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Stilles Chaos

Roman. (OT: Caos calmo). Aus dem Italienischen von Ulrich Hartmann

Details

Verlag Albrecht Knaus Verlag
Auflage/ Erscheinungsjahr 2009
Format 18,7 × 11,8 cm
Einbandart/ Medium/ Ausstattung Gebunden
Seiten/ Spieldauer 480 Seiten
ISBN 978-3-8135-0286-2

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Zu diesem Roman

Sandro Veronesi ist neben Niccolò Ammaniti und Alessandro Baricco einer der wichtigsten italienischen Gegenwartsautoren. Sein Roman Stilles Chaos wurde in zehn Sprachen übersetzt und mit Nanni Moretti in der Hauptrolle verfilmt. Der Roman wurde ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2006, dem Prix Femina für ausländische Literatur 2008 und dem Prix Cévennes du roman.

Ein herber Schicksalsschlag: Während Pietro Paladini, erfolgreich und auf dem Weg, einer der ganz Großen im Verlags- und Mediengeschäft zu werden, zusammen mit seinem Bruder Carlo, einem Modedesigner, bei einem nachmittäglichen Badeausflug zu einem der Strände in der Nähe Roms gleich zwei Frauen vor dem Ertrinken rettet, stirbt im selben Moment zuhause seine eigene Frau an einem Hirnschlag. Pietro fällt in ein großes Nichts; die Liebe zu seiner zehnjährigen Tocher ist sein einziger Anker. Pietro beschließt, sein Leben zu ändern und seine Tochter künftig nie mehr allein zu lassen.

Eine Aufgabe, die Pietro Paladini wörtlich nimmt: Täglich bleibt er fortan mit seinem Auto morgens vor Claudias Schule stehen und wartet dort bis zum Nachmittag. Anfangs noch argwöhnisch beobachtet und als Exzentriker belächelt, wird Pietro für seine Umwelt, seine Kollegen und Chefs, mit der Zeit zu so etwas wie einer Institution, ein ruhiger Pol im hektischen Treiben der Großstadt, und setzt damit höchst erstaunliche Dinge in Bewegung.

Ein beeindruckender Selbsterfahrungs- und Wandlungsprozess setzt bei Paladini ein, wunderbar erzählt und für einen analytisch erfahrenen Leser mit um so mehr Tiefenschärfe und Vergnügen zu verfolgen, indem von der allmählichen Wiederbelebung eines sich selbst fremd gewordenen Menschen berichtet wird, der als einstiger Workaholic durch seinen gesunden Impuls, das Tempo zu drosseln und lieber seinen Gedankenspielen auf der Parkbank zu folgen, sich neu begegnet, wieder bodenständig wird und einen Blick auch für die scheinbar kleinen Dinge des Alltags gewinnt. All dies prächtig, überzeugend von Veronesi ins Wort gebracht.

Leseempfehlung: Wer selbst das Glück hatte, eine psychoanalytische Selbsterfahrung, eine Analyse - oder doch zumindest eine der Ausbildung dienende Lehranalyse für sich besorgt zu haben, der wird diesen Roman vermutlich mit um so tiefenschärferem Blick lesen - und genießen können.

Pressestimmen

»Veronesis Protagonist beobachtet die Welt, die vor seinen Augen vorbeizieht, auf der Suche nach einer Umarmung oder einem Trost, und merkt wie sich mit der Zeit in dem "stillen Chaos", in dem er versunken ist, die Rollen verwandeln und die Tröster immer auch getröstet werden wollen.«

Corriere de la Sera, Mailand

Lieferbarkeitshinweis

Bei der SFB als Archivbestand zum Angebotspreis; beim Verlag vergriffen.

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