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Traurige Therapeuten

Roman

Details

Verlag C.H.Beck
Auflage/ Erscheinungsjahr 23.08.2012
Format 20,3 × 12,1 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 347 Seiten
Gewicht 486
ISBN 9783406641527

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Zu diesem Roman

Herr Singram ist mit der besten aller Welten mehr als unzufrieden und zieht sich enttäuscht und leicht angeschlagen in ein Sanatorium zurück, um endlich schriftlich zu fixieren, welche Lebens-Manöver er mit der Hilfe von Frauen, Tieren und weltflüchtigen Compagnons bestanden hat. Lässt seine Erinnerungsfähigkeit nach, versenkt er sich in die anekdotenreichen Tagebücher seiner Vorfahren, die alle eine Schwäche für Tiere hatten - Urgroßvater Irin war Zobeljäger, sein Sohn Edward unterhielt in England einen Privatzoo, dessen Sohn malt die Tiere - berühmt ist seine "Arche Noa sticht in See" - und zeugt zwischen zwei Bildern Arthur Singram, den Verfasser dieser melancholisch-komischen Annalen, in denen sich traurige Selbstironie und heitere Duldsamkeit gegen die tückische Realität verbünden; gegen die helfen nur Animositäten und Neurosen. Sein Arbeitsmotto ist von einem Herrn Dr. Knock, der einmal bedenkenswerterweise zu Protokall gab:- "Was ich nicht dulden kann, ist, dass die Gesundheit Ausmaße einer Provokation annimmt."

Ingomar von Kieseritzkys vergnüglicher Roman ist ein erzählerisches Füllhorn der Gebrechen, ein malades "Brehms Tierleben", komisch, absurd und unterhaltsam, die grundsätzlich vergängliche Einrichtung der Welt und ihre Malaisen werden mit soviel funkelndem Witz gefeiert, dass strotzende Gesundheit im Vergleich dazu öde und langweilig wirkt.

Pressestimmen

"Ein gewaltiger Spaß für alle, deren Zwerchfell überhaupt durch Worte zu erschüttern ist." - Jens Johler | in: Die Welt

"Ohne solche starrköpfigen und theoriefesten Platzhalter des eigenen und fremden Leids wäre unser Dasein um eine stark machende Kränkung ärmer"

Andreas Langenbacher, in der Neuen Züricher Zeitung NZZ, 13. Juli 2013

Der Autor

Ingomar von Kieseritzky (* 21. Februar 1944 in Dresden; † 5. Mai 2019 in Berlin) war ein deutscher Schriftsteller, der einem alten baltischen Adelsgeschlecht entstammte. von Kieseritzkyr besuchte Schulen in Stadthagen, Freiburg, Königsfeld und auf Langeoog. Danach war er ein Jahr lang Requisiteur am Goetheanum in Dornach, anschließend Buchhändler in Berlin und Göttingen. Ab 1971 lebte er als freier Schriftsteller in Berlin. Kieseritzky war zum einen Verfasser experimenteller Prosa, die stets eine Tendenz zum Grotesken und Absurden aufweist. Zum anderen war er mit mehr als 100 Titeln einer der produktivsten deutschen Hörspielautoren der Gegenwart. Seit 1998 war Kieseritzky Mitglied der Akademie der Künste Berlin. Ingomar von Kieseritzky starb im Mai 2019 im Alter von 75 Jahren in Berlin. [Quelle: gekürzt nach Wikipedia]

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