Bestelltelefon: 0800 588 78 30

Tage ohne Ende

Roman. Aus dem amerikanischen Englisch von Hans-Christian Oeser

Details

Verlag Steidl Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 14.09.2018
Format 20,8 × 12,6 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Leinen m. SU
Seiten/ Spieldauer 256 Seiten
ISBN 9783958295186

Kauf-Optionen

22,00 €


Merkliste

"Wir waren zwei Hobelspäne der Menschheit in einer rauen Welt", erinnert sich Thomas McNulty an seine erste Begegnung mit John Cole, da ist er noch keine 17 Jahre alt und John nur wenig älter. Um ein Dach über dem Kopf zu haben, tanzen sie anfangs als Mädchen verkleidet in Mr. Noones Saloon mit einsamen Bergleuten und Goldsuchern; die beiden sind "saubere Jungs", frisch angelandet in den Vereinigten Staaten als Strandgut der großen irischen Hungersnot in den 1850er Jahren. Um in dem chaotischen neuen Land des Melting Pots, in dem das Recht des Stärkeren gilt, überleben zu können, verpflichten sich die beiden schließlich als Kavalleristen bei der US-Army. Sie erleben bei der Truppe hautnah die Zumutungen, Entbehrungen, Verbrechen des Kriegshandwerkes, und sie werden besonders gerne eingesetzt bei den Gemetzeln, welche die Armee immer wieder bei den Indianerstämmen anrichtet: Denn die Ureinwohner sind im Weg und lästig, denn sie stören die endlosen Trecks der von Osten her in Scharen einwandernden Siedler -  Glücksrittern und Elendsflüchtlinge vom alten Kontinent. In einer wunderbar prosaisch-authentischen Sprache wird der Leser Zeuge der damaligen Zeitumstände, des Selbstfindungsprozesses eines neuen Staates, der sich dabei im Bürgerkrieg zerfleischt. Dies historisch sauber recherchierten Fakten sind eingewoben in einer unglaublichen, ganz ungewöhnlichen und dabei prätentiös erzählten Liebesgeschichte. Literatur im besten Sinn des Wortes: spannend, prosaisch und zudem reich an transportierten Hintergrundinformationen.

Zu diesem Roman

Thomas McNulty und sein Freund John Cole sind gerade 17 Jahre alt, als ihre Karriere als Tanzmädchen in einem Saloon für Bergarbeiter ein natürliches Ende findet. Für den 'miesesten Lohn aller miesesten Löhne' verdingen sie sich bei der Armee und sind fortan unzertrennlich in Kriegsgeschäften unterwegs. Angst kennen beide nicht, dafür haben sie schon zu viel erlebt. Sie wissen: 'wenn’s um Gemetzel und Hungersnot geht, darum, ob wir leben oder sterben sollen, schert das die Welt nicht im Geringsten. Bei so vielen Menschen hat die Welt es nicht nötig.' Thomas ist vor dem 'Großen Hunger' aus Irland geflohen, hat die Überfahrt und die Fieberhütten in Kanada überlebt, sich bis nach Missouri durchgeschlagen. Wie ein irischer Simplicissimus stolpert er durch das Grauen der Feldzüge gegen die Indianer und des amerikanischen Bürgerkriegs – davon und von seiner großen Liebe erzählt er mit unerhörter Selbstverständlichkeit und berührender Offenheit. In all dem Horror findet Thomas mit John und seiner Adoptivtochter Winona sein Glück. Er bleibt ein Optimist, ganz gleich unter welchen Umständen.

Der Autor

Sebastian Barry, 1955 in Dublin geboren, gehört zu den „besten britischen und irischen Autoren der Gegenwart“ (Times Literary Supplement). Er schreibt Theaterstücke, Lyrik und Prosa. Bei Steidl erschienen bisher seine Romane Ein verborgenes Leben, ausgezeichnet mit dem Costa Book of the Year Award und auf der Shortlist für den Booker Preis, Mein fernes, fremdes Land, ausgezeichnet mit dem Walter Scott Prize for Historical Fiction, Ein langer, langer Weg, auf der Shortlist für den Booker Preis, und Gentleman auf Zeit. Sebastian Barry lebt in Wicklow, Irland.

Rezensionen

Sie sind eingeladen, Ihre Meinung zum Buch, durchaus auch eine vollständige Rezension, an dieser Stelle zu veröffentlichen. Wir behalten uns vor, unpassende Kommentare zu löschen.

  • 1

Der Artikel wurde in den Warenkorb gelegt.

weiterstöbern zum Warenkorb