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Träume in der griechischen Tragödie

Eine ethnopsychoanalytische Untersuchung (Dt. Erstausgabe)

Details

Verlag Suhrkamp
Auflage/ Erscheinungsjahr Deutsche Erstausgabe; 11.10.1982
Format 20,5 × 12,7 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Hardcover
Seiten/ Spieldauer 551 Seiten
Gewicht 577
ISBN 9783518576144

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47,80 €


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Zu diesem Buch

Georges Devereux versucht mit diesem Buch, die psychologische Glaubwürdigkeit der Träume zu demonstrieren, die Aischylos, Sophokles und Euripides für bestimmte Charaktere in ihren Dramen schrieben. Dem naheliegenden Einwand, fiktive Personen und antike Dichter könnten gar nicht einer psychoanalytischen Traumdeutung unterzogen werden, begegnet Devereux mit seinem radikalen textkritischen Vorgehen: die Überlieferungsgeschichte der Texte ist selbst eine psychologisch darstellbare Geschichte von Fehlleistungen und Verdrängungen; zur Überprüfung der Kriterien für die Traumauthentizität (Realismus) gehört folglich nicht nur die inhaltliche Interpretation der Träume, sondern auch und gerade die Geschichte der Textüberlieferung und die der philologischen und literaturwissenschaftlichen Kontroversen.

»Analysand« ist nicht der fiktive Träumer oder der Dichter, sondern der Text selbst; folglich handelt es sich bei dem Buch auch nicht um eine Psychoanalyse, sondern um eine auf Konstruktion beruhende »Quasi-Psychoanalyse«. Die Elemente und Werkzeuge dieser Konstruktion stammen aus drei Disziplinen, die normalerweise streng getrennt gehalten werden: Altphilologie, inhaltlich orientierte Literaturwissenschaft und Psychoanalyse. Auf der Grundlage einer engen Zusammenarbeit mit führenden Gräzisten, einer ausführlichen Berücksichtigung der umfassenden Literatur aus den drei Disziplinen, sowie unter Rückgriff auf seine reiche Erfahrung als Ethnologe und Psychoanalytiker erreicht Devereux ein Ziel, das meist Postulat zu bleiben pflegt: eine interdisziplinäre Gesamtansicht.

Aus dem Inhalt

  • Atossas Traum (Aischylos: Persai)
  • Ios Traum (Aischylos: Der gefesselte Prometheus)
  • Die reaktive Depression und der Traum des Menelaos (Aischylos: Agamemnon 410-426)
  • Der Traum der Erinyen (Aischylos: Die Eumeniden)
  • Klytaimestras Traum (Stesichoros: Oresteia)
  • Klytaimestras Traum (Aischylos: Choephoroi)
  • Klytaimnestras Traum (Sophokles: Elektra)
  • Drei Euripideische Träume: Variationen über ein Thema (Euripides: Rhesos, Hekabe, Iphigeneia auf Tauros)
  • Die Traummetapher der Danaiden (Aischylos: Die Bittflehenden)

mit ausführlichen Bibliographien, sowie Register u.a.über antike Autoren und Werke sowie antike Personen, Götter, Wesen usw.

Über den Autor

Georges Devereux wurde 1908 in Ungarn geboren; als 18jähriger ging er nach Paris und studierte mathematische Physik und Anthropologie (u. a. bei Marcel Mauss und Lucien Levy-Bruhl). Feldforschungen bei nordamerikanischen Indianern, in Neu-Guinea und bei den Sedang, einem Bergvolk des heutigen Südvietnam; Anfang der 50er Jahre Ausbildung zum Psychoanalytiker; Mitbegründer der Ethnopsychiatrie. Arbeit an verschiedenen amerikanischen Universitäten. Seit 1963 Professor für Ethnopsychiatrie an der Ecole pra-tique des hautes etudes in Paris.

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