscheinungsformen aus den verschiedensten Richtungen: Sie grenzt es vom Ekel wie vom Schmerz ab, zeichnet das Verhältnis von Idiosynkrasie und Physiognomie, stellt Überlegungen an über die Beziehungen zwischen Idiosynkrasie und Flucht beim Zigarettenholen und versucht sich an einem Porträt des Schweizers als Verbrecher. Dabei steht nicht das der Idiosynkrasie unangemessene Bemühen um eine historisch-systematischen Begriffsgeschichte im Vordergrund, sondern das kaleidoskopartige Erfassen und Zergliedern seiner Spielarten. Auf diese Weise ist ein spannendes, vergnügliches und zugleich gelehrtes Buch über eine unserer so wichtigen Unwichtigkeiten des täglichen Tages entstanden.«

Über die Autorin

Silvia Bovenschen studierte Literaturwissenschaft, Soziologie und Philosophie und lebt als freie Publizistin in Frankfurt am Main. Sie erhält in diesem Jahr die Roswitha-Medaille der Stadt Gandersheim sowie den Heinrich-Merck-Preis für Essayistik.

Lieferbarkeitshinweis

Bei der SFB als verlagsfrischer Archivbestand zum Angebotspreis oder regulär lieferbar.

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